Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sachverhalt
2.1. Grundfall
2.1.1. Abwandlung
2.2. Allgemeines zur Abhandlung
3. Lösung Grundfall
3.1. Zivilrechtlich (Vorüberlegungen)
3.2. Gesellschaftsrechtlich
3.3. Ertragsteuerliche Auswirkungen
3.4. Gewerbesteuerrechtlich
3.5. Erbschaftsteuerrechtlich
3.5.1. Ermittlung steuerpflichtiger Erwerb Erbengemeinschaft
3.5.1.1. Vorüberlegungen
3.5.1.2. Vereinfachtes Ertragswertverfahren
3.5.1.3. Ermittlung begünstigtes Vermögen
3.5.1.4. Ermittlung steuerpflichtiger Erwerb FM
3.5.2. Ermittlung festzusetzende Erbschaftsteuer für FM
4. Darstellung in DATEV
4.1. Anlage BV und Berechnung begünstigtes Vermögen
4.2. Berechnung der Erbschaftsteuer FM
5. Lösung Abwandlung
5.1. Zivilrechtlich
5.2. Gesellschaftsrechtlich
5.3. Ertragsteuerliche Auswirkungen
5.4. Gewerbesteuerrechtlich
5.5. Erbschaftsteuerrechtlich
5.5.1. Allgemein
5.5.1.1. Vorüberlegungen
5.5.1.2. Vereinfachtes Ertragswertverfahren
5.5.1.3. Ermittlung steuerpflichtiger Erwerb JM
5.5.2. Ermittlung festzusetzende Erbschaftsteuer für JM
6. Darstellung Abwandlung in DATEV
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die steuerlichen und rechtlichen Implikationen der Übertragung eines Einzelunternehmens im Erbfall. Dabei wird anhand eines Praxisfalls analysiert, wie sich die zivilrechtliche Gestaltung (Gesetzliche Erbfolge vs. Testament) auf die Erbschaftsteuerlast auswirkt und wie diese Sachverhalte in der Software DATEV abgebildet werden.
3.5.1.2. Vereinfachtes Ertragswertverfahren
Die Bereicherung des Erwerbers wird ermittelt, durch die Bewertung der Vermögensgegenstände, wie dem BV (weitere Erklärung s. Punkt 3.5.1.3). BV sind alle Teile eines Gewerbebetriebs nach § 15 Abs. 1 und 2 EStG, die bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum BV gehören. Ein solches BV ist nach § 109 Abs. 1 S. 1 BewG mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Die Regelung, dass der Substanzwert nicht unterschritten werden darf, gilt entsprechend, § 109 Abs. 1 S. 2 BewG.
Da lt. Sachverhalt weder der Substanzwert (vorgegeben) unterschritten, noch eine Ableitung aus Verkäufen ermittelbar ist, kann folglich das vereinfachte Ertragswertverfahren angewendet werden, solange dieses nicht zu einem offensichtlich unzutreffenden Ergebnis führt. Der zukünftig nachhaltig erzielbare Jahresertrag ist aus den letzten drei abgelaufenen Wirtschaftsjahren (->vor Stichtag) über den Durchschnittsertrag herzuleiten, welcher die Summe der Betriebsergebnisse dieser drei Jahre (Ausgangswerte s. Anlage 1), dividiert durch drei ist. Das Betriebsergebnis ist vorher i.S.d. § 202 BewG zu modifizieren.
Objektive Umstände die zu einer nachhaltigen Veränderung des Jahresertrags, vor allem durch den Tod des Betriebsinhabers und dessen Kenntnisse/Fähigkeiten, führen könnten, sind nicht anzunehmen; da JM bereits seit Jahren der Koch der Gaststätte ist und er Kenntnis über Rezepte etc. hat.
Die so ermittelte Grundlage (->“Jahresertrag“) ist mit dem Kapitalisierungsfaktor 13,75 zu multiplizieren und ergibt den Ertragswert. Außerdem sind die Vorgaben des § 200 Abs. 2 bis Abs. 4 BewG zu beachten und die errechneten Werte zum Ertragswert zu addieren.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Unternehmensvererbung und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Sachverhalt: Beschreibung des zu untersuchenden Grundfalls und der Abwandlung unter Berücksichtigung familiärer Verhältnisse und Unternehmensdaten.
3. Lösung Grundfall: Detaillierte zivil-, gesellschafts- und steuerrechtliche Prüfung des Grundfalls sowie Ermittlung der Erbschaftsteuer.
4. Darstellung in DATEV: Praktische Umsetzung der steuerlichen Berechnungen in der DATEV-Software für den Grundfall.
5. Lösung Abwandlung: Analyse der testamentarischen Gestaltung und deren abweichende steuerliche Folgen im Vergleich zum Grundfall.
6. Darstellung Abwandlung in DATEV: Dokumentation der Erfassung der Abwandlung im DATEV-System.
7. Fazit: Zusammenfassender Vergleich der steuerlichen Gesamtbelastung zwischen Grundfall und Abwandlung.
Erbschaftsteuer, Einzelunternehmen, Bewertungsgesetz, ErbStG, Unternehmensnachfolge, Erbengemeinschaft, vereinfachtes Ertragswertverfahren, begünstigtes Vermögen, DATEV, Steuerbefreiung, Betriebsvermögen, Testament, Vermächtnis, Erbfallkosten, Freibeträge
Die Arbeit behandelt die steuerlichen Herausforderungen bei der Übertragung eines Einzelunternehmens im Todesfall und analysiert verschiedene Szenarien der Nachfolge.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Erbschaftsteuerrecht, dem Bewertungsgesetz sowie der praktischen Anwendung in DATEV-Formularen.
Ziel ist es, die steuerliche Behandlung der Unternehmensvererbung anhand eines Praxisbeispiels transparent darzustellen und die Auswirkungen verschiedener erbrechtlicher Gestaltungen aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine fallbasierte Analyse, bei der gesetzliche Regelungen des Erbschaftsteuer- und Bewertungsgesetzes auf einen konkreten Sachverhalt angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Lösung eines Grundfalls (gesetzliche Erbfolge) und einer Abwandlung (Testament) unter Einbeziehung zivil- und steuerrechtlicher sowie buchhalterischer Aspekte.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Erbschaftsteuer, Unternehmensnachfolge, begünstigtes Vermögen, DATEV und ErbStG.
Diese Trennung ist entscheidend für die Inanspruchnahme von Steuerbegünstigungen nach § 13a ErbStG, da nur begünstigtes Betriebsvermögen steuerlich entlastet wird.
Die Software dient als praxisnahes Instrument zur Abbildung der komplexen steuerlichen Berechnungen und verdeutlicht die Datenerfassung für die Erbschaftsteuererklärung.
Im Grundfall liegt eine gesetzliche Erbfolge vor, die zur Entstehung einer Erbengemeinschaft führt, während in der Abwandlung durch ein Testament ein Alleinerbe bestimmt wird.
Durch die testamentarische Gestaltung können Freibeträge der Miterben gezielter genutzt werden, was zu einer optimierten steuerlichen Gesamtbelastung führen kann.
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