Diplomarbeit, 2002
151 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Theoretische Ansätze zum Kinderspiel
Vorüberlegungen zu den Ansätzen
1.1. Das Kinderspiel aus einer motivationspsychologischen Perspektive
1.2. Das Kinderspiel aus einer interaktionistischen Perspektive
1.3. Das Kinderspiel aus einer psychoanalytischen Perspektive
1.4. Das Kinderspiel aus einer ökopsychischen und sozialkulturellen Perspektive
Zusammenfassung
2. Die Entwicklung des Kinderspiels
Die Klassifikation der Kinderspiele nach Einsiedler
2.1. Die psychomotorischen Spiele
2.1.1. Beschreibung und Definition der psychomotorischen Spiele
2.1.2. Entwicklung des Spielverhaltens von Kindern bei psychomotorischen Spielen
2.1.2. Funktionen der psychomotorischen Spiele
2.2. Die Phantasie – und Rollenspiele
2.2.1. Beschreibung und Definition der Phantasie – und Rollenspiele
2.2.2. Entwicklung des Spielverhaltens von Kindern bei Phantasie – und Rollenspielen
2.2.3. Funktionen der Phantasie – und Rollenspiele
2.3. Die Bauspiele
2.3.1. Beschreibung und Definition der Bauspiele
2.3.2. Entwicklung des Spielverhaltens von Kindern bei Bauspielen
2.3.3. Funktionen der Bauspiele
2.4. Die Regelspiele
2.4.1. Beschreibung und Definition der Regelspiele
2.4.2. Entwicklung des Spielverhaltens von Kindern bei Regelspielen
2.4.3. Funktionen der Regelspiele
Fazit : Bedeutung des Kinderspiels aus entwicklungspsychologischer und sozialisationstheoretischer Sicht und aus der Perspektive von Kindern
3. Spielen pädagogisch fördern und initiieren
Einführung in die Spielpädagogik
3.1. Aufgabenbereiche der Spielpädagogik
3.2. Voraussetzung für das Kinderspiel
3.2.1. Schaffung und Belebung von ökologischen Spