Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Thematik
1.1 Ausgangssituation
1.2 Methodik
2 Definition und Kategorisierung mobiler Arbeitsformen
2.1 Begriffsdefinitionen „Telearbeit“ und „Homeoffice“
2.2 Begriffsdefinition „Mobile Arbeit“
3 Bedeutung des Homeoffice
3.1 Relevanz vor der Pandemie
3.2 Gegenwärtige Relevanz durch die Corona-Situation
4 Arbeitsrechtliche Aspekte des Homeoffice
4.1 Abgrenzung rechtlich beteiligte Personen und Parteien
4.1.1 Arbeitgeber
4.1.2 Arbeitnehmer
4.1.3 Sonderfall „Heimarbeiter“ nach dem Heimarbeitsgesetz
4.2 Anspruch auf Homeoffice
4.2.1 Gesetzlicher Anspruch
4.2.1.1 Direktionsrecht des Arbeitgebers
4.2.1.2 Sonderfall des Sozialgesetzbuches
4.2.1.3 Sonderfall im Öffentlichen Dienst
4.2.2 Kollektivvertraglicher Anspruch
4.2.2.1 Tarifvertrag
4.2.2.2 Betriebsvereinbarung
4.2.2.3 Dienstvereinbarung
4.2.3 Individualvertraglicher Anspruch
4.2.3.1 Rechtliche Grundlagen
4.2.3.2 Umfang der vertraglichen Vereinbarung
4.3 Mitbestimmung des Betriebsrates
4.3.1 Aufgaben und Pflichten des Betriebsrates
4.3.2 Mitbestimmungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz
4.4 Kosten und Haftung
4.4.1 Kosten- und Aufwandsverteilung
4.4.2 Haftung
4.5 Aspekte des Arbeitsschutzes
4.5.1 Grundpflichten und Grundsätze
4.5.2 Arbeitsstättenverordnung
4.5.2.1 Telearbeitsplatz nach § 2 Abs. 7 S. 1 Arbeitsstättenverordnung
4.5.2.2 Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsplatzgestaltung
4.5.2.3 Unterweisung des Arbeitnehmers
4.5.3 Unfallschutz
4.6 Aspekte des Arbeitszeitschutzes
4.6.1 Einhaltung der Ruhepausen und Ruhezeiten
4.6.2 Einhaltung der Höchstarbeitszeit
4.6.3 Überwachungs- und Aufzeichnungspflicht
4.7 Aspekte des Datenschutzes
4.7.1 Personenbezogene Daten
4.7.2 Betriebliche Daten
5 Einflüsse der Corona-Situation
5.1 Gesetzliche Änderungen
5.2 Entwicklung der Verbreitung von Homeoffice
5.3 Umgang anderer Länder mit Homeoffice
6 Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über die aktuelle und künftige Homeoffice-Situation in Deutschland zu geben, bestehende gesetzliche Rahmenbedingungen zu analysieren und Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Problematik zu formulieren.
1.1 Ausgangssituation
„Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist.“
Die aktuell besondere gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Lage, bedingt durch die COVID-19-Pandemie, sorgt für sich häufende Einschränkungen und Problemstellungen in nahezu allen Lebensbereichen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind deutliche Veränderungen, beispielsweise durch die Umstrukturierung von Arbeitsplätzen, und neu auftretenden Infektionsschutzmaßnahmen sowie Abstandsregeln, zu verzeichnen. Infolgedessen steigt die Relevanz mobiler Arbeitsformen, wie Homeoffice, stetig an. Einer repräsentativen Studie des Bitkom zur Folge ist aktuell circa jeder zweite Arbeitnehmer teilweise beziehungsweise jeder vierte Beschäftigte ausschließlich beruflich von zu Hause aus tätig. Ein anderer relevanter Treiber für die Innovation in der Arbeitswelt ist die fortschreitende Digitalisierung und Globalisierung mit Blick auf eine Industrie- und Arbeit 4.0.
1 Einführung in die Thematik: Darstellung der aktuellen gesellschaftlichen Situation und Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der arbeitsrechtlichen Fragestellungen.
2 Definition und Kategorisierung mobiler Arbeitsformen: Differenzierung und begriffliche Abgrenzung von Telearbeit, Homeoffice und mobiler Arbeit.
3 Bedeutung des Homeoffice: Analyse der Entwicklung und Relevanz des Arbeitsmodells Homeoffice vor und während der Corona-Pandemie anhand empirischer Daten.
4 Arbeitsrechtliche Aspekte des Homeoffice: Detaillierte Untersuchung von Anspruchsgrundlagen, Mitbestimmungsrechten, Kosten- und Haftungsfragen sowie Arbeitsschutz- und Datenschutzvorgaben.
5 Einflüsse der Corona-Situation: Betrachtung gesetzlicher Änderungen, der Entwicklung der Verbreitung sowie internationaler Vergleiche während der Pandemie.
6 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des aktuellen rechtlichen Rahmens und Einschätzung künftiger Entwicklungen bezüglich eines Rechtsanspruchs auf Homeoffice.
Homeoffice, Telearbeit, Arbeitsrecht, Corona-Pandemie, Arbeitsschutz, Betriebsrat, Arbeitsvertrag, Direktionsrecht, Datenschutz, Mobile Arbeit, Arbeitszeitschutz, Haftung, Mitbestimmung, Gesetzliche Regelungen, Erörterungspflicht
Die Arbeit behandelt die arbeitsrechtliche Problematik des Homeoffice vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie beschleunigten Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt.
Zentral sind die Abgrenzung mobiler Arbeitsformen, die Klärung von Rechtsansprüchen, die Rolle des Betriebsrates sowie die Einhaltung von Arbeits- und Datenschutzvorgaben.
Das Ziel ist der Aufbau eines Überblicks über die aktuelle Homeoffice-Situation in Deutschland sowie die Formulierung von Empfehlungen für eine rechtssichere Gestaltung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Die Untersuchung erfolgt durch eine systematische Literaturrecherche sowie die quantitative und qualitative Auswertung von Statistiken und rechtlichen Quellen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Anspruchsgrundlagen (Gesetz, Tarif, Vertrag), Mitbestimmungsrechte, Kosten- und Haftungsfragen, sowie spezifische Aspekte des Arbeitsschutzes und Datenschutzes.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Homeoffice, Arbeitsrecht, Telearbeit, Mitbestimmung, Arbeitsschutz und digitale Transformation.
Sie schränkt das Direktionsrecht des Arbeitgebers ein, da dieser nicht ohne Einwilligung Zutritt zur privaten Wohnung verlangen darf, was die Kontrolle von Arbeitsplätzen kompliziert.
Es dient als Sonderfall zur Abgrenzung, da Heimarbeiter rechtlich nicht mit Telearbeitnehmern im Homeoffice gleichzusetzen sind, da sie in der Regel nicht weisungsgebunden in den Betrieb eingegliedert sind.
Es handelt sich um eine befristete Krisenverordnung, die spezifisch auf die Pandemiesituation reagiert und keine dauerhafte gesetzliche Verankerung eines Rechts auf Homeoffice darstellt.
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