Bachelorarbeit, 2021
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das erste Manifest des Surrealismus
3. Das zweite Manifest des Surrealismus
4. Die Exhaustivität der Manifeste für surrealistische Werke
5. Über die Manifeste hinausgehende surrealistische Eigenschaften
6. Wie Spanien und Lorca mit dem Surrealismus in Kontakt traten
7. Analyse von La aurora
8. Vergleich von La aurora mit Frau mit Rosenhaupt
9. Analyse von Niña ahogada en el pozo (Granada y Newburgh)
10. Vergleich von Niña ahogada en el pozo mit Illuminierte Freuden
11. Analyse von New York (Oficina y denuncia)
12. Vergleich von New York (Oficina y denuncia) mit Un chien andalou
13. Schlussbetrachtung
14. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Zugehörigkeit von Federico García Lorcas Gedichtband "Poeta en Nueva York" zum Surrealismus, indem sie surrealistische Manifeste, Techniken und den Einfluss von Weggefährten wie Salvador Dalí und Luis Buñuel analysiert.
7. Analyse von La aurora
Schon bevor man sich mit dem Inhalt von La aurora auseinandersetzt, fällt der außergewöhnliche Aufbau des Gedichts auf. Keine Strophen gliedern die Verse und es entsteht somit ein einzelner, absatzloser Text. Diese Knappheit an Platz verbunden mit der Anapher durch die Worte „la aurora“ kreieren einen schnellen Rhythmus ohne Unterbrechungen, der an die Forderung Bretons erinnert, Werke müssen mit Geschwindigkeit niedergeschrieben werden, um dem natürlichen Gedankenfluss zu ähneln. Ob La aurora von Lorca schnell niedergeschrieben wurde, ist unnachweisbar, doch hat das Gedicht durch die genannten Eigenschaften einen schnellen Rhythmus, der die inhaltliche Hektik widerspiegelt. So wird der Leser von Lorcas Sicht über New York praktisch überfallen.
Das Gedicht La aurora fängt mit einem Widerspruch an. Die im Titel angedeutete Morgenröte erweckt beim Rezipienten zunächst den Anschein einer friedlichen, harmonischen Landschaft. Diese Vermutung wird allerdings schon im ersten Vers zerschmettert durch eine dunkle Atmosphäre, in der sich das charakteristisch surrealistische Gefühl der Angst und Beklemmung ausbreitet. Schuld für das plötzliche Zusammenbrechen der Harmonie ist der Spannungsunterschied der Worte „columna“ und „cieno“, denn Säulen gelten als etwas Monumentales, etwas Prächtiges und Verziertes, doch die Säulen New Yorks sind nicht aus Marmor, dem gleichen Material, aus dem Statuen oder Tempel gebaut sind, sondern aus Schlamm. Dieses Material verunreinigt nicht nur die Bedeutung eines solchen Konstrukts, es beraubt ihm auch seiner Schönheit und seiner Nützlichkeit. Das Bild einer glänzenden Stadt verfällt und stattdessen entsteht durch den Schlamm und die „aguas podridas“ ein Gefühl von Unreinheit und Faulheit.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung der anhaltenden Debatte um Lorcas Zugehörigkeit zum Surrealismus.
2. Das erste Manifest des Surrealismus: Untersuchung der Grundlagen des Surrealismus, insbesondere der Rolle der Phantasie, der Ablehnung von Logik und des Automatismus.
3. Das zweite Manifest des Surrealismus: Analyse der politischen und sozialen Standpunkte Bretons sowie der theoretischen Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe.
4. Die Exhaustivität der Manifeste für surrealistische Werke: Hinterfragung, ob Bretons Leitsätze als ausschließlicher Maßstab für surrealistische Kunst dienen können.
5. Über die Manifeste hinausgehende surrealistische Eigenschaften: Erörterung weiterer surrealistischer Techniken und Motive, die in der Forschung über Lorca identifiziert wurden.
6. Wie Spanien und Lorca mit dem Surrealismus in Kontakt traten: Nachzeichnung der persönlichen und künstlerischen Verbindungen Lorcas zu surrealistischen Kreisen.
7. Analyse von La aurora: Untersuchung der formalen und inhaltlichen surrealistischen Elemente im Gedicht "La aurora".
8. Vergleich von La aurora mit Frau mit Rosenhaupt: Gegenüberstellung von Lorcas Text mit Dalís Malerei zur Verdeutlichung gemeinsamer Kritikpunkte an der Gesellschaft.
9. Analyse von Niña ahogada en el pozo (Granada y Newburgh): Analyse der traumatischen Erfahrungen und der Symbolik des Kreislaufs im Gedicht.
10. Vergleich von Niña ahogada en el pozo mit Illuminierte Freuden: Vergleich der künstlerischen Aufarbeitung von Ängsten und Traumata zwischen Lorca und Dalí.
11. Analyse von New York (Oficina y denuncia): Untersuchung der Kapitalismuskritik und der aktiven Parteiergreifung für das Animalische im Gedicht.
12. Vergleich von New York (Oficina y denuncia) mit Un chien andalou: Analyse der künstlerischen Rebellion und des avantgardistischen Stils bei Lorca und Buñuel.
13. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung, dass "Poeta en Nueva York" als surrealistisches Werk gelten kann.
14. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Surrealismus, Federico García Lorca, Poeta en Nueva York, André Breton, Salvador Dalí, Luis Buñuel, Automatismus, Metamorphose, Kapitalismuskritik, Bildhaftigkeit, Unterbewusstsein, Traum, Moderne, Spanische Philologie, Poesieanalyse.
Die Arbeit analysiert, inwieweit der Gedichtband "Poeta en Nueva York" von Federico García Lorca dem Surrealismus zugeordnet werden kann, trotz der Debatten über seine exakte Einordnung.
Zentrale Themen sind die Manifeste des Surrealismus, die Rolle von traumatischen Erfahrungen, die Kritik an Rationalität und Kapitalismus sowie die künstlerische Freundschaft zwischen Lorca, Dalí und Buñuel.
Das Ziel ist es zu belegen, dass "Poeta en Nueva York" über genügend surrealistische Eigenschaften verfügt, um als solches anerkannt zu werden, und die starre Auslegung der surrealistischen Manifeste zu hinterfragen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Grundlagen aus Manifesten mit textnahen Analysen der Gedichte sowie vergleichenden Analysen zu Malerei und Film kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition des Surrealismus und einen analytischen Teil, in dem drei spezifische Gedichte Lorcas mit Werken von Dalí und Buñuel kontrastiert werden.
Surrealismus, Lorca, Automatismus, Metamorphose, Unterbewusstsein, moderne Metropole und künstlerische Grenzüberschreitung.
Während "La aurora" die Kritik an der Großstadt und der modernen Rationalität in den Vordergrund stellt, konzentriert sich "Niña ahogada en el pozo" auf eine traumatische Kindheitserinnerung und das Leitmotiv der Isolierung.
Die Freundschaften prädisponierten Lorca dazu, sich surrealistischen Techniken und Ausdrucksweisen zu nähern, was ihm ermöglichte, sich von seinem früheren, als provinziell missverstandenen Stil zu distanzieren.
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