Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Forschungsdefizit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Talent
2.1.2 Durchlässigkeit
2.1.3 Kategorisierung nach Leistungsniveau beim Debüt
2.1.4 Kategorisierung nach benötigtem Zeitraum bis zum Debüt
2.1.5 Relative Age Effect
3 Empirische Untersuchung
3.1 Fragestellung und Hypothese
3.2 Methodik
3.2.1 Untersuchungsobjekt und Datenerhebung
3.2.2 Untersuchungsgang
3.2.3 Statistische Methoden
3.2.4 Methodenkritik
3.2.5 Überprüfung der Gütekriterien
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Durchlässigkeit des 1. FC Köln
3.3.2. Fallbeispiele
3.4 Anwendung der Fragestellung
4 Diskussion
4.1 Ausblick
5 Zusammenfassung
Die Bachelorarbeit analysiert die Durchlässigkeit von Junioren-Nationalspielern in den Profifußball seit der Einführung der Nachwuchsleistungszentren (NLZs) in Deutschland. Dabei wird untersucht, inwiefern eine Zugehörigkeit zu U17- oder U19-Nationalmannschaften den Sprung in den Profibereich begünstigt und welche Faktoren, wie beispielsweise das Leistungsniveau, der Ausbildungsverein oder der Relative Age Effect (RAE), den Karriereverlauf beeinflussen.
2.1.5 Relative Age Effect
Um die Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche zu gewähren, werden diese mittels ihres chronologischen Alters häufig in Jahrgänge eingeteilt. Dies kommt sowohl im Alltag, z.B. in der Schule, aber auch im Sport vor. So setzte die FIFA im Jahr 1997 den 1. Januar als Startdatum zur Spielerauswahl für internationale Turniere fest (HELSEN et al., 2005). Diese Einteilung in Altersklassen soll einen fairen Wettkampf und gleiche Chancen auf Erfolg gewährleisten, da so nur Kinder und Jugendliche mit dem gleichen altersgemäßen Entwicklungsstand gegeneinander antreten (Ebd.). Die Einteilung erfolgt meist in Jahrgängen oder Doppeljahrgängen. So dürfen zu einer U17-Mannschaft im Fußball nur Spieler ausgewählt werden, die in diesem Jahr erst das 17. Lebensjahr vollenden oder jünger sind (vgl. LAMES et al., 2008). Allerdings unterscheiden sich auch innerhalb einer Altersklasse die Entwicklungsstände auf Grund individuellen Wachstums- und Reifungsprozessen, was zu Diskrepanzen zwischen dem kalendarischen und dem biologischen Alter führt.
Nach WEINECK können drei Entwicklungstypen unterschieden werden. Stimmen das kalendarische und das biologische Alter überein, spricht man von einem Normalentwickler. Wurden die körperlichen Entwicklungsphasen beschleunigt durchschritten, gilt eine Person als akzeleriert, also als Frühentwickler. Beim Retardierten (Spätentwickler) ist diese Entwicklung um ein oder auch mehrere Jahre verzögert (2007, S. 175). Da Ausdauer (vgl. WEINECK, 2007, S. 345) und auch die Kraft in einem hohen Maße mit dem biologischen Alter, der Körpergröße und dem Körpergewicht korrelieren (FREY, 1978, S. 174; nach WEINECK, 2007, S. 176), kommt es bei der Selektion junger Talente für Auswahlmannschaften und Förderprogrammen trotz der Einteilung in Altersklassen zu einem seit längerem bekannten und auch hinreichend dokumentierten Effekt - dem 'Relative Age Effect'. Der Relative Age Effect, kurz RAE, wird in der Literatur im Zusammenhang mit schulischem Erfolg bereits 1963 von DICKINSON & LARSEN erwähnt. Als Entdecker der ungleichen Geburtenverteilung im Sport gelten vor allem BARNSLEY et al. (1985).
1 Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der deutschen Nachwuchsförderung nach dem sportlichen Misserfolg bei der EM 2000 und die Einführung der NLZs.
2 Theoretische Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Talent und Durchlässigkeit und erläutert den Relative Age Effect sowie die Kategorisierungssysteme für Leistungsniveaus.
3 Empirische Untersuchung: Beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung und Analyse der U17- und U19-Nationalspieler sowie die spezifische Betrachtung des 1. FC Köln.
4 Diskussion: Setzt die Ergebnisse in den wissenschaftlichen Kontext, reflektiert die Effektivität der DFB-Eliteförderung und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.
5 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse hinsichtlich Durchlässigkeit, RAE und dem Erfolg der Talentförderung kompakt zusammen.
Nachwuchsleistungszentrum, Durchlässigkeit, Talentförderung, U17-Nationalmannschaft, U19-Nationalmannschaft, Relative Age Effect, RAE, Profifußball, Leistungsniveau, DFB, Karrierestart, Selektion, Juniorenfußball, Eliteförderung, Transferhistorie
Die Arbeit analysiert die Erfolgsquote von deutschen Junioren-Nationalspielern beim Übergang in den Profifußball seit der verpflichtenden Einführung von Nachwuchsleistungszentren.
Die zentralen Felder umfassen die Messung der Durchlässigkeit, das Leistungsniveau beim Debüt, den Einfluss des Geburtszeitpunkts (Relative Age Effect) und die Bedeutung des Ausbildungsvereins.
Das Ziel ist es, zu bestimmen, wie hoch die Durchlässigkeitsrate ist und welche Faktoren, wie z.B. der Wechsel des Vereins oder das Alter bei der Erstnominierung, den Sprung in den Profibereich beeinflussen.
Es handelt sich um eine quantitative Analyse, die auf Kaderlisten und Leistungsdaten basiert, ergänzt durch statistische Testverfahren wie den Chi²-Test und den Mann-Whitney-U-Test.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die detaillierte empirische Auswertung der U17- und U19-Nationalspieler sowie eine vertiefende Fallbeispielanalyse.
Wichtige Begriffe sind Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), Durchlässigkeit, Talent, Relative Age Effect (RAE) und Eliteförderung.
Der Effekt ist bei Jüngeren stärker ausgeprägt, da sich körperliche Reifeunterschiede während der Pubertät massiver auf die Selektion auswirken; im höheren Alter gleichen sich diese Unterschiede zunehmend an.
Die Analyse zeigte, dass die Durchlässigkeitsquote beim 1. FC Köln in beiden untersuchten Altersklassen über dem allgemeinen Durchschnitt der Nationalspieler liegt.
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