Bachelorarbeit, 2016
75 Seiten, Note: 1,3
1. NIEDRIGZINSPHASE UND ANSATZ DIESER ARBEIT
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 RÜCKSTELLUNGEN IN DER IFRS RECHNUNGSLEGUNG
2.1.1 ZIELE UND GRÜNDE DER RÜCKSTELLUNGSBILDUNG NACH IFRS
2.1.2 ABGRENZUNG VON RÜCKSTELLUNGEN ZU ANDEREN FREMDKAPITALPOSITIONEN
2.1.3 ANSATZKRITERIEN FÜR RÜCKSTELLUNGEN NACH IFRS
2.1.4 BEWERTUNG VON RÜCKSTELLUNGEN BEI ANSATZ UND IN FOLGEJAHREN
2.1.5 AUFLÖSUNG UND VERBRAUCH VON RÜCKSTELLUNGEN
2.2 DARSTELLUNG VERSCHIEDENER RÜCKSTELLUNGSPOSITIONEN IN DER IFRS BILANZ
2.2.1 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONSLEISTUNGEN NACH IFRS
2.2.2 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN NACH IFRS
2.2.3 STEUERRÜCKSTELLUNGEN NACH IFRS
2.3 CHANCEN UND RISIKEN FÜR UNTERNEHMEN DURCH RÜCKSTELLUNGEN WÄHREND DER NIEDRIGZINSPHASE
3. EMPIRISCHE ANALYSE DER RÜCKSTELLUNGEN DES DAX 30 IN DEN JAHREN 2010 BIS 2015
3.1 DATENSATZ UND VORGEHENSWEISE
3.2 UNTERSUCHUNG DER RÜCKSTELLUNGEN IM GESAMTBILD
3.3 UNTERSUCHUNG DER KURZFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN
3.4 UNTERSUCHUNG DER LANGFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN
3.5 UNTERSUCHUNG DER ENTWICKLUNG VON RÜCKSTELLUNGEN IM VERHÄLTNIS ZUR BILANZSUMME
3.6 UNTERSUCHUNG DES ZUSAMMENHANGS ZWISCHEN PLANVERMÖGEN, EIGENKAPITAL, VERSCHULDUNGSGRAD UND PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
4. ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK, AKTUALITÄT UND WEITERE MÖGLICHKEITEN
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch für die Konzerne des DAX, wie sich die andauernde Niedrigzinsphase auf die Bewertung und Entwicklung von Rückstellungen auswirkt. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Fragestellung, welche Chancen und Risiken sich aus dieser Zinspolitik für Unternehmen ergeben und wie sich die Bilanzpositionen in den Jahren 2010 bis 2015 entwickelt haben.
2.1.2 Abgrenzung von Rückstellungen zu anderen Fremdkapitalpositionen
Fremdkapitalpositionen werden in der internationalen Rechnungslegung unter dem Oberbegriff einer Schuld (liability) zusammengefasst. Gem. IAS. 37.10 bestehen die Voraussetzungen zur Passivierung dieser in einer gegenwärtigen Verpfl., ausgelöst durch einen Sachverhalt in vergangenen GJ, welche zu einem Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen führt. Hierbei unterscheidet diese Schuldposition jedoch hinsichtlich dem Unsicherheitsgrad im Bezug auf Höhe und Fälligkeit und differenziert somit zwischen gewissen und ungewissen Verpfl., sodass sich die nachfolgenden Arten von Schulden, gegliedert nach Unsicherheit und wahrscheinlichem Ressourcenabfluss, einordnen lassen (vgl. Abb. 1).
Beginnend mit den Eventualverbindlichkeiten, welche lediglich im Anhang Berücksichtigung finden, und gem. IAS 37.27 nicht passiviert werden dürfen, liegt der Unterschied zu den RST darin, dass diese wie im Prüfschema zum Ansatz von RST (vgl. Abb. 15 im Anhang) zu erkennen ist, von größerer Unsicherheit bezüglich der gegenwärtigen Verpfl. eines Unt. durch einen Vorgang in der Vergangenheit, als auch gegebenenfalls aus der nicht möglichen zuverlässigen Schätzbarkeit des Erfüllungsbetrags, geprägt ist. Hinzu kommt, dass der Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen nicht mehr wahrscheinlich (>50%), sondern lediglich nicht unwahrscheinlich (>30%) ist.
