Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 Hintergrund
1.2 Problemstellung
1.3 Ziele und Vorgehensweise
2. DAS NEUE KOMMUNALE FINANZMANAGEMENT (NKF)
2.1 Grundzüge des NKF
2.1.1 Drei Komponenten des Rechnungswesens
2.1.2 Doppelte Buchführung (Doppik)
2.2 Ziele des NKF
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2.1 Gemeindeordnung (GO)
2.2.2 Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO)
2.4 Das NKF in der Praxis
3. DIE STRAßENINFRASTRUKTUR
3.1 Einteilung und Aufbau von Straßen
3.1.1 Unterteilung nach Straßenklassen
3.1.2 Einteilung in Straßenkategorien
3.1.3 Der Aufbau von Straßen
3.1.4 Der Straßenquerschnitt
3.2 Nebenanlagen der Straßeninfrastruktur
4. ABLEITUNG VON KENNWERTEN ZUR VERMÖGENSBEWERTUNG
4.1 Bedeutung von Kennwerten im NKF
4.2 Verkehrswertbestimmung von Immobilien anhand von Kennwerten
4.2.1 Das Vergleichswertverfahren
4.2.2. Das Ertragswertverfahren
4.2.3 Das Sachwertverfahren
4.3 Kennwerte zur Bewertung der Straßeninfrastruktur
4.3.1 Ableitung aufgrund des Bestands und baulichen Zustands
4.3.1.1 Möglichkeiten und Vorgehen bei der Zustandserfassung
4.3.1.2 Zustandsbewertung und Zustandsverlauf
4.3.2 Ableitung anhand nicht physischer Eigenschaften
4.3.2.1 Rechtliche Einordnung
4.3.2.2 Kommunal-ökonomische Bedeutung
4.4 Verwendung von Kennwerten aus der Vermögensbewertung in der Kommunalverwaltung
5. SYSTEMATIKEN ZUR BESTIMMUNG DES VERMÖGENSWERTS DER STRAßENINFRASTRUKTUR IM NKF
5.1 Bewertung von Straßen zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten im NKF
5.1.1 Anschaffungs- und Herstellungskosten (AK / HK)
5.1.2 Vor- und Nachteile Vermögensabbildung anhand der AK / HK
5.2 Bewertung der Straßeninfrastruktur anhand von Wertermittlungsverfahren
5.2.1 Vergleichswertorientierter Ansatz
5.2.2 Ertrags- nutzenorientierter Ansatz
5.2.2.1 Ansatzpunkte für die Ertragswertbestimmung
5.2.2.2 Systematik und Kennwerte eines Ertragswertverfahrens
5.2.3 Bestandswertorientierter Ansatz
5.2.4 Wertermittlung von Rechten und Belastungen an Grundstücken
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Erfassung und Bewertung der Straßeninfrastruktur im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF). Dabei wird insbesondere analysiert, wie trotz fehlender ursprünglicher Anschaffungskosten eine valide Vermögensbewertung in der Eröffnungsbilanz vorgenommen werden kann und inwieweit etablierte Wertermittlungsverfahren für Immobilien auf Straßeninfrastruktur übertragen werden können.
3.1.3 Der Aufbau von Straßen
Der Aufbau (Querschnitt-Tiefe) sowie auch der im anschließenden Kapitel behandelte Ausbau (Querschnitt-Breite) einer Straße werden vorrangig durch den aufzunehmenden Verkehr bestimmt. Da jeder Verkehrsteilnehmer (PKW, Bus, Fußgänger etc.) den Straßenraum für seine Zwecke anders nutzt.85 Eine gute, dem Zweck entsprechende Tragfähigkeit zur Vermeidung von Schäden wird als zentrale Forderung an eine Straße gesehen.86 Maßgebend für die Tragfähigkeit einer Straße ist ihr Aufbau. In Abb. 3-1 ist ersichtlich, dass dieser sich in die Schichten Oberbau, Unterbau und Untergrund aufteilen lässt. Das Wissen um den Aufbau einer Straße und die verwendeten Baumaterialien sowie Einbautechniken, ist für die bilanzielle Bewertung i.S.d. NKF, durch die Rückschlussmöglichkeit auf die Höhe der AK / HK, die Festsetzung der Abschreibungsdauer und die nötigen Instandhaltungsaufwendungen offenkundig.87
Der Oberbau besteht aus einer Decke und einer bzw. mehreren Tragschichten. Beim vollgebundenen Oberbau wird Asphalt (Asphaltdecke und Asphalttragschicht) oder Beton (Betondecke, Vliesstoffe und eine Tragschicht mit hydraulischen Bindemitteln) direkt auf eine eben hergestellte Oberfläche, dem sogenannten Planum, aufgebracht.88 Neben Asphalt- und Betondecken kommen als oberste Straßenschicht noch Pflasterdecken, Plattenbeläge und Tragdeckenschichten in Betracht. Tragschichten als Unterlage der Decke werden unterteilt in Schichten mit hydraulischen Bindemitteln (verfestigte Sand-Kies-Gemische, Sand-Splitt-Gemische und Betontragschichten) und Schichten ohne Bindemittel (Frostschutzschicht, Schottertragschicht und Kiestragschichten).
