Magisterarbeit, 2008
120 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
1. Persönliche Motivation
II. Hinführung: Fußball, Medien und Sprache
1. Fußballsprache als Untersuchungskorpus
1.1 Fußball als mediatisierte Wirklichkeit
1.2 Was ist Fußballsprache?
2. Medien und Fußballberichterstattung
2.1 Die historische Entwicklung der Medienformen
2.2 Die Differenzierung der Medienformen anhand kommunikativer Aspekte
III. Weiterführung: Sprache der Fußballberichterstattung
1. Komposition
2. Derivation
3. Auslassungen
4. Parenthesen
5. Dominierende Wortfelder
5.1 ‚Gewalt’
5.2 ‚Leistung’
5.3 ‚Unterhaltung’
6. Metaphorik
7. Metonymie
8. Simplifizierende Abstraktion
9. Superlativstil/Hyperbolik
10. ‚Human-Touch’
11. Personalisierung
12. Pathos
13. Euphemismen
14. Nationalismus
15. Spitz-, Beinamen und Antonomasien
16. Sonstiges
IV. Analyse zeitgleicher Fußballberichterstattung im Fernsehen
1. Komposition
2. Derivation
3. Auslassungen
4. Parenthesen
5. Dominierende Wortfelder
5.1 ‚Gewalt’
5.2 ‚Leistung’
5.3 ‚Unterhaltung’
6. Metaphorik
7. Metonymie
8. Simplifizierende Abstraktion
9. Superlativstil/Hyperbolik
10. ‚Human-Touch’
11. Personalisierung
12. Pathos
13. Euphemismen
14. Nationalismus
15. Spitz-, Beinamen und Antonomasien
16. Sonstiges
17. Weitere Auffälligkeiten
V. Schluss
Die Arbeit untersucht die sprachliche Gestaltung und die spezifischen Charakteristika der Fußballberichterstattung, insbesondere in Bezug auf deren Live-Erscheinungsform im Fernsehen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sprachliche Mittel zur Dramatisierung, Unterhaltung und Vermittlung von emotionalen Inhalten eingesetzt werden, um ein Massenpublikum zu binden.
1.2.2 Die Fachsprache
Die Fachsprache des Fußballs benennt „das unbedingt Notwendige“ der Sportart. Sie besteht „aus nüchternen und unmissverständlichen ‚termini technici’ [...] und [stellt] die Sprache der Reglementierung, der Techniken und der Methodik dar[...].“ Unter ersterer sind vor allem „die Bezeichnungen der Spielfeldelemente und -markierungen (Tor, Torraum, Seitenlinie), der Spielfortsetzungen nach Unterbrechungen (indirekter Freistoß, Abstoß, Eckstoß) sowie der Strafen (Verwarnung, Feldverweis) und die Bezeichnungen der taktischen Systeme und Spielpositionen (Catenaccio, W-M-System, Innenverteidiger, Viererkette, Mittelstürmer)“ zu verstehen. Ebenfalls müssen hier die Ausdrücke aufgeführt werden, die im Regelwerk verankerte Bezeichnungen für bestimmte Spielereignisse darstellen. In Bezug darauf sind Begriffe wie Halbzeit, Nachspielzeit, Verlängerung oder Elfmeterschießen zu nennen. Fachsprachliche Bezeichnungen wie Fallrückzieher, Außenrist, Heber oder Übersteiger sind der Kategorie der Fußballtechniken zuzuordnen und Begriffe wie Koordinationstraining oder Fußballtennis konstituieren den Bereich der Fußballmethodik. Allgemein tendiert die Fachsprache dazu „komplizierte und komplexe Vorgänge aus kommunikationsökonomischen Gründen zu raffen und in einem Lexem zu komprimieren“.
I. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Arbeit durch eine Reflexion über die soziologische und kulturelle Bedeutung des Fußballs in Deutschland und motiviert die Untersuchung der spezifischen Fußballsprache im Fernsehen.
II. Hinführung: Fußball, Medien und Sprache: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Fußballsports sowie dessen Wandlung zum globalen Medienspektakel und differenziert die verschiedenen Medienformen anhand ihrer kommunikativen Merkmale.
III. Weiterführung: Sprache der Fußballberichterstattung: Hier werden zentrale linguistische Merkmale wie Komposition, Derivation, Metaphorik und verschiedene dominierende Wortfelder theoretisch definiert und in den Kontext der Sportberichterstattung gesetzt.
IV. Analyse zeitgleicher Fußballberichterstattung im Fernsehen: Im Hauptteil erfolgt die praktische linguistische Analyse eines Live-Kommentars von Béla Réthy zum Spiel um Platz Drei der WM 2006, wobei die zuvor definierten Stilmerkmale methodisch angewendet werden.
V. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die stilistischen Phänomene der Fußballsprache vor dem Hintergrund der soziologischen und marktwirtschaftlichen Anforderungen an eine moderne Sportberichterstattung.
Fußballsprache, Sportberichterstattung, Fußball, Fernsehen, Mediatisierung, Metaphorik, Hyperbolik, Fachsprache, Fachjargon, Sportjournalismus, Sprachökonomie, Live-Kommentar, Pathos, Personalisierung, Linguistik.
Die Arbeit untersucht die Eigenarten der zeitgenössischen Fußballsprache, wobei der Fokus auf der spezifischen Ausprägung in der medialen Berichterstattung liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Fußballs als Mediensportart, der linguistischen Differenzierung in Fachsprache und Jargon sowie der stlistischen Analyse von Live-Reportagen.
Das Ziel ist es, die Fußballsprache strukturell zu erklären und diese Kennzeichen durch eine linguistische Analyse eines konkreten Live-Kommentars auf ihre Anwendbarkeit und Wirkung zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven theoretischen Aufarbeitung linguistischer Stilmittel, die im analytischen Teil anhand einer selbst erstellten Transkription eines WM-Spiels systematisch auf das gesprochene Wort angewendet wird.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der theoretischen Stilmerkmale – wie Komposition, Metaphorik oder Pathos – auf das konkrete Transkript eines Fußballspiels im Fernsehen.
Begriffe wie Fußballsprache, Sportjournalismus, Mediatisierung, Metaphorik und Hyperbolik stehen im Zentrum der terminologischen Auseinandersetzung.
Konrad Koch wird als „Fußballpionier“ gewürdigt, der durch seine frühe Eindeutschung englischer Fußballbegriffe maßgeblich zur Entstehung einer deutschen Sportsprache beigetragen hat.
Der Kommentar dient als aktuelles und sportlich relevantes Fallbeispiel eines Auftritts der deutschen Nationalmannschaft vor einem Massenpublikum, um die typische moderne Fußballberichterstattung exemplarisch zu untersuchen.
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