Diplomarbeit, 2008
77 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 EPIDEMIOLOGIE DES MAMMACARZINOMS
2.1 Inzidenz
2.1.1 Begriff
2.1.2 Inzidenz des Mamacarzinoms in Deutschland
2.2 Prävalenz
2.2.1 Begriff
2.2.2 Prävalenz des Mammacarzinoms
2.3 Mortalität
2.3.1 Begriff
2.3.2 Mortalität des Mammacarzinoms in Deutschland
3 DIE BEWÄLTIGUNG DER DIAGNOSE „BRUSTKREBS“
3.1 Therapieverlauf
3.2 Depression und Angst
3.3 Das posttraumatische Belastungssyndrom
3.4 Die Bedürfnisse betroffener Patientinnen
3.4.1 Ergebnisse der Literaturstudie
3.4.2 Eine eigene Erhebung der subjektiven Befindlichkeit von Brustkrebspatientinnen
4 AKTUELLE VERSORGUNGSSITUATION UND IHRE LÜCKEN
4.1 Prävention
4.1.1 Begriff
4.1.2 Formen der Prävention und deren Implementierung bei Mammacarzinom
4.2 Die medizinische Versorgungslandschaft
4.3 Die Notwendigkeit psychosozialer Betreuung
5 DIE ROLLE DER PFLEGE IN DER VERSORGUNG VON BRUSTKREBSPATIENTINNEN
5.1 Pflegekonzepte in der Onkologie
5.2 Die Ausbildung zur Breast Care Nurse
5.2.1 Aktuelle Weiterbildungen
5.2.2 Die Guidelines der EUSOMA
6 SICHERUNG DER DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT IM KRANKENHAUS
6.1 Gesetzliche Grundlagen
6.2 Begriffsdefinitionen
6.2.1 „Qualität“
6.2.2 „Qualität der Pflege als Dienstleistung“
6.3 Dimensionen von Qualität nach Donabedian
6.3.1 Strukturqualität
6.3.2 Prozessqualität
6.3.3 Ergebnisqualität
6.3.4 Kritik an Donabedian‘s Dimensionen
6.4 Der PDCA-Zyklus als Instrument des Total Quality Managements (TQM)
6.5 Qualitätsmanagementsysteme
6.5.1 Vorteile von QM-Systemen
6.5.2 Überblick
6.5.3 Das EFQM-Modell für Business-Excellence
7 DER EINFLUSS DER BREAST CARE NURSE AUF DIE PFLEGEQUALITÄT
7.1 Vorbemerkung
7.2 Die Relevanz der BCN für die Ergebnisqualität
7.2.1 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse
7.2.2 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse
7.2.3 Schlüsselergebnisse
7.2.4 Kundenbezogene Ergebnisse
7.3 Die Relevanz der BCN für die Prozessqualität
7.4 Die Relevanz der BCN für die Strukturqualität
7.4.1 Politik und Strategie
7.4.2 Partnerschaften und Ressourcen
7.4.3 Die Mitarbeiter als Befähiger
7.4.4 Führung
8 FAZIT UND EMPFEHLUNGEN FÜR DEN EINSATZ DER BCN
Die Arbeit untersucht, ob speziell ausgebildete Breast Care Nurses (BCN) einen messbaren Beitrag zur Qualitätssteigerung und -darstellung in der stationären Versorgung von Brustkrebspatientinnen leisten können, und analysiert hierfür ökonomische und pflegewissenschaftliche Aspekte im Rahmen des EFQM-Modells.
3.2 Depression und Angst
Jede Krebsdiagnose - unabhängig von der tatsächlichen Schwere der Erkrankung und der Prognose - führt zu einer existentiellen Verunsicherung. Die Endlichkeit des Daseins, das Faktum der Sterblichkeit wird für die Betroffenen spürbar. Zusätzlich bringt eine energieraubende Therapie die Frauen oftmals an den Rand der physischen und psychischen Erschöpfung. DITZ et al. zitieren unterschiedliche Studien zur Ausprägung von Depressionen bei Mamma-Ca-Patientinnen. Hierzu existieren eine Untersuchung von Weis und Koch (1998), eine EU-Studie von Isermann et al. (2001) und die bekannte Studie von Watson et al. (1999) (vgl. DITZ et al. 2006). Diesen Studien gemeinsam ist die Erkenntnis, dass weit weniger Patientinnen eine depressive Reaktion auf die Brustkrebserkrankung entwickeln als zu erwarten wäre. Watson et al. konnten lediglich 10 von 578 Patientinnen als depressiv einstufen. „Auch die klinische Erfahrung zeigt eher, dass zumindest ersterkrankte Brustkrebspatientinnen nicht primär depressiv auf die Erkrankung reagieren“ (DITZ et al. 2006, 106-107). Auch eine qualitative Studie von HOLGRÄWE et al. mit Brustkrebspatientinnen betreuenden Pflegenden stellt nicht die Depression, sondern die Ungewissheit und Angst als primären Belastungsbereich in den Mittelpunkt - neben Operation sowie den Sorgen um Familie und Partnerschaft (vgl. HOLGRÄWE et al. 2007).