1. EINLEITUNG: Darstellung des Hintergrunds der Haushaltsreform in Kommunen sowie der Problemstellung und Zielsetzung bei der Vermögensbewertung von Straßen.
2. DAS NEUE KOMMUNALE FINANZMANAGEMENT (NKF): Erläuterung der Grundlagen der doppelten Buchführung und der rechtlichen Rahmenbedingungen für das kommunale Finanzmanagement.
3. DIE STRAßENINFRASTRUKTUR: Beschreibung der Systemkomponenten von Straßen, ihrer Einteilung in Klassen und Kategorien sowie ihres technischen Aufbaus.
4. ABLEITUNG VON KENNWERTEN ZUR VERMÖGENSBEWERTUNG: Untersuchung von Methoden zur Kennwertermittlung unter Heranziehung von Immobilienbewertungsverfahren für Straßen.
5. SYSTEMATIKEN ZUR BESTIMMUNG DES VERMÖGENSWERTS DER STRAßENINFRASTRUKTUR IM NKF: Kritische Analyse der Bewertung von Straßen zu Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Anwendung von Wertermittlungsverfahren.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Zusammenfassende Bewertung der NKF-Vorgaben und Notwendigkeit für weiterentwickelte Normierungsfunktionen in der Straßenerhaltung.
NKF, Doppik, Kommunales Finanzmanagement, Straßeninfrastruktur, Vermögensbewertung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren, Vergleichswertverfahren, Eröffnungsbilanz, Zustandserfassung, Restnutzungsdauer, Straßenbaulast, Infrastrukturvermögen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der finanziellen Bewertung der kommunalen Straßeninfrastruktur im Zuge der Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF), also der Einführung der doppelten Buchführung (Doppik) in Kommunen.
Im Zentrum stehen die Methodiken zur erstmaligen Bilanzierung von Straßen, die Bewertung nach Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Übertragbarkeit von Immobilienbewertungsverfahren auf Infrastrukturobjekte.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Straßen in der kommunalen Bilanz erfasst und bewertet werden, dabei entstehende Bewertungsprobleme zu identifizieren und alternative Möglichkeiten der Vermögenswertermittlung zu untersuchen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse der einschlägigen Gesetze, Richtlinien und Fachliteratur sowie auf Experten-Gesprächen mit Praktikern aus der kommunalen Verwaltung und Wissenschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des NKF, die systemtechnische Beschreibung der Straßeninfrastruktur, die Ableitung von Kennwerten für die Vermögensbewertung sowie die kritische Analyse verschiedener Wertermittlungsverfahren für Straßen.
Kernbegriffe sind NKF, Straßeninfrastruktur, Vermögensbewertung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten und verschiedene Wertermittlungsverfahren wie das Sachwert- oder Ertragswertverfahren.
Viele kommunale Straßen wurden vor Jahrzehnten gebaut, sodass historische Anschaffungskosten kaum noch nachvollziehbar sind. Zudem fehlen für die Infrastruktur klare Marktdaten, da Straßen als öffentliches Gut nicht gehandelt werden.
Der Autor diskutiert die Anwendung von immobilienspezifischen Wertermittlungsverfahren (wie Sachwertverfahren) und plädiert für die Entwicklung besserer Normierungsfunktionen, um den Straßenzustand und Restnutzungsdauern objektiver in den Wertansatz einfließen zu lassen.
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