Bachelorarbeit, 2020
122 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Ausgangspunkt und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Struktur der Arbeit
1.3 Aktueller Forschungsstand
1.4 Leitende Fragestellungen / Forschungslücke
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Akademisierung der Pflege
2.2 Professionalisierung
2.2.1 Definition und Begriffsklärung
2.2.2 Professionalisierung durch Akademisierung
2.3 Interprofessionalität
2.3.1 Definition
2.3.2 Hürden der Interprofessionalität
2.3.3 Interprofessionalität auf Intensivstation
2.3.4 Schnittstelle Pflege und Medizin
2.4 Advanced Nursing Practice
2.4.1 Begriffserklärung und Definition
2.4.2 ANP auf Intensivstation
3 Methodik
3.1 Literaturrecherche
3.2 Stichprobe und Feldzugang
3.3 Experteninterview
3.4 Datenerhebung und Transkriptionsregeln
3.5 Datenanalyse
3.6 Forschungsethik
4 Ergebnisdarstellung
4.1 Kategorienbildung
4.1.1 Kompetenzen
4.1.1.1 Kommunikation:
4.1.1.2 Wissen
4.1.1.3 Analysefähigkeit
4.1.1.4 Kompetenzabgrenzung
4.1.2 Haltung
4.1.2.1 Werte
4.1.2.2 Verständnis
4.1.2.3 Hierarchie & Tradition
4.1.2.4 Professionalisierung
4.1.2.5 Rolle vs. Qualifikation
4.1.3 Bildung
4.1.3.1 akademische Bildung
4.1.3.2 akademische Bildung vs. konventionelle Bildung
4.1.3.3 Fachliche Bildung
4.1.3.4 Notwendigkeit der Akademisierung
4.1.4 Outcome
4.1.4.1 Outcome für das Personal
4.1.4.2 Outcome für den Patient
4.1.4.3 Outcome für das Image
4.1.5 Veränderung
4.1.5.1 Angst & Unsicherheit
4.1.5.2 Wandel
4.1.5.3 Personalstruktur
4.1.6 Aufgabenfeld
4.2 Wirkungsgefüge der Kategorien untereinander
5 Diskussion
5.1 Ergebnisinterpretation
5.2 Bezugnahme zur Literatur
5.3 Schlussfolgerung
6 Abschluss
6.1 Limitationen
6.2 Implikationen für die Praxis
6.3 Implikationen für die Forschung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie akademisch qualifizierte Pflegekräfte die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege auf Intensivstationen verändern. Ziel der Forschungsarbeit ist es, zentrale Herausforderungen, Barrieren, Chancen und Potenziale zu identifizieren, die sich durch den Einsatz akademisierter Pflegenden im interprofessionellen Team ergeben, um die Versorgungsqualität zu optimieren.
2.3.3 Interprofessionalität auf Intensivstation
Intensivstationen zeichnen sich dadurch aus, dass Menschen mit vitaler Gefährdung oder Bedrohung behandelt, gepflegt, überwacht und begleitet werden bis sie keiner Bedrohung mehr ausgesetzt sind und somit auf eine normale Station verlegt werden können. Ist dieses Szenario nicht der Fall und der Patient muss palliativ begleitet werden, fällt dieser Prozess zumeist in das Aufgabenfeld des Arztes. Der apparative, medikamentöse und personelle Aufwand ist im Setting einer Intensivstation enorm hoch und birgt somit hohe Belastungen für das ganze interprofessionelle Team (Friesacher, H. 2011: 126).
Die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland ist, in den Jahren zwischen 2002 und 2012 von 23.113 Betten auf 26.1162 Betten angestiegen. Zudem sind in dem Zeitraum von 2002 – 2010 die Behandlungsfälle auf Intensivstationen um 148.989 auf 2.049.888 gestiegen. Um diesem Bedarf an Intensivpatienten auch qualitativ gerecht zu werden fordert die deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionspflege (DGF) eine 70% Fachpflegequote mit einer 2-jährigen Weiterbildung für Intensiv sowie Anästhesiepflege. Durch die wachsende Komplexität in der ambulanten und stationären Intensivpflege und der ökonomischen Perspektive der Effektivitäts- und Effizienzsteigerung genügen die bisher bestehenden Weiterbildungsstrukturen nicht mehr. Somit ist die wissenschaftliche Weiterentwicklung von akademisch ausgebildetem Pflegepersonal dringend erforderlich (Blanck-Köster, K., 2016: 672).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Akademisierung der Pflege in Deutschland angesichts demografischer Herausforderungen und definiert das Forschungsziel.
2 Theoretischer Rahmen: Dieser Abschnitt definiert zentrale Begrifflichkeiten wie Akademisierung, Professionalisierung, Interprofessionalität und das Berufsbild der Advanced Nursing Practice.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das Vorgehen bei der systematischen Literaturrecherche sowie die Durchführung und Analyse narrativer Experteninterviews mit fünf ANP-Pflegekräften.
4 Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden sechs zentrale Hauptkategorien (Kompetenzen, Haltung, Bildung, Outcome, Veränderung, Aufgabenfeld) auf Basis der Interviews vorgestellt und interpretiert.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden mit bestehender Literatur abgeglichen, bewertet und in eine Gesamtschlussfolgerung zur Rolle akademischer Pflegekräfte überführt.
6 Abschluss: Der Abschluss reflektiert die Limitationen der Studie und leitet Implikationen für die klinische Praxis sowie zukünftige Forschungsbedarfe ab.
Akademisierung, Pflege, Professionalisierung, Intensivstation, Zusammenarbeit, Advanced Nursing Practice, ANP, Interprofessionalität, Patienten-Outcome, Kompetenzprofile, Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, Patientenversorgung, Kommunikation, Reflexion.
Die Arbeit untersucht den Mehrwert und die Auswirkungen von akademisch ausgebildetem Pflegepersonal auf die interprofessionelle Zusammenarbeit in der direkten Patientenversorgung auf Intensivstationen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Akademisierung und Professionalisierung der Pflege, dem Modell der Advanced Nursing Practice (ANP) sowie der interprofessionellen Kollaboration zwischen Medizin und Pflege.
Ziel ist es, Herausforderungen, Barrieren und Potenziale einer akademischen Pflegekraft zu explorieren, die sich auf die Zusammenarbeit innerhalb des interprofessionellen Teams auswirken.
Die Studie nutzt ein qualitatives Studiendesign, basierend auf narrativen Experteninterviews mit fünf Advanced Practice Nurses sowie einer flankierenden systematischen Literaturrecherche.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und präsentiert die empirischen Ergebnisse, die in sechs Kategorien (Kompetenzen, Haltung, Bildung, Outcome, Veränderung, Aufgabenfeld) unterteilt sind.
Die Kernaspekte sind Akademisierung, Professionalisierung, Interprofessionalität, Intensivstation und interprofessionelle Kommunikation.
Die Interviews zeigen, dass akademisierte Pflegekräfte durch evidenzbasierte Arbeitsweisen, verbesserte Kommunikationskompetenzen und Reflexionsfähigkeit als Schnittstelle fungieren, was langfristig die Patientenversorgung optimieren kann.
Die "Haltung" wird als entscheidende Kategorie identifiziert, wobei Faktoren wie gegenseitige Wertschätzung, Partizipation und die Überwindung tradierter hierarchischer Strukturen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegenden zentral sind.
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