Masterarbeit, 2021
109 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Die Corona Pandemie und der Schwarze Schwan
1.2 Thematische Relevanz
1.3 Zeitliche Einordnung
2 Problemstellung und Zielsetzung
2.1 Thematische Einordnung
2.2 Zielsetzung (nach „s-m-a-r-t“)
2.3 Methodische Vorgehensweise
3 Theoretische Vorbetrachtung
3.1 Definition „Schwarzer Schwan“
3.2 Spannungsverhältnis: Schwarzer Schwan und der Begriff Risiko
3.3 Wissen und Unwissen
3.4 Sammelbegriff Risiko
3.5 Arbeitsdefinition von Risiko
3.6 Wodurch definiert sich Kultur?
3.7 Risiko-Typen
3.7.1 Unternehmerisches Handeln
3.7.2 Individualebene
3.8 Bisherige Definition von Risikokultur und deren Akzeptanz
3.8.1 Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
3.8.2 Unternehmen
3.8.3 Privater Bereich
3.9 Einleitung zu Krisen
3.10 Charakteristika von Krisen am Beispiel von Wirtschaftskrisen
4 Modellbildung und Formulierung der Hypothesen
4.1 Modellbildung
4.2 Formulierung der Hypothesen
4.3 Wie soll das Ergebnis aussehen
5 Soziologische Untersuchung und Datenerhebung
5.1 Art der Erhebung
5.2 Operationalisierung
5.3 Design und Aufbau der Umfrage
5.4 Einschränkung der Stichprobe
5.5 Abhängigkeit zwischen Variablen
5.6 Gütekriterien
6 Auswertung der Datenerhebung
6.1 Beschreibung der Stichprobe
6.1.1 Geschlecht
6.1.2 Staatsangehörigkeit
6.1.3 Altersverteilung
6.1.4 Einkommen
6.2 Überprüfung der Stichprobe
6.2.1 Geschlecht
6.2.2 Altersverteilung
6.2.3 Einkommen
6.2.4 Zusammenfassung
6.3 Deskriptiver Teil: Risikomaße
6.3.1 Risiko positiv oder negativ
6.3.2 Bewusstes Eingehen von Risiken
6.3.3 Risikoaversion
6.3.4 Gefahr als Risiko
6.3.5 Chance als Risiko
6.3.6 Finanzielle Nöte
6.3.7 Einfluss Corona Pandemie auf Finanzen
6.3.8 Einfluss Corona Pandemie auf Glück
6.3.9 Risiken in Zukunft am Beispiel 2025
6.3.10 Aktieninvest in 2020
6.4 Auswertung der Hypothesen
6.4.1 Hypothese 1.1
6.4.2 Hypothese 1.2
6.4.3 Hypothese 1.3
6.4.4 Hypothese 1.4
6.4.5 Hypothese 2.1
6.4.6 Hypothese 2.2
6.4.7 Hypothese 2.3
6.4.8 Hypothese 2.4
7 Zusammenfassung und Interpretation
7.1 Allgemeine Zusammenfassung
7.2 Charakteristika der Kulturen
7.3 Entsprechung der Stereotypen
7.4 Einschränkung
8 Fazit und Ausblick
8.1 Länderspezifisches Verhalten in der Corona-Pandemie
8.2 Kurzportraits - Ansätze zur Erklärung
8.2.1 China
8.2.2 Deutschland
8.2.3 USA
8.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen soziologischen Verhaltensweisen, kultureller Prägung und dem Umgang mit Risiken im Kontext der Corona-Pandemie, um Erkenntnisse für ein verbessertes Risikomanagement zu gewinnen.
3.1 Definition „Schwarzer Schwan“
Nach Nassim Taleb ist mit dem Ausdruck eines sog. Schwarzen Schwans ein unvorhersehbares Ereignis gemeint, welches häufiger eintritt, als dies erwartet oder durch konventionelle Analysen vorhergesagt werden kann. Die Grundidee bzw. die Prägung des Begriffs rühren daher, dass man solange davon ausgegangen ist, dass es nur weiße Schwäne gäbe, bis in Australien auch schwarze entdeckt wurden. Die erste Annahme hat auf der induktiven Beobachtung von weißen Schwänen beruht. Der schwarze Schwan lag jedoch außerhalb dessen, was zu „erwarten“ war. Diese Definition legt also nahe, dass dieses Ereignis nicht vorhergesagt werden konnte. Schon per Definition kann daher ein derartiges Ereignis, welches man nicht kennt, keine Eintrittswahrscheinlichkeit (Duden: „Grad der Möglichkeit des Eintretens bzw. der Voraussagbarkeit eines Ereignisses“) haben.
