Diplomarbeit, 2007
63 Seiten, Note: 2,5
1. Demografische Entwicklung in Deutschland und deren Auswirkung auf den Discountlebensmitteleinzelhandel
2. Definition und Darstellung der Zielgruppe Best Ager
2.1 Begriff der Zielgruppe Best Ager
2.2 Darstellung der Zielgruppe Best Ager
3. Abgrenzung der Zielgruppe Best Ager
A. Soziodemografische Kriterien
1. Abgrenzung nach der chronologischen Altersdimension
2. Abgrenzung nach der biologischen-physiologischen Altersdimension
3. Abgrenzung nach der psychologischen Altersdimension
4. Abgrenzung nach der sozialen Altersdimension
5. Abschließende zusammenfassende Abgrenzung
B. Psychografische Kriterien
1. Werte
2. Bedürfnisse und Wünsche
C. Kriterien des beobachtbaren Konsumentenverhaltens
1. Konsumentenverhalten von Best Ager
1.1 Das SOR-Modell als theoretische Grundlage
1.2 Betrachtung der Inputvariablen
1.3 Betrachtung der Wahrnehmungs- und Lernkonstrukte
1.3.1 aktivierende Prozesse von Best Agern
1.3.1.1 Emotionen und Motive
1.3.1.2 Motivation und Einstellung
1.3.2 Altersbedingte kognitive Veränderungen von Best Agern
1.3.2.1 Informationsaufnahme
1.3.2.2 Informationsverarbeitung
1.3.2.3 Informationsspeicherung
4. Marktsegmentierung als Vorrausetzung zur zielgruppenspezifischen Marktbearbeitung
5. Ansatzpunkte zur altersgerechten Gestaltung absatzpolitischer Instrumente
5.1 Konkurriende Gestaltungsmöglichkeiten
5.1.1 Sortimentspolitik
5.1.2 Kommunikationspolitik
5.1.3 Preispolitik
5.1.4 Verkaufspersonalpolitik
5.2 Komplementäre Gestaltungsmöglichkeiten
5.2.1 Ladengestaltung
5.2.2 Standortpolitik
6. Schlussbetrachtung und Fazit
Die Arbeit untersucht, wie der Discountlebensmitteleinzelhandel durch eine zielgruppenspezifische Anpassung seiner absatzpolitischen Instrumente die wachsende und kaufkräftige Zielgruppe der "Best Ager" besser ansprechen und binden kann, um langfristig Wettbewerbsvorteile im demografischen Wandel zu erzielen.
Veränderung in der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung
Mit zunehmendem Alter ist zu erkennen, dass die Wahrnehmung von Geschmack und Geruch spürbar nachlässt. Dies ist auf eine auf Grund von externen Einflüssen bedingte Abnahme der Geschmacksrezeptoren zurückzuführen. Dabei ist zu beachten, dass keine Aussage über einen generellen Verlust der Schmecksensivitität getroffen werden kann. So sind die vier Geschmacksqualitäten sauer, bitter, salzig und süß in einem unterschiedlichen Ausmaß betroffen. Altersspezifische Defizite in der Wahrnehmung treten in den Bereichen sauer und bitter am häufigsten auf. Die Fähigkeit zur Wahrnehmung süßer Geschmacksstimuli bleibt im Altersverlauf weitestgehend erhalten, was die zunehmende Präferenz von tendenziell eher süßeren Nahrungsmitteln im Altersverlauf erklärt.
Untersuchungen haben gezeigt, dass das Kaufverhalten von Konsumenten durch Geruchsreize beeinflusst wird. Schmeckstörungen treten im Alter weit weniger auf als Riechstörungen. Abbildung 13 zeigt die altersabhängige Veränderung des Riechvermögens. Beim UPSIT handelt es sich um einen Riechtest, der vierzig zu identifizierende Geruchsstoffe beinhaltet. Es zeigt sich, dass ab einem Alter von 50 Jahren das Riechvermögen zunehmend abnimmt. Darüber hinaus lassen sich geschlechterspezifische Unterschiede erkennen. Männer sind vergleichsweise stärker von Einschränkungen im Riechvermögen im voranschreitenden Alter betroffen als Frauen.
