Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. GEGENSTANDSBEREICH
2.1 BILDUNGSSYSTEME
2.2 PISA-STUDIE
2.3 PISA-ERGEBNISSE 2018
3. BILDUNGSSYSTEM DEUTSCHLAND
3.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
3.2 BILDUNGSPOLITIK UND FINANZIERUNG
3.3 VERSCHIEDENEN STUFEN
3.3.1 ELEMENTARBEREICH
3.3.2 PRIMARBEREICH
3.3.3 SEKUNDARBEREICH
3.4 AUSBILDUNG UND PROFESSIONALISIERUNG
3.4.1 LEHRKRÄFTE PRIMAR- UND SEKUNDARBEREICH
3.4.2 PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE ELEMENTARBEREICH
3.5 EVALUATION
3.6 RESÜMEE
4. BILDUNGSSYSTEM KANADA
4.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
4.2 BILDUNGSPOLITIK UND FINANZIERUNG
4.3 VERSCHIEDENE STUFEN
4.3.1 ELEMENTARBEREICH
4.3.2 PRIMARBEREICH
4.3.3 SEKUNDARBEREICH
4.4 AUSBILDUNG UND PROFESSIONALISIERUNG DER PÄDAGOG*INNEN
4.4.1 LEHRKRÄFTE PRIMAR- UND SEKUNDARBEREICH
4.4.2 PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE ELEMENTARBEREICH
4.5 EVALUATION
4.6 RESÜMEE
5. VERGLEICH UND DISKUSSION
6. FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit analysiert die Gründe für die unterschiedlichen Leistungen kanadischer und deutscher Schüler*innen in internationalen PISA-Studien, mit einem besonderen Fokus auf die Strukturen des Elementarbereichs sowie die Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte.
2.1 Bildungssysteme
Diese Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Sliwka, Wittek und Trumpa aus dem Jahr 2017. In dieser untersuchten die Autoren die Bildungssysteme von fünf verschiedenen Ländern: China, Finnland, Japan, Kanada und Südkorea. Diese Länder erreichten alle in den vergangenen Jahren regelmäßig überdurchschnittliche Ergebnisse bei den PISA-Studien. Dabei untersuchten sie die Bildungssysteme der Länder „mehrperspektivisch und länderübergreifend“ (Sliwka u. a. 2017, S. 163). Auf Grundlage dieses Vergleiches stellten sie vier Analogien fest. „(...) die in diesen Analogien zusammengefassten Aspekte scheinen die Bildungssysteme der Länder maßgeblich zu prägen und mit dem erfolgreichen Abschneiden der Schülerinnen und Schüler in Zusammenhang zu stehen“ (Sliwka 2017, S. 163). Im Folgenden werden diese Analogien genauer dargestellt.
(1) „Erste Analogie: Die hohe Bedeutung von Bildung im Kontext gesellschaftlicher Kohäsion“ (Sliwka u. a. 2017, S. 163)
In allen untersuchten Ländern nehmen die Bildungssysteme einen sehr hohen Stellenwert im gesellschaftlichen Zusammenspiel ein. Dies impliziert nicht, dass in den anderen Ländern Bildung keinen hohen Stellwert hat. Die Herausgeberinnen jedoch fest, „dass in den von uns untersuchten Ländern Bildung in weitreichender Form als Motor individueller sowie gesellschaftlicher Entwicklung im Sinne des Gemeinwesens verstanden wird“ (Sliwka u. a. 2017, S. 163). Zur Nutzung dieser Energie und zum Beibehalten des Zusammenspiels „werden bildungspolitisch entsprechend stimmige Rahmenbedingungen auf der Meso- und Makroebene geschaffen“ (Sliwka u. a. 2017, S. 163). Des Weiteren sind die Schulen an erster Stelle kein Ort der Selektion in den ersten 9 Jahren. Diese dienen viel mehr der individuellen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und ermöglichen ihnen Teilhabe und eröffnen Chancen. Der Schulbesuch dient nicht nur dem Kind allein, sondern ist eine Investition für die gesamte Gesellschaft.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung des PISA-Vergleichs und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2. GEGENSTANDSBEREICH: Theoretische Fundierung durch die Vorstellung erfolgreicher Bildungsanalogien und Einführung in die PISA-Studie.
3. BILDUNGSSYSTEM DEUTSCHLAND: Detaillierte Betrachtung der historischen, politischen und strukturellen Merkmale des deutschen Bildungssystems inklusive Professionalisierungsaspekten.
4. BILDUNGSSYSTEM KANADA: Umfassende Untersuchung der kanadischen Bildungslandschaft analog zur deutschen Analyse.
5. VERGLEICH UND DISKUSSION: Synthese der Erkenntnisse und kritischer Abgleich der Bildungssysteme anhand der erarbeiteten Analogien.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Bildungssysteme.
Bildungssystem, PISA-Studie, Elementarbereich, Professionalisierung, Lehrkräfte, Deutschland, Kanada, Bildungspolitik, Chancengleichheit, Schulerfolg, Bildungsfinanzierung, pädagogische Fachkräfte, Schulentwicklung, Leistungsbewertung.
Die Arbeit vergleicht die Bildungssysteme Deutschlands und Kanadas, um zu verstehen, warum kanadische Schüler*innen in internationalen Vergleichsstudien wie PISA häufig besser abschneiden als deutsche.
Im Zentrum stehen die Struktur des Bildungswesens, die Ausbildung und Professionalisierung des pädagogischen Personals sowie die frühkindliche Bildung und Betreuung.
Die Forschungsfrage lautet: „Warum ist Kanada im Gegensatz zu Deutschland unter den ersten Plätzen bei den PISA-Studien? Welche Rolle spielen der Elementarbereich und die Professionalisierung der frühpädagogischen Fachkräfte hierbei?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Publikationen und Studien vergleicht und auf Basis spezifischer Analogien (nach Sliwka et al.) diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der historischen Entwicklung, Finanzierung, Schulstufen und Ausbildungssysteme beider Länder, gefolgt von einer vergleichenden Diskussion.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie PISA-Studie, Bildungsvergleich, Professionalisierung, Elementarbildung und Chancengleichheit charakterisieren.
Deutschland selektiert Schüler*innen vergleichsweise früh durch das gegliederte Schulsystem, während Kanada primär auf integrierte Schulformen setzt, was die Chancengleichheit begünstigt.
Ein hoher Professionalisierungsgrad und kontinuierliche Weiterbildung des Personals, besonders im Elementarbereich, werden als wesentliche Faktoren für die besseren Leistungen in Kanada identifiziert.
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