Magisterarbeit, 2004
118 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Aus dem Leben Christa Wolfs
2.1.1. Kindheit; Jugend im Nationalsozialismus
2.1.2. Übergangszeit, ‚Niemandsland’
2.1.3. Das neue Ideal: der Sozialismus, die DDR
2.1.4. Erneuter Bruch
2.1.4.1. Stasi-Mitarbeit
2.1.4.2. Der eigene Weg – Konflikte mit der Partei
2.1.4.3. Verändertes Engagement
2.2. Entstehung von Literatur bei Christa Wolf
2.2.1. Beweggründe und Ziele
2.2.2. Subjektive Authentizität – Der Weg zum Ziel
2.3. Die Erzählung „Leibhaftig“
2.3.1. Entstehungshintergrund
2.3.2. Die Krankenhausgeschichte, der Wachzustand
2.3.3. Die andere Welt, die Wahnzustände
2.3.4. Die Rolle der Krankheit
2.3.4.1. Der ‚innere Regisseur’ wird abgeschaltet – Konfrontation
2.3.4.2. Deutungsversuche der Erzählerin – Näherung
2.3.4.3. Die Rolle Urbans – Zentrum des Problems
2.3.4.4. Krankheit verstehen – Ausweg und Lösung
2.3.5. Wechsel der Erzählperspektive
2.4. Krankheit als Metapher?
2.4.1. Reflexion der Protagonistin selbst über ihre Krankheit
2.4.2. Subjektiv oder authentisch? Gesellschaft, Politik, Mensch
2.4.3. Kernpunk – das Eigentliche: der Mensch
2.4.4. Krankheit – ein literarisches Instrument?
2.4.5. Versuch über die Anwendung des Begriffs Metapher
2.5. Bedeutung von Krankheit in "Leibhaftig"
2.5.1. Bedeutung der Krankheit für die Protagonistin
2.5.2. Krankheit als Symbol im außerliterarischen Sinn
2.6. Psychosomatik in der Forschung und in "Leibhaftig"
2.6.1. Überblick über den Ansatz in der Forschung
2.6.2. Parallelen zu "Leibhaftig"
2.6.3. Deutungsvergleich der speziellen Symptome
2.7. Krankheit in früheren Werken Christa Wolfs
2.8. Krankheit und Gesellschaft – Ausdruck kollektiver Probleme?
2.8.1. Susan Sontag: „Krankheit als Metapher“
2.8.2. Christa Wolf: „Krebs und Gesellschaft“
2.8.2.1. Krankheit und Heilung – eins durch das andere
2.8.2.2. Krebs als Ausdruck ‚natürlicher Schizophrenie’
3. Schluss
Ziel der Magisterarbeit ist es, die Rolle und Bedeutung der Krankheit in Christa Wolfs Erzählung „Leibhaftig“ zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen, ob diese als bloße Metapher für den politischen Zustand der DDR fungiert.
Die Rolle der Krankheit
Um mit der folgenden Bearbeitung von relevanten Textstellen nicht für Verwirrung zu sorgen, möchte ich das Ziel dieses Kapitels im Voraus klären: Es soll gezeigt werden, dass die Krankheit die von ihr Befallene in einem Maße beeinflusst, dass Veränderungen bei dieser stattfinden, welche übergreifend gewissermaßen als neu erlangte Erkenntnisse zu bezeichnen sind. Welcher Art diese sind, werde ich im späteren Verlauf zeigen. Zunächst will ich auf die unterschiedlichen Erlebnisse eingehen, durch die jene Veränderungen angestoßen werden. Im folgenden Kapitel werden diese in einem ersten Schritt analog zu ihrem Auftreten in der Erzählung lediglich beschrieben und erst im darauffolgenden Kapitel wird die Entwicklung innerhalb dieser Erinnerungen untersucht und auch gedeutet.
1. Einleitung: Einführung in die literarische Arbeit Christa Wolfs und die Motivation für die Auseinandersetzung mit der Erzählung „Leibhaftig“.
2. Hauptteil: Detaillierte Analyse von Christa Wolfs Leben, ihrer Prosa-Theorie, der Erzählung „Leibhaftig“ im Kontext psychosomatischer Ansätze sowie ein Vergleich mit früheren Werken und Sontags Krankheitstheorie.
3. Schluss: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung der Krankheit als Symbol für Selbstfindung und psychische Heilung anstelle einer rein politischen Metaphorik.
Christa Wolf, Leibhaftig, Krankheit, Psychosomatik, Subjektive Authentizität, DDR, Identitätsfindung, Metapher, Dethlefsen, Dahlke, Susan Sontag, Krebs, Erinnerung, Körper, Psyche
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Krankheit in Christa Wolfs Erzählung „Leibhaftig“ und hinterfragt die verbreitete These, Krankheit werde dort nur als politische Metapher verwendet.
Die Themen umfassen die Biographie der Autorin, die Entstehung literarischer Texte, die Rolle von Körper und Psyche sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Identität und Gesellschaft.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Krankheit in „Leibhaftig“ eine zentrale, symbolische und psychosomatische Funktion erfüllt, die über eine bloße autobiographische oder politische Deutung hinausgeht.
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse der Erzählung und setzt diese in Bezug zu psychologischen und psychosomatischen Theorien sowie zum literarhistorischen Kontext.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Darstellung, die Untersuchung der Prosatheorie Wolfs, die Analyse der Krankheitserzählung sowie einen kritischen Vergleich mit literaturwissenschaftlichen und psychosomatischen Krankheitsmodellen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören „Subjektive Authentizität“, „Krankheit als Symbol“, „Identitätsfindung“ und die „Reflexion über die Rolle der Autorin“.
Während Krankheit in früheren Werken oft als literarisches Ausdrucksmittel für gesellschaftliche Zustände (Metapher) fungierte, ist sie in „Leibhaftig“ ein eigenständiges, zentrales Thema der psychischen Selbstauseinandersetzung.
Urban fungiert als Negativbeispiel für ein Leben in totaler politischer Selbstaufopferung, an dem die Protagonistin die Gefahren einer „falschen“ Lebensführung abliest.
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