Diplomarbeit, 2008
99 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Allgemeine begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Risiko und Risikomanagement
2.1.1 Risikodefinition
2.1.2 Risikoklassifikationen
2.1.3 Begriff und Konzeptionen des Risikomanagements
2.1.3.1 Definition und historische Entwicklung des Risikomanagements
2.1.3.2 Phasen des Risikomanagementprozesses
2.2 Materialbeschaffung
2.2.1 Definition „Materialbeschaffung“
2.2.2 Aufgaben und Ziele der Materialbeschaffung
2.3 Materialbeschaffungsrisiken
2.3.1 Lieferrisiken
2.3.2 Marktrisiken
2.3.3 Lieferantenrisiken
2.3.4 Operationelle Risiken
3. Darstellung des Marktpreisrisikos bei der Beschaffung börsengehandelter Rohstoffe am Beispiel von Kupfer
3.1 Kupfer als globales Handelsgut
3.1.1 Gewinnungsprozess von Kupfer
3.1.2 Aktuelle Angebots- und Nachfragestruktur auf dem Weltmarkt
3.1.3 Kupferproduktion und -verbrauch in Deutschland
3.2 Bedeutung der Metallbörsen
3.2.1 Definition des Begriffs „Metallbörse“
3.2.2 Funktionen der Metallbörse
3.2.3 Backwardation und Contango als risikorelevante Marktkonstellationen
3.2.4 Kupferpreisermittlung
3.2.4.1 LME-Notierungen
3.2.4.2 DEL-Notiz
3.3 Marktpreisrisiken bei Kupfer
3.3.1 Kupferpreisrisiken
3.3.2 Währungsrisiken
3.3.3 Konsequenzen für Industrieunternehmen
4. Risikomanagement bei der Beschaffung von Kupfer
4.1 Ziele des Risikomanagements bei der Beschaffung kupferhaltiger Produkte
4.2 Wirkungsbezogene Maßnahmen gegen Preisrisiken bei Kupfer
4.2.1 Maßnahmen des Risikotransfers auf Marktpartner
4.2.1.1 Vertragliche Regelungen zur Preisanpassung
4.2.1.2 Risikoverlagerung auf den Hersteller von Kupferprodukten
4.2.2 Hedging an der Metallbörse als Absicherungsinstrument
4.2.2.1 Preisausgleichendes Hedge-Geschäft
4.2.2.1.1 Hedging in seiner perfekten Form
4.2.2.1.2 Ausnutzung eines Contango bzw. einer Backwardation
4.2.2.2 Preisfixierendes Hedge-Geschäft
4.2.3 Möglichkeiten der Abwicklung eines preisfixierenden Hedge-Geschäfts
4.2.3.1 Eigenverantwortliches Hedging
4.2.3.2 Abwicklung über einen Metallhändler
4.2.3.3 Abwicklung über einen Hersteller von Kupferprodukten
4.2.4 Absicherung von Währungsrisiken
4.2.4.1 Währungskursabsicherung bei einem preisausgleichenden Hedge-Geschäft
4.2.4.2 Währungskursabsicherung bei einem preisfixierenden Hedge-Geschäft
5. Anwendungsempfehlung und Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Marktpreisrisiken bei der Beschaffung börsengehandelter Rohstoffe für deutsche Industrieunternehmen zu geben. Anhand des exemplarischen Beispiels von Kupfer und kupferhaltigen Produkten wird untersucht, wie Unternehmen durch systematisches Risikomanagement und spezifische Hedging-Instrumente diese Volatilitätsrisiken effektiv absichern können.
3.2.3 Backwardation und Contango als risikorelevante Marktkonstellationen
Die Terminmärkte für Rohstoffe können sich, je nach Verlauf ihrer Terminkurven, in einer „Backwardation“ oder einem „Contango“ befinden. Letzteres beschreibt hierbei eine Situation, in der die Terminpreise stets über dem Kassapreis notieren. Backwardation liegt dagegen dann vor, wenn sich die Terminpreise unter dem festgelegten Kassapreis befinden.
Die Existenz eines Contangos auf den Terminmärkten für Rohstoffe muss als Normalfall angesehen werden. Denn das Contango, die positive Differenz zwischen dem Terminpreis und dem Spotpreis, entspricht dem Kostenaufwand, der für die Finanzierung und Lagerung des physischen Rohstoffs aufgebracht werden muss. Dieser Aufwand setzt sich im Einzelnen aus den Finanzierungs-, Lager- und Versicherungskosten des Rohstoffs für einen Zeitraum von beispielsweise 15 Monaten zusammen. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht diesen Sachverhalt.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung des Risikomanagements im Einkauf aufgrund gestiegener Volatilität und Rohstoffpreise bei Industrieunternehmen.
2. Allgemeine begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Definiert die Begriffe Risiko und Risikomanagement und erläutert die verschiedenen Phasen des Risikomanagementprozesses sowie die speziellen Risikokategorien in der Materialbeschaffung.
3. Darstellung des Marktpreisrisikos bei der Beschaffung börsengehandelter Rohstoffe am Beispiel von Kupfer: Analysiert den Kupfermarkt, die Rolle der Metallbörsen sowie die Entstehung von Preis- und Währungsrisiken bei der Kupferbeschaffung.
4. Risikomanagement bei der Beschaffung von Kupfer: Stellt konkrete Strategien wie Risikotransfer, Hedging-Instrumente und Währungsabsicherung zur aktiven Risikosteuerung beim Kupfereinkauf vor.
5. Anwendungsempfehlung und Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine aktive Absicherung unerlässlich ist, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden („Wer nicht hedgt, der spekuliert!“).
Risikomanagement, Materialbeschaffung, Kupfermarkt, Marktpreisrisiko, Hedging, LME, DEL-Notiz, Contango, Backwardation, Währungsrisiko, Rohstoffpreise, Preisabsicherung, Terminkontrakte, Volatilität, Beschaffungsprozess
Die Arbeit befasst sich mit dem Risikomanagement bei der Materialbeschaffung von börsengehandelten Rohstoffen, mit einem klaren Fokus auf den Kupfermarkt.
Es werden Risikoklassifikationen, Mechanismen der Kupferpreisermittlung an der LME, die Entstehung von Preis- und Währungsrisiken sowie Methoden der Preisabsicherung durch Hedging thematisiert.
Ziel ist es, den Einkaufsprozess von Kupfer zu beschreiben, die damit verbundenen Marktpreisrisiken zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zur Absicherung dieser Risiken aufzuzeigen.
Neben der theoretischen Literaturanalyse nutzt der Autor Experteninterviews mit Vertretern aus der Praxis (Kupferhändler und Maschinenbauunternehmen), um die Anwendbarkeit der Hedging-Methoden zu verifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, eine detaillierte Marktanalyse für Kupfer sowie eine praxisorientierte Darstellung von Hedging-Strategien.
Kupfermarkt, Risikomanagement, Hedging, Rohstoffpreisrisiko, Währungsrisiko, LME, DEL-Notiz und Beschaffungsstrategie sind maßgebliche Begriffe.
Da der Kupferpreis an der LME in US-Dollar notiert wird, deutsche Unternehmen jedoch in Euro kalkulieren, führen Wechselkursschwankungen zu unvorhersehbaren Schwankungen der Einkaufskosten.
Das preisausgleichende Hedging eliminiert Preisrisiken durch entgegengesetzte Börsengeschäfte, während das preisfixierende Hedging darauf abzielt, Einkaufspreise für einen Planungszeitraum im Voraus festzulegen, um Kostensicherheit zu erzielen.
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