1. Demografische Entwicklung in Deutschland und deren Auswirkung auf den Discountlebensmitteleinzelhandel: Das Kapitel erläutert die Auswirkungen der demografischen Entwicklung wie sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung auf den Lebensmitteleinzelhandel und den zunehmenden Wettbewerbsdruck.
2. Definition und Darstellung der Zielgruppe Best Ager: Hier werden diverse Bezeichnungen für die Zielgruppe geklärt und die enorme Kaufkraft sowie das Erbschaftspotenzial der über 50-Jährigen dargestellt.
3. Abgrenzung der Zielgruppe Best Ager: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Segmentierungsmöglichkeiten, darunter soziodemografische, psychografische sowie verhaltensbezogene Faktoren, und betrachtet kognitive Prozesse im Alter.
4. Marktsegmentierung als Vorrausetzung zur zielgruppenspezifischen Marktbearbeitung: Das Kapitel hinterfragt bestehende Strategien und erörtert die Notwendigkeit, vom undifferenzierten Massenmarketing zu einer differenzierteren Ansprache überzugehen.
5. Ansatzpunkte zur altersgerechten Gestaltung absatzpolitischer Instrumente: Hier werden konkrete Empfehlungen für das Sortiment, die Kommunikation, Preisgestaltung, das Verkaufspersonal sowie die Laden- und Standortgestaltung gegeben, um die Anforderungen der Best Ager zu erfüllen.
6. Schlussbetrachtung und Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Discounthandel aufgrund seiner einfachen Struktur gute Voraussetzungen für die Ansprache der Best Ager bietet, jedoch gezielte Anstrengungen zur langfristigen Kundenbindung unternehmen muss.
Best Ager, demografischer Wandel, Discountlebensmitteleinzelhandel, Marktsegmentierung, Konsumentenverhalten, Kaufkraft, Marketingstrategien, Altersgerechtes Marketing, Sinneswahrnehmung, Preisbewusstsein, Kundenbindung, Sortimentsgestaltung, Kommunikationspolitik, SOR-Modell, Convenience.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Zielgruppe der über 50-Jährigen ("Best Ager") und analysiert, wie Unternehmen im Discountlebensmitteleinzelhandel ihre absatzpolitischen Maßnahmen anpassen können, um dieses wachsende Kundensegment zielgerichtet anzusprechen.
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, die spezifischen Anforderungen älterer Konsumenten hinsichtlich Sinneswahrnehmung und Kognition, sowie Strategien zur Optimierung des Sortiments, der Kommunikation und der Ladengestaltung im Discount-Umfeld.
Das Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine altersgerechte Gestaltung absatzpolitischer Instrumente im Discount-Lebensmitteleinzelhandel zu finden, um die Kaufkraft und das Potenzial der Best Ager für den Discounter nutzbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Analyse unter Verwendung sekundärer Marktforschungsergebnisse, dem SOR-Modell als theoretischem Rahmen für das Konsumentenverhalten sowie einer Kombination klassischer Segmentierungskriterien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte demografische Analyse, die Abgrenzung der Zielgruppe mittels sozio-demografischer und psychografischer Merkmale, sowie die praxisnahe Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für Instrumente wie Preis, Sortiment, Standort und Personal.
Wesentliche Begriffe sind Best Ager, demografischer Wandel, Discount-Einzelhandel, Marketingstrategien, Konsumentenpsychologie und kognitive Veränderungen im Alter.
Da sich viele Menschen jünger fühlen, als es ihrem tatsächlichen chronologischen Alter entspricht, ist das "gefühlte Alter" ein validerer Indikator für das tatsächliche Konsumentenverhalten und die Interessen, weshalb eine rein chronologische Segmentierung oft zu kurz greift.
Aufgrund altersbedingter Einschränkungen, wie beispielsweise einer verschlechterten optischen Wahrnehmung oder abnehmender körperlicher Kraft, ist eine barrierefreie, übersichtliche und gut lesbare Ladengestaltung entscheidend, um den Einkaufsprozess zu erleichtern und den Kunden zu binden.
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