Diplomarbeit, 2008
79 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Die Definition der Arbeit und das Arbeitsverständnis in Laufe der Geschichte
2.2 Was ist eine gute Arbeit?
3 Demografischer Wandel und seine Folgen für derzeitige und zukünftige Arbeitswelt
3.1 Bestimmungsfaktoren demografischer Entwicklung
3.1.1 Geburtenhäufigkeit
3.1.2 Lebenserwartung
3.1.3 Außenwanderungen
3.2 Entwicklung der deutschen Bevölkerung bis 2050
3.2.1 Wachsendes Geburtendefizit
3.2.2 Abnehmende Bevölkerung
3.2.3 Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung
3.3 Einfluss der negativen demografischen Entwicklung auf den Arbeitsmarkt
4 Zunehmende Nachfrage an älteren Arbeitsnehmern
4.1 Ältere Arbeitnehmer – Fakten statt Vorurteile und Stereotypen
4.2 Angepasste und erweiterte Rekrutierungs- und Personalentwicklungsstrategien
4.3 Längere Lebensarbeitszeit
5 Gesundheitsförderung als Maßnahme der Personalbedarfsdeckung von steigender Leistungsnachfrage
5.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement – Begriff, Bedeutung und Ziele
5.2 Gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung
5.2.1 Strategien der Arbeitsgestaltung
5.2.2 Arbeitsplatzgestaltung
5.2.3 Arbeitszeitgestaltung
5.3 Bewegungsmanagement
5.3.1 Bedeutung und Auswirkungen der körperlichen Aktivität
5.3.2 Maßnahmen zur Bewegungsförderung im Unternehmen
5.4 Ernährungsmanagement
5.5 Psychische Gesundheit der Mitarbeiter
5.5.1 Stress und seine Bewältigung
5.5.2 Kostenfaktor Angst
5.5.3 Mobbing
6 Familienpolitische Konzepte - Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen
6.1 Ungenutztes Potenzial der Frauen
6.2 Ganztägige Kinderbetreuung
6.3 Familienfreundliches Unternehmen
6.3.1 Flexible Arbeitszeit und –ort
6.3.2 Betriebliche Förderung von Kinderbetreuung
6.3.3 Familienfreundliche Unterstützungskasse
7 Zuwanderung – eine Möglichkeit zur Milderung des zukünftigen Arbeitskräftemangels
8 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, Strategien und Maßnahmen zur Steigerung des Arbeitskräftepotenzials in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer zunehmenden Leistungsnachfrage aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus darauf, wie der prognostizierte Arbeitskräftemangel gemildert werden kann, ohne dabei die Potenziale der verschiedenen Altersgruppen und Geschlechter zu vernachlässigen.
5.5.3 Mobbing
Der Begriff „Mobbing“ ist eine Wortschöpfung, die dem englischen Verb „to mob“ (angreifen, attackieren) entlehnt ist. Konrad Lorenz hat zum ersten Mal den Begriff „Mobbing“ benutzt, um das Verhalten von Tieren gegenüber lästigen Mitgliedern von Gruppierungen zu beschreiben. Der schwedische Arzt Peter-Paul Heinemann führte in den 60-iger und 70-iger Jahren Studien durch, in denen er ein Gruppenverhalten von Kindern beschreibt und systematisiert. Dieses Verhalten trug sehr rohe Züge und ging so weit, „dass es ein betroffenes Kind in eine soziale Situation stürzen könnte, die zuweilen mit einem Suizid endete.“ Dr. Heinemann übernahm den Begriff von Konrad Lorenz zur Beschreibung dieses Verhaltens. Um ähnliche Vorgänge in der Arbeitswelt der Erwachsenen zu beschreiben, benutzte Heinz Leymann auch den Begriff „Mobbing“. Er hat bemerkt, dass für die psychische Belastungen von Arbeitnehmern nicht die Persönlichkeit, sondern die betrieblichen Umfeldbedingungen verantwortlich sind.
