Bachelorarbeit, 2020
41 Seiten, Note: 2.1
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
3 Fragestellung der Bachelorarbeit
4 Methode und Vorgehensweise der Arbeit
5 Häusliche Gewalt
5.1 Definition
5.2 Formen häuslicher Gewalt
5.3 Ursachen von Gewalt
5.4 Folgen häuslicher Gewalt
6 Gewaltschutzgesetz
7 Strafverfahren
8 Hintergründe des Verbleibens in Gewaltbeziehungen
8.1 Gewaltstrategien der Täter
8.1.1 Victim blaming
8.1.2 Macht- und Dominanzanspruch gewalttätiger Männer
8.1.3 Der Kreislauf der Gewalt: Die Dynamik in Gewaltbeziehungen
8.2 Traditionelle Geschlechterrollenleitbilder
8.3 Trennungs- und Scheidungssituation
8.4 Soziale Isolation und Einsamkeit
8.5 Traumatic bonding (Traumabindung)
8.6 Finanzielle Abhängigkeit
8.7 Bedeutung der Kinder
8.8 Gewalterfahrungen in der Kindheit
8.9 Stockholm-Syndrom
9 Hilfsangebote für Frauen
9.1 Beratungsstellen
9.2 Ehe- und Familienberatungsstellen
9.3 Frauenhäuser
9.4 Hilfetelefon (Frauenotruf)
9.5 Zufluchtswohnungen
9.6 Interventionsstellen für Opfer häuslicher Gewalt
9.7 Opferhilfeorganisationen
9.7.1 WEISSER RING
10 Fazit/Diskussion
Die Arbeit untersucht die Gründe, warum Frauen trotz physischer oder psychischer Gewalt in ihren Partnerschaften verbleiben, und beleuchtet die verfügbaren Unterstützungs- und Hilfsangebote für Betroffene.
8.1.3 Der Kreislauf der Gewalt: Die Dynamik in Gewaltbeziehungen
Nach zahlreichen Berichten von misshandelten Frauen, entwickelt häusliche Gewalt meist eine eigene Dynamik (Hellbrand, Wieners, Brzank, & Maschewsky-Schneider, 2003, S. 24). Die US-amerikanische Psychologin Walker beschreibt diese Dynamik als „Kreislauf der Gewalt“ und benannte verschiedene Phasen: die Phase des „Spannungsaufbaus“, der „Misshandlung“, der „Reue und Zuwendung“ und das „Abschieben der Verantwortung. (FiF e.V., 2011, S. 13)
1. Phase: Spannungsaufbau: Diese Phase ist geprägt von Demütigungen, Abwertungen, Beschimpfungen oder auch kleineren gewalttätigen Taten. Das Opfer versucht, eine Eskalation zu verhindern und den aggressiven Partner zu beschwichtigen. Die betroffene Frau richtet ihre ganze Aufmerksamkeit auf den Täter, wobei die eigenen Bedürfnisse und Ängste unterdrückt werden. Eine gewisse Zeit gelingt es der Frau noch, den Täter mit Hilfe von Methoden zu beruhigen, welche sich bereits vorher als erfolgreich erwiesen haben. (FiF e.V., 2011, S. 13)
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas häusliche Gewalt und Darstellung des Forschungsinteresses.
2 Stand der Forschung: Zusammenfassung statistischer Daten zur Verbreitung von Partnerschaftsgewalt in Deutschland.
3 Fragestellung der Bachelorarbeit: Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Gründe des Verbleibs in Gewaltbeziehungen und der Hilfsangebote.
4 Methode und Vorgehensweise der Arbeit: Erläuterung der Literaturrecherche über Datenbanken und wissenschaftliche Quellen.
5 Häusliche Gewalt: Definition, Formen, Ursachen und gesundheitliche sowie soziale Folgen der Gewalt.
6 Gewaltschutzgesetz: Darstellung der gesetzlichen Grundlagen zum Schutz von Opfern.
7 Strafverfahren: Informationen über den Ablauf polizeilicher Ermittlungen bei Gewaltvorfällen.
8 Hintergründe des Verbleibens in Gewaltbeziehungen: Analyse psychologischer und sozioökonomischer Faktoren, die eine Trennung erschweren.
9 Hilfsangebote für Frauen: Übersicht über praktische Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
10 Fazit/Diskussion: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbezug der erarbeiteten Erkenntnisse.
Häusliche Gewalt, Partnerschaftsgewalt, Gewaltbeziehung, Frauenhaus, Opferhilfe, Traumabindung, Victim Blaming, Gewaltschutzgesetz, Hilfetelefon, soziale Isolation, Trennung, Empowerment, Interventionsstellen, psychische Gewalt, Stockholm-Syndrom
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Thema der häuslichen Gewalt gegen Frauen und den Faktoren, die ein Verbleiben in solchen Gewaltbeziehungen begünstigen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen von Gewalt, den psychologischen Mechanismen wie dem „Kreislauf der Gewalt“, den Hürden bei einer Trennung sowie den verfügbaren Hilfessystemen.
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Frauen häufig lange in Gewaltbeziehungen verharren und welche institutionellen Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer systematischen Recherche in Fachdatenbanken und der Auswertung relevanter Studien und Berichte basiert.
Der Hauptteil analysiert Täterstrategien, gesellschaftliche Rollenbilder, die Bedeutung von Kindern, finanzielle Abhängigkeiten und verschiedene Hilfsangebote wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Gewaltbeziehung, Hilfssysteme, Opferhilfe, Traumabindung und die verschiedenen Gewaltformen.
Das Modell beschreibt eine sich wiederholende Dynamik in vier Phasen: Spannungsaufbau, Misshandlung, Reue/Zuwendung und das Abschieben der Verantwortung durch den Täter.
Sie ist eine häufige strukturelle Barriere, da fehlende eigene finanzielle Mittel oder Konten den Betroffenen die Flucht und den eigenständigen Neuanfang erschweren.
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