Der Unterschied zu gewissen Verpfl., wie den Finanzverbindlichkeiten oder den sonstigen Schulden nach IAS 37.11, liegt darin, dass diese nur einen kleinen Grad an Unsicherheit besitzen und auch der Nutzenabfluss sehr wahrscheinlich ist. Hierunter fallen gem. IAS 37.11 (a) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen, welche durch einen geschlossenen Vertrag und einer Rechnungsstellung keinerlei Unsicherheit besitzen. Abgegrenzte Schulden nach IAS 37.11 (b) behandeln dabei grundsätzlich den gleichen Sachverhalt, wobei über den geschuldeten Betrag aus Warenlieferung oder Dienstleistung noch keine Rechnung oder detaillierte Vereinbarungen über die Zahlfrist oder den genauen Preis gemacht wurden, sodass hier eine größere Unsicherheit herrscht, welche aber noch immer geringer ausfällt, als beim Ansatz von RST.
Folglich stellen die RST mit einem wahrscheinlichen (>50%) Nutzenabfluss und einer moderaten Unsicherheit hinsichtlich Höhe und Fälligkeit einer Verpfl. das Mittelfeld im Schema der Schuld nach IFRS dar.
1. NIEDRIGZINSPHASE UND ANSATZ DIESER ARBEIT: Einführung in die Problematik der Niedrigzinsphase und deren Auswirkungen auf die Bilanzierung sowie Definition des Forschungsziels.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Darstellung der IFRS-Bilanzierungsregeln für Rückstellungen, deren Ansatzkriterien, Bewertung sowie die spezifische Behandlung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen.
3. EMPIRISCHE ANALYSE DER RÜCKSTELLUNGEN DES DAX 30 IN DEN JAHREN 2010 BIS 2015: Statistische Untersuchung der Rückstellungsdaten der DAX-Konzerne, gegliedert nach Fristigkeit, Branchenclustern und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.
4. ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK, AKTUALITÄT UND WEITERE MÖGLICHKEITEN: Fazit der Ergebnisse, Verknüpfung mit aktuellen Praxisbeispielen (VW-Dieselskandal) und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Rückstellungen, IFRS, Niedrigzinsphase, DAX, IAS 37, Pensionsrückstellungen, Planvermögen, Bilanzierung, Fremdkapital, Unternehmensanalyse, Rechnungslegung, Risikomanagement, Diskontierung, Eigenkapitalquote, Finanzanalyse.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des langjährigen Zinstiefs auf die Bilanzierung von Rückstellungen innerhalb der DAX-Konzerne unter Anwendung der IFRS-Standards.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Rückstellungsbildung, der empirischen Datenanalyse der DAX-Rückstellungen von 2010 bis 2015 sowie der Bewertung von Chancen und Risiken durch sinkende Diskontierungssätze.
Das Ziel ist die exemplarische Untersuchung der Entwicklung von Rückstellungen im DAX, um aufzuzeigen, wie sich die Zinspolitik auf die Bilanzstruktur und das Risikoprofil der Unternehmen auswirkt.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Analyse der Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) und einer empirischen quantitativen Analyse mittels Geschäftsberichten, Excel-Auswertungen und Korrelationsanalysen angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Rückstellungsarten, eine umfangreiche empirische Analyse der 30 DAX-Konzerne (inkl. Clusterbildung) sowie eine detaillierte Korrelationsanalyse zwischen Pensionsrückstellungen und Planvermögen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie IFRS, Rückstellungsmanagement, Niedrigzinsphase, Pensionsverpflichtungen und Bilanzanalyse beschreiben.
Da IFRS für spezifische Steuerfragen auf IAS 12 verweist, mangelt es oft an expliziten Differenzierungsvorschriften zwischen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten, was die empirische Erfassung erschwert.
Der Volkswagen-Konzern dient als aktuelles Beispiel, um die praktische Relevanz der Rückstellungsbildung bei außerordentlichen Belastungen wie dem Abgasskandal zu verdeutlichen.
Die Einteilung in Branchencluster ermöglicht eine detailliertere Analyse branchenspezifischer Entwicklungen und identifiziert, welche Wirtschaftssektoren besonders stark von der Zinsanpassung betroffen sind.
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