Basierend auf den Untersuchungen von Heinz Leymann wird Mobbing als eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen bezeichnet. Die betroffene Person wird dabei systematisch, oft und während einer längeren Zeit mit dem Ziel des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen und diskriminiert. Oft wird Mobbing auch als Psychoterror am Arbeitsplatz bezeichnet.
Mobbing kann sich in Form von Diskriminierungen sowie sexuellen Belästigungen ausdrücken. Es gibt viele Erscheinungsformen von Mobbing. Man macht sich lustig über jemanden, man spricht hintern dem Rücken, die Gerüchte über das Opfer werden verbreitet oder man behandelt die betroffene Person wie Luft. Das sind nur einige Beispiele für Mobbingsformen. Die folgende Abbildung stellt 45 Handlungen der Mobber dar, die Heinz Leymann aus 300 Interviews herausarbeitet hat.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als Ursache für den sinkenden Fachkräftebedarf und formuliert das Ziel, Maßnahmen zur Erhöhung des Arbeitskräftepotenzials zu erarbeiten.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert den Arbeitsbegriff in seinem historischen Kontext und erläutert, was aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern unter einer „guten Arbeit“ verstanden wird.
3 Demografischer Wandel und seine Folgen für derzeitige und zukünftige Arbeitswelt: Hier werden die Bestimmungsfaktoren wie Geburtenrate und Lebenserwartung analysiert sowie die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf den Arbeitsmarkt bis 2050 prognostiziert.
4 Zunehmende Nachfrage an älteren Arbeitsnehmern: Das Kapitel räumt mit Vorurteilen gegenüber älteren Beschäftigten auf und plädiert für angepasste Rekrutierungsstrategien und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit.
5 Gesundheitsförderung als Maßnahme der Personalbedarfsdeckung von steigender Leistungsnachfrage: Es wird die zentrale Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements beschrieben, inklusive Maßnahmen zur Arbeitsgestaltung, Bewegungsförderung, Ernährung und psychischen Gesundheit.
6 Familienpolitische Konzepte - Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen: Dieses Kapitel untersucht Potenziale zur Steigerung der Erwerbsquote von Frauen durch bessere Kinderbetreuung und familienfreundliche Unternehmensstrukturen.
7 Zuwanderung – eine Möglichkeit zur Milderung des zukünftigen Arbeitskräftemangels: Es wird dargelegt, dass Zuwanderung ein notwendiger Baustein ist, um den Arbeitskräftemangel zu mildern, sofern sie gesteuert erfolgt und eine gesellschaftliche Integration stattfindet.
8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.
Demografischer Wandel, Personalbedarfsdeckung, Arbeitsmarkt, Ältere Arbeitnehmer, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsgestaltung, Familienpolitik, Frauenförderung, Zuwanderung, Fachkräftemangel, Mobbing, Lebensarbeitszeit, Work-Life-Balance, Unternehmenskultur, Integration.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Herausforderung des demografischen Wandels in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot.
Zu den zentralen Themen gehören die demografische Bevölkerungsentwicklung, die Rolle älterer Arbeitnehmer, das betriebliche Gesundheitsmanagement, familienpolitische Ansätze zur Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie die Zuwanderung.
Ziel ist es, Lösungsansätze und Maßnahmen zur Steigerung des Arbeitskräftepotenzials darzustellen, um dem drohenden Mangel an qualifizierten Fachkräften entgegenzuwirken.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die aktuelle Studien, Prognosen des Statistischen Bundesamtes und fachwissenschaftliche Definitionen integriert.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen des demografischen Wandels und stellt konkrete Maßnahmen in den Bereichen Personalpolitik, Gesundheit, Familienfreundlichkeit und Zuwanderungssteuerung vor.
Wesentliche Begriffe sind Fachkräftemangel, demografischer Wandel, betriebliche Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Arbeitsmarktstrategien.
Eine ergonomische und altersgerechte Gestaltung trägt wesentlich dazu bei, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten, damit diese auch im höheren Alter produktiv bleiben können.
Mobbing wird als gravierender Faktor identifiziert, der die psychische Gesundheit belastet, Fehlzeiten erhöht und somit die Produktivität und das Betriebsklima nachhaltig schädigt.
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