Bachelorarbeit, 2021
28 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forderung nach mehr Gendergerechtigkeit: Wie sollte ein gendergerechter Philosophieunterricht aussehen?
2.1. Was bedeutet gendergerecht zu unterrichten?
2.2. Fragen und Herausforderungen an einen gendergerechten Philosophieunterricht
2.3. Kriterien für einen gendergerechten Philosophieunterricht
3. Ekkehard Martens’ Philosophiedidaktik
3.1. Philosophieren als Kulturtechnik und das Methodenparadigma
3.2. Weiterführende Vorschläge nach Martens
3.3. Martens’ Verständnis von einem guten Philosophieunterricht
4. Martens’ Ansätze und gendergerechter Philosophieunterricht
4.1. Herausforderungen und Chancen der Didaktik von Martens für einen gendergerechten Philosophieunterricht
4.2. Kulturtechnik als Grundstein für einen gendergerechten Philosophieunterricht
5. Gendergerechter Philosophieunterricht als guter Philosophieunterricht
6. Zusammenfassung
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit der philosophiedidaktischen Ansätze von Ekkehard Martens mit aktuellen Forderungen und Kriterien eines gendergerechten Philosophieunterrichts. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern Martens' Konzepte – insbesondere das des Philosophierens als Kulturtechnik – gendergerechte Aspekte integrieren oder erweitern können, um einen Beitrag zur Diskussion um die Umsetzung von Gendergerechtigkeit in der schulischen Praxis zu leisten.
3.1. Philosophieren als Kulturtechnik und das Methodenparadigma
Martens’ Didaktik, insbesondere in „Methodik des Ethik- und Philosophieunterrichts“ (2003), intendiert in erster Linie die Beantwortung der Grundfragen, was Philosophie ist und wie sie unterrichtet werden soll. Dazu versucht Martens außerdem festzustellen, welche die Methode des Philosophieunterrichts ist (Martens 2003: 46f.). Die Absicht des Autors besteht darin, die Relevanz des Philosophieunterrichts zu verdeutlichen und es als solches zu rechtfertigen, indem er seine konkrete Methode bestimmt (ebd.).
Martens’ Argumentation besteht darin, dass Philosophie ein Allgemeingut sei, das für jeden zugänglich ist (Martens 2003: 13). Philosophie kann als „Lebenskunst“ angesehen werden, mittels derer man aufgrund ihrer bestehenden Präsenz versucht gesellschaftliche Orientierungsfragen zu beantworten (ebd.). Somit kann Martens auch als Vordenker des Konzepts der Problemorientierung angesehen werden, an den zahlreiche DidaktikerInnen, wie Sistermann, angeknüpft haben.
Philosophie geht dabei von konkreten Fragen aus, die Grundfragen unseres Denkens und Handelns zum Inhalt haben (Martens 2003: 19). Unter Berücksichtigung der Lebenswelt der SuS kann Philosophie als Selbstzweck des Wissens oder als Orientierung für das Leben verstanden werden (Martens 2003: 20). Dabei fördere das Philosophieren und Philosophierenlernen ebenso grundlegende Kompetenzen (wie z.B. das Argumentieren und Diskutieren), das den Zielen der Schule zu Mündigkeit, Nachdenklichkeit und Demokratiefähigkeit zu erziehen genüge (Martens 2003: 36).
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Relevanz der Genderfrage im Philosophieunterricht und stellt die Forschungsfrage nach der Vereinbarkeit von Martens' Didaktik mit gendergerechten Bildungsansätzen.
2. Forderung nach mehr Gendergerechtigkeit: Wie sollte ein gendergerechter Philosophieunterricht aussehen?: Dieses Kapitel definiert den Genderbegriff, beleuchtet aktuelle Herausforderungen und erarbeitet Kriterien für die Umsetzung eines gendergerechten Philosophieunterrichts.
3. Ekkehard Martens’ Philosophiedidaktik: Hier wird der Ansatz von Martens erläutert, insbesondere das Paradigma des Philosophierens als elementare Kulturtechnik und sein dialogisch-problemorientiertes Methodenkonzept.
4. Martens’ Ansätze und gendergerechter Philosophieunterricht: In diesem Hauptteil erfolgt die kritische Analyse der Martensschen Didaktik hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf gendergerechte Kriterien und der Potenzialerweiterung durch die Genderperspektive.
5. Gendergerechter Philosophieunterricht als guter Philosophieunterricht: Das Kapitel argumentiert, dass ein gendergerechter Unterricht keinen Widerspruch zu bewährten Formen darstellt, sondern diese als „guten“ Philosophieunterricht ergänzt.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Martens' Didaktik um die Genderperspektive erweitert und genutzt werden kann.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer bewussteren Umsetzung von Genderfragen im Unterricht und fordert weitere empirische Forschung zur Effizienz dieser Ansätze.
Philosophiedidaktik, Ekkehard Martens, Gendergerechtigkeit, Kulturtechnik, Methodenparadigma, Geschlechterdemokratie, Philosophieunterricht, Schulerfolg, Genderperspektive, Mündigkeit, Problemorientierung, Geschlechterrollen, Inklusion, Schulphilosophie, Bildungskonzepte
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Philosophiedidaktik von Ekkehard Martens auseinander und untersucht, wie diese mit dem aktuellen Anspruch an einen gendergerechten Philosophieunterricht vereinbart werden kann.
Zentrale Felder sind die Bedeutung von Gendergerechtigkeit im Schulsystem, die Definition eines gendergerechten Unterrichts und die Übertragung dieser Kriterien auf die methodischen und inhaltlichen Ansätze von Martens.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern lassen sich Kriterien für einen gendergerechten Philosophieunterricht mit dem didaktischen Ansatz von Ekkehard Martens vereinbaren oder widersprechen sie sich?
Es handelt sich um eine theoriebasierte Analyse, die primäre philosophiedidaktische Quellen (insbesondere Martens 2003 und aktuelle Fachliteratur wie Bussmann 2019) vergleichend auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Martensschen Didaktik, die Analyse ihrer Übereinstimmungen und Differenzen zu gendergerechten Kriterien sowie die Diskussion über die Erweiterung des Begriffs der Kulturtechnik.
Philosophiedidaktik, Ekkehard Martens, Gendergerechtigkeit, Kulturtechnik, Methodenparadigma und Geschlechterdemokratie bilden den Kern der terminologischen Basis.
Die Autorin sieht darin keinen Ausschlussgrund für Gendergerechtigkeit, sondern erkennt in Martens' offenem, schülerorientiertem und dialogischem Ansatz einen nutzbaren Spielraum für die Integration der Genderperspektive.
Indem man die Genderperspektive als Teil der menschlichen Kultur begreift, lässt sie sich in Martens' Konzept der Kulturtechnik integrieren, was die Notwendigkeit ihrer Thematisierung im Unterricht legitimiert.
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