Bachelorarbeit, 2021
72 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen des aktiven und passiven Fondsmanagements
2.1 Investmentfonds im Allgemeinen
2.2 Effizienzmarkthypothese
2.3 Portfoliotheorie nach Harry Markowitz
2.4 Capital Asset Pricing Model
3. Vergleich der Portfoliomanagementstile
3.1 Aktives Management
3.1.1 Zielsetzung des aktiven Managements
3.1.2 Market Timing
3.1.3 Stock-Picking
3.1.4 Analysemethoden
3.1.4.1 Fundamentalanalyse
3.1.4.2 Technische Analyse
3.2 Passives Management
3.2.1 Zielsetzung des passiven Managements
3.2.2 Index Tracking
3.2.2.1 Tracking Error
3.2.2.2 Strukturen der Replikation
3.2.2.3 Methoden der Replikation
4. Performancemessung bei Investmentfonds
4.1 Sharpe-Ratio
4.2 Treynor-Ratio
4.3 Jensen-Alpha
5. Empirischer Performancevergleich: Aktive vs. passive Aktienfonds
5.1 Erläuterung der untersuchten Fonds und Methodik
5.2 Definition der Benchmark
5.3 Betrachtungszeiträume der Performanceentwicklung
5.3.1 Betrachtung: 1 Jahr
5.3.2 Betrachtung: 3 Jahre
5.3.3 Betrachtung: 5 Jahre
5.3.4 Betrachtung: 10 Jahre
5.4 Analyse der Ergebnisse
5.5 Bewertung anhand zweidimensionaler Performancemaße
5.5.1 Sharpe-Ratio
5.5.2 Treynor-Ratio
5.5.3 Jensen-Alpha
5.6 Erfolgsfaktoren des aktiven Portfoliomanagements
5.7 Finale Diskussion und weiterführende Überlegungen
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist ein fundierter Vergleich zwischen aktiv gemanagten Aktienfonds und passiven Indexfonds (insbesondere ETFs) unter Einbeziehung des deutschen Aktienindex (DAX) als Vergleichsmaßstab, um zu untersuchen, welcher Ansatz performancetechnisch überlegen ist und welche Faktoren zum Erfolg aktiven Managements beitragen.
3.1.2 Market Timing
Das interne Research stellt einen nicht zu vernachlässigen Kostenfaktor im Rahmen der Informationsgewinnung dar. Die zunehmende Transparenz auf den globalen Finanzmärkten hat eine steigende Nachfrage an Analysten, die sämtliche Länder, Branchen und einzelne Wertpapiere abdecken zur Folge. Die Kosten hierfür sind anteilig in den Fondsgebühren einzukalkulieren. In der Praxis erweist sich jedoch die exakte Zurechnung oftmals problematisch, da die Forschungsergebnisse teilweise auch anderen Abteilungen und Fonds zufließen. Es bleibt die Frage im Raum, inwiefern der Fondsmanager die generierten Informationen im Rahmen des Market Timings positiv verwerten kann.
Das Market Timing zielt im weiteren Sinne auf die Anpassung der Sensitivitäten eines Portfolios gemäß den Prognosen zukünftiger Marktentwicklungen ab, um somit von Trends profitieren zu können bzw. eine Reduzierung der Sensitivität des verwalteten Portfolios bei bevorstehenden negativen Marktphasen vorzunehmen. Im engeren Sinne bezeichnet das Market Timing dagegen die Bestimmung optimaler Ein- und Ausstiegspunkte für ausgewählte Anlagetitel. Die gewinnbringende Verwertung der Informationen trägt somit zur Erzielung einer zusätzlichen Rendite bei. Da die optimalen Kaufs- und Verkaufszeitpunkte ex ante schwer zu prognostizieren sind, wird hierbei die Momentum-Strategie am häufigsten angewandt. Diese Methode findet bei der Auswahl der Aktien Anwendung, von denen sich der Fondsmanager eine überproportionale Wertentwicklung verspricht. Diese Strategie wird im Rahmen der technischen Analyse genutzt, um Aussagen bezüglich der Impuls- oder Schwungkraft einer Aktie bzw. eines Marktes treffen zu können. Dabei wird das Momentum (MOM) allgemein als Verhältnis des aktuellen Kurses zum Kurs vor n Tagen definiert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Fondsbranche und die grundlegende Differenzierung zwischen aktivem und passivem Management ein, wobei die Forschungsfrage nach der relativen Überlegenheit der Ansätze gestellt wird.
