Masterarbeit, 2008
77 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 Methodik und Aufbau
2.2 Definition fundamentaler Begriffe
3 Der Status quo: Bindung aus wissenschaftlicher Sicht
3.1 Die Paarbeziehung
3.1.1 Aufbau sozialer Netzwerke
3.1.2 Gestaltung von Paarbeziehungen
3.1.3 Auflösung von Partnerschaften
3.2 Soziale Bindungen im beruflichen Umfeld
4 Transfer von Bindungselementen in Paarbeziehungen auf die betriebliche Praxis
4.1 Verknüpfung von Paarbeziehung und Retention Management
4.1.1 Vor der Einstellung von High- und Top-Potentials
4.1.2 Während der Beschäftigung
4.1.3 Auflösung von Arbeitsverhältnissen zu High- und Top-Potentials
4.2 Hindernisse und Barrieren
5 Implementierung von nachhaltigen Bindungsstrategien für High- und Top-Potentials
5.1 Voraussetzungen und Vorgehensweise im Change-Prozess
5.2 Besonders zu berücksichtigende Faktoren
5.2.1 Werteentwicklung und -wandel
5.2.1 Einflüsse der demografischen Entwicklung
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Problem des Retention Managements von High- und Top-Potentials und zielt darauf ab, innovative, langfristige Bindungsstrategien zu entwickeln, indem psychologische Bindungselemente aus Paarbeziehungen auf die betriebliche Praxis übertragen werden.
3.1.2 Gestaltung von Paarbeziehungen
Nachdem im vorangegangenen Abschnitt die Grundlagen für den Aufbau von Beziehungen gelegt wurden, wird nun detaillierter auf die Ausgestaltung von Bindungen eingegangen sowie auf die zu unterscheidenden Bindungsstile.
Als Grundlage für die Untersuchungen ist stets das Selbst- und Fremdbild der Beteiligten zu berücksichtigen. Das heisst für die Gestaltung der Partnerschaft ist es wesentlich, wie die jeweiligen Personen sich selbst und auch ihre Bezugspersonen wahrnehmen. So kann eine Person sich selbst zum Beispiel positiv beurteilen, aber dem Partner misstrauen. Oder sie kann sich selbst negativ bewerten und den Partner für verlässlich halten. Dieses Arbeitsmodell lässt sich wie folgt verdeutlichen.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die Herausforderungen des Retention Managements für High- und Top-Potentials und Darlegung der Forschungszielsetzung.
2 Grundlagen: Definition der zentralen Begrifflichkeiten und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie des Aufbaus der Arbeit.
3 Der Status quo: Bindung aus wissenschaftlicher Sicht: Theoretische Untersuchung von Paarbeziehungen und deren Übertragbarkeit auf das berufliche Umfeld unter psychologischen Aspekten.
4 Transfer von Bindungselementen in Paarbeziehungen auf die betriebliche Praxis: Praktische Anwendung der gewonnenen Bindungstheorien auf die verschiedenen Stadien des Arbeitsverhältnisses mit Leistungsträgern.
5 Implementierung von nachhaltigen Bindungsstrategien für High- und Top-Potentials: Diskussion von Voraussetzungen für Change-Prozesse sowie Einflussfaktoren wie Werteentwicklung und Demografie.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der theoretischen Untersuchung und Ausblick auf notwendige empirische Überprüfungen sowie globale Analysen.
Retention Management, High-Potentials, Top-Potentials, Bindungsstrategien, Paarbeziehung, Mitarbeiterbindung, Personalentwicklung, Bindungsstile, Soziale Austauschtheorie, Change-Management, Unternehmenskultur, demografische Entwicklung, Wertewandel, Leistungsfähigkeit, Führungsstil.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen hochqualifizierte Leistungsträger (High- und Top-Potentials) dauerhaft binden können, indem sie Konzepte und Erkenntnisse aus der psychologischen Bindungsforschung von Paarbeziehungen auf den beruflichen Kontext übertragen.
Die zentralen Felder umfassen das Retention Management, psychologische Theorien zu Bindungsstilen, die Analyse von Führungskulturen sowie die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Wertewandel und demografischen Herausforderungen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung außergewöhnlicher, praxisnaher Bindungsstrategien für High- und Top-Potentials, die über klassische Anreizsysteme hinausgehen und eine tiefere, nachhaltige Bindung ermöglichen.
Es wird die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse der empirischen Sozialwissenschaften angewandt, basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Analyse fachwissenschaftlicher Texte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Bindungsmodelle), den Transfer dieser Theorien auf die betriebliche Praxis während der verschiedenen Phasen eines Arbeitsverhältnisses sowie die praktische Implementierung von Bindungsstrategien in Change-Prozessen.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Retention Management, High- und Top-Potentials, Bindungsstile, psychologischer Vertrag und betriebliche Personalbindung.
High-Potentials sind sich ihres Marktwertes bewusst und verhalten sich daher oft opportunistischer. Ihre Bindung an das Unternehmen ist stärker von individuellen Entwicklungszielen und der Qualität der zwischenmenschlichen Führung abhängig als von reiner Arbeitsplatzsicherheit.
Der Wertewandel hin zur Individualisierung führt dazu, dass Mitarbeiter hierarchische Strukturen weniger akzeptieren. Bindungsstrategien müssen daher flexibler werden und den Menschen als Individuum stärker in den Mittelpunkt der Unternehmensführung rücken.
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