Angst - Todesangst - ist das zentrale Thema in der Krankheitsbewältigung für Patientinnen und deren Angehörige. Die Ausprägung der Angst ist von vielen Faktoren abhängig - sowohl persönlicher Natur als auch bezüglich der individuellen Prognose. Die zunächst normale Angstreaktion kann zur Panik werden - häufig in der Zeit zwischen Ahnung und Diagnosemitteilung.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung durch demographischen Wandel und ökonomischen Druck, verbunden mit der zentralen Forschungsfrage zur Rolle der Breast Care Nurse.
2 EPIDEMIOLOGIE DES MAMMACARZINOMS: Analyse der statistischen Kennzahlen zu Inzidenz, Prävalenz und Mortalität des Brustkrebses in Deutschland.
3 DIE BEWÄLTIGUNG DER DIAGNOSE „BRUSTKREBS“: Untersuchung der psychosozialen Belastungen sowie der spezifischen Bedürfnisse von Patientinnen während der Therapie und Nachsorge.
4 AKTUELLE VERSORGUNGSSITUATION UND IHRE LÜCKEN: Aufzeigen der medizinischen Versorgungslandschaft, der Präventionsmöglichkeiten und der Defizite in der psychosozialen Betreuung.
5 DIE ROLLE DER PFLEGE IN DER VERSORGUNG VON BRUSTKREBSPATIENTINNEN: Analyse der professionellen Pflege in der Onkologie und Darstellung der Ausbildung sowie Aufgabenprofile der Breast Care Nurse.
6 SICHERUNG DER DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT IM KRANKENHAUS: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen sowie der Qualitätsmanagement-Modelle (Donabedian, PDCA, EFQM) im Klinikkontext.
7 DER EINFLUSS DER BREAST CARE NURSE AUF DIE PFLEGEQUALITÄT: Konkrete Untersuchung der Wirkungsweise der BCN auf die Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität basierend auf den EFQM-Kriterien.
8 FAZIT UND EMPFEHLUNGEN FÜR DEN EINSATZ DER BCN: Zusammenfassung der Ergebnisse mit Empfehlungen zur Professionalisierung der Pflege und zur weiteren empirischen Erforschung.
Breast Care Nurse, Mammacarzinom, Pflegequalität, Qualitätsmanagement, EFQM-Modell, Psychoonkologie, Patientenbedürfnisse, Gesundheitswesen, stationäre Versorgung, Dienstleistungsqualität, Brustkrebsdiagnose, Patientenorientierung, Pflegewissenschaft, Krankheitsbewältigung, Strukturqualität.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Einsatzes von spezialisierten Breast Care Nurses auf die Qualität der stationären Versorgung von Frauen mit Brustkrebs vor dem Hintergrund aktueller ökonomischer und struktureller Anforderungen im Gesundheitswesen.
Die zentralen Themen sind die Epidemiologie des Mammacarzinoms, die psychosozialen Bedürfnisse betroffener Patientinnen, die verschiedenen Dimensionen der Dienstleistungsqualität im Krankenhaus und die Rolle der Pflegefachkraft bei der Qualitätsentwicklung.
Die Untersuchung geht der Frage nach, ob speziell ausgebildete Breast Care Nurses sowohl für die Patientinnen als auch für die Kliniken einen messbaren Beitrag zur Steigerung und besseren Darstellung der Pflegequalität leisten können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturstudie, der Auswertung von Fachpublikationen und der Anwendung von Qualitätsmanagement-Modellen wie dem EFQM-Modell, ergänzt durch eine eigene explorative Erhebung zur subjektiven Befindlichkeit von Brustkrebspatientinnen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Qualitätsdimensionen, der detaillierten Beschreibung der BCN-Ausbildungsstandards sowie der systematischen Analyse des Einflusses dieser Pflegeexpertinnen auf die Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität im Klinikalltag.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Breast Care Nurse, Mammacarzinom, Pflegequalität, Qualitätsmanagement, EFQM-Modell, Patientenorientierung und psychosoziale Betreuung.
Die Breast Care Nurse zeichnet sich durch eine spezialisierte Fachweiterbildung aus, die es ihr ermöglicht, als zentrale Ansprechpartnerin, Koordinatorin und Fürsprecherin eine Brücke zwischen der rein medizinischen Behandlung und der emotionalen sowie sozialen Unterstützung der Patientin zu schlagen.
Das EFQM-Modell dient als systematischer Rahmen, um die verschiedenen Aktivitäten und Interventionen der Breast Care Nurse in Bezug auf ihre Wirkung auf die Qualitätsziele (Befähiger vs. Ergebnisse) der Klinik messbar und strukturiert einzuordnen.
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