2. Theoretische Grundlagen des aktiven und passiven Fondsmanagements: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise von Investmentfonds sowie zentrale Kapitalmarkttheorien wie die Effizienzmarkthypothese, die Portfoliotheorie nach Markowitz und das CAPM.
3. Vergleich der Portfoliomanagementstile: Es werden die Strategien des aktiven Managements (Market Timing, Stock-Picking, Analysemethoden) den Methoden des passiven Managements (Index Tracking, Replikationsstrukturen) gegenübergestellt.
4. Performancemessung bei Investmentfonds: Dieses Kapitel definiert wissenschaftliche Maßstäbe für den relativen Anlageerfolg, wobei insbesondere die Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio und das Jensen-Alpha als zweidimensionale Performancemaße detailliert vorgestellt werden.
5. Empirischer Performancevergleich: Aktive vs. passive Aktienfonds: Dieser Hauptteil analysiert auf Basis von 44 Fonds über verschiedene Zeiträume (1, 3, 5, 10 Jahre) die Wertentwicklung, den Tracking Error sowie die Erfolgsfaktoren aktiven Managements.
6. Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass keine pauschale Überlegenheit eines Stils existiert, da die Performance stark von den betrachteten Zeiträumen und Marktphasen abhängt.
Aktives Portfoliomanagement, Passives Portfoliomanagement, DAX, Investmentfonds, ETF, Performancevergleich, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen-Alpha, Market Timing, Stock-Picking, Effizienzmarkthypothese, Index Tracking, Rendite, Betafaktor.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die zwei gängigen Managementansätze bei Investmentfonds – aktives versus passives Portfoliomanagement – im Hinblick auf ihre Wertentwicklung und Performancemessung.
Ziel ist es zu klären, ob einer der beiden Ansätze – aktiv oder passiv – eine überlegene Performance im Vergleich zum Referenzindex DAX aufweist und welche Erfolgsfaktoren zu einer etwaigen Überperformance führen.
Neben den theoretischen Grundlagen der Portfoliotheorie und Markteffizienz stehen die Methoden zur Performancemessung, die Analyse von Replikationsstrategien bei ETFs sowie ein umfangreicher empirischer Performancevergleich verschiedener Fonds im Vordergrund.
Die Autorin nutzt zur Performancemessung sowohl eindimensionale Methoden (BVI-Methode) als auch zweidimensionale risikoadjustierte Kennzahlen wie die Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio und das Jensen-Alpha, basierend auf dem Capital Asset Pricing Model (CAPM).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Differenzierung der Managementstile und einen umfangreichen empirischen Teil, in dem 44 Fonds über Zeiträume von einem bis zehn Jahren detailliert ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Portfoliomanagement, Outperformance, Benchmark, Volatilität, Diversifikation, Betafaktor und Index-Replikation charakterisieren.
Bei passiven Fonds liegt der Fokus auf der möglichst exakten Nachbildung des Vergleichsindex (minimale Abweichung/Tracking Error), während beim aktiven Management durch gezielte Selektion und Timing versucht wird, Überrenditen gegenüber der Benchmark zu generieren.
Der Autor zeigt auf, dass aktive Fonds insbesondere über kürzere Zeiträume eine höhere Outperformancequote erzielen können, diese Dominanz jedoch mit zunehmender Laufzeit abnimmt.
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