Im Wesentlichen lässt sich diese Konzeption auch mit den Untersuchungen von Mandelbrot in Einklang bringen. Er stellt fest, dass bei der Modellierung von Risiken traditionell mit Verteilungsfunktionen, meist der Gaußschen Normalverteilung gearbeitet wird. Die Extremereignisse, nach Taleb die schwarzen Schwäne, werden nicht in die Betrachtung einbezogen und haben bei Eintritt große (i.d.R. negative) Auswirkungen. Diese Extreme werden in der Stochastik auch unter dem Begriff „fat tails“ untersucht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass die Corona-Pandemie oft als "Schwarzer Schwan" bezeichnet wurde, wobei die Arbeit die Hypothese aufstellt, dass mangelndes Risikoverständnis die eigentliche Ursache für das Überraschtsein war.
2 Problemstellung und Zielsetzung: In diesem Kapitel wird das Ziel definiert, den Zusammenhang zwischen soziologischem Verhalten und Risikomanagement wissenschaftlich zu untersuchen.
3 Theoretische Vorbetrachtung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Risiko, Risikokultur, kulturellen Wertesystemen (insbes. Hofstede) und Krisen erarbeitet.
4 Modellbildung und Formulierung der Hypothesen: Basierend auf der Theorie wird ein Modell erstellt und spezifische Hypothesen zur kulturellen Prägung bei Risiken und zum Verhalten in der Corona-Pandemie formuliert.
5 Soziologische Untersuchung und Datenerhebung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Durchführung der empirischen Studie mittels eines Online-Fragebogens und die Operationalisierung der Variablen.
6 Auswertung der Datenerhebung: Es folgt die deskriptive Auswertung der erhobenen Daten und die anschließende statistische Überprüfung der Hypothesen.
7 Zusammenfassung und Interpretation: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, interpretiert und in Bezug auf die Hypothesen bewertet sowie die Übereinstimmung mit kulturellen Stereotypen geprüft.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit ordnet die Erkenntnisse in den Kontext der Corona-Pandemie ein und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Ergebnisse für ein zukünftiges Risikomanagement.
Risikokultur, Risikowahrnehmung, Corona-Pandemie, Kulturdimensionen, Hofstede, Schwarzer Schwan, Risikomanagement, Risikotypen, Soziologische Untersuchung, Wertesysteme, Krisenbewältigung, Risikobewusstsein, Quantitative Analyse, Deutschland, China, USA.
Die Master-Thesis befasst sich mit der Untersuchung kultureller Unterschiede im Verständnis und der Wahrnehmung von Risiken im Kontext der Corona-Pandemie.
Die zentralen Themenfelder sind Risikokultur, Risikomanagement, soziologische Verhaltensweisen und der interkulturelle Vergleich zwischen Deutschland, China und den USA.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen kultureller Prägung, Risikoverständnis und ökonomischem Handeln in Krisensituationen zu untersuchen und auf statistische Validität zu prüfen.
Die Arbeit folgt einem deduktiven Ansatz und führt eine empirische, quantitative Querschnittserhebung mittels eines standardisierten Online-Fragebogens durch.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Modellbildung, die Beschreibung der methodischen Datenerhebung sowie die deskriptive und hypothesenbasierte Auswertung der Daten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Risikokultur, Risikowahrnehmung, Kulturdimensionen nach Hofstede, das "Schwarzer Schwan"-Konzept und der Vergleich von Krisenmanagementstrategien in verschiedenen Ländern.
Sie dienen als theoretischer Rahmen, um die kulturellen Unterschiede zwischen den Befragten aus Deutschland, China und den USA zu systematisieren und die empirischen Ergebnisse besser einordnen zu können.
Die Pandemie stellt ein seltenes, globales Ereignis dar, das alle Akteure weltweit vor ähnliche Herausforderungen stellte und somit eine vergleichende Analyse der Reaktionen und Strategien ermöglicht.
Die Arbeit zeigt unter anderem, dass in den USA der Begriff Chance signifikant stärker mit Risiko assoziiert wird als in China und Deutschland, während Deutschland eher auf den Aspekt der Gefahr und Risikovermeidung fokussiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Zielsysteme für das Risikomanagement explizit auf den jeweiligen Kulturkreis zugeschnitten werden sollten, da unterschiedliche kulturelle Prägungen unterschiedliche Bedürfnisse im Umgang mit Risiken erfordern.
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