Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Namen
2.1 Definitionsgrundlage - Was ist ein Name?
2.2 Namentypen und Klassifikation
2.2.1 Gewässernamen
2.2.2 Flussnamen
3. Genus
3.1 Definitionsgrundlage – Was ist Genus?
3.2 Genus bei Namen
3.3 Genus bei Gewässer- und Flussnamen
4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen
4.1 Methodik und Korpus
4.2 Ergebnisse
4.3 Diskussion
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen, um zu klären, warum bei ansonsten ähnlichen Objekten unterschiedliche Artikel verwendet werden (z. B. der Rhein vs. die Elbe), und ob sich hierfür systematische Regelhaftigkeiten oder etymologische Muster identifizieren lassen.
2.1 Definitionsgrundlage - Was ist ein Name?
Zuerst sollte bei der Frage, nach welchem Schema Genus Flussnamen zugeordnet wird, die Definition von Namen geklärt werden. Was genau ist ein Name? Was genau unterscheidet einen Namen von einem Wort? Was genau bezeichnet ein Name? Es gibt von mehreren Namenkundeforschern Definitionen für „Namen“, die ich als Grundlage im Folgenden einmal zusammenfassen möchte.
Friedhelm Debus stellt sich der Frage „Was ist überhaupt ein Name, und was ist ein Wort?“ (Debus 1966: S. 4). Diesen Unterschied möchte ich darstellen, jedoch beabsichtige ich dabei den Unterschied und die Beziehung zwischen Namen und Appellativen aufzuzeigen. Damaris Nübling definiert Namen folgendermaßen: „Alles, was etwas heißt, trägt einen Namen […].“ (Nübling, Fahlbusch und Heuser 2015: S. 17). Dabei gibt sie keine Voraussetzungen oder Kriterien für einen Namen an, sondern stellt dar, dass alles einen Namen haben kann. Sie fügt jedoch auch hinzu, dass Namen, im Gegensatz zu anderen Unterwortarten, oft von der Regel abweichen und eine Sonderstellung einnehmen (vgl. Nübling, Fahlbusch und Heuser 2015: S. 12).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, warum deutsche Flussnamen unterschiedliche Genera aufweisen, und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung dieser Thematik.
2. Namen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Namens in der Onomastik, grenzt ihn von Appellativen ab und klassifiziert verschiedene Namenarten, mit einem Fokus auf Gewässer- und Flussnamen.
3. Genus: Es werden die theoretischen Grundlagen des Genus im Deutschen erläutert, verschiedene Prinzipien der Genuszuweisung vorgestellt und deren spezifische Anwendung auf Eigennamen und Gewässernamen diskutiert.
4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen: Das Kapitel präsentiert die methodische Gestaltung der Untersuchung an einem Korpus aus Wikipedia und dem Werk von Albrecht Greule, stellt die Ergebnisse zur Genusverteilung dar und diskutiert diese kritisch hinsichtlich möglicher Regelhaftigkeiten.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Hypothese, dass deutsche Flussnamen grundsätzlich feminin sind, sofern keine abweichende Wortbedeutung vorliegt, und beantwortet die Ausgangsfrage nach den Genusunterschieden bei Rhein, Donau und Elbe.
Namensforschung, Onomastik, Genus, Flussnamen, Gewässernamen, Hydronyme, Grammatik, Etymologie, Sprachgeschichte, Genuszuweisung, Appellativa, Eigennamen, Korpusanalyse, Wortbedeutung, Suffixe
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse, nach welchen Regeln oder Mustern das grammatische Geschlecht (Genus) bei deutschen Flussnamen vergeben wird.
Die Arbeit umfasst die Namenkunde (Onomastik), die Genustheorie in der deutschen Sprache sowie die etymologische Analyse von Flussbezeichnungen.
Das Ziel ist es, die Frage zu klären, warum manche Flüsse im Deutschen maskulin (der Rhein) und andere feminin (die Elbe, die Donau) sind, und ob sich daraus eine allgemeine Regel ableiten lässt.
Die Arbeit nutzt eine empirische Korpusanalyse von über 1000 deutschen Flussnamen in Kombination mit einer etymologischen Untersuchung historischer Namensformen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Namen und Genus sowie die empirische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten zu Flussnamen und deren Etymologie.
Die zentralen Begriffe sind Hydronyme, Genuszuweisung, etymologische Wortbedeutung, Onomastik und linguistische Regelhaftigkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass bestimmte Endungen wie -au oder -itz fast ausnahmslos zu einem femininen Genus führen, während das Suffix -bach häufig ein maskulines Genus bedingt.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Flussnamen im Deutschen grundsätzlich feminin sind, es sei denn, eine spezifische Wortbedeutung im Namen (wie etwa durch das Suffix -bach) oder eine historische Form (z.B. auf -os) erzwingt ein anderes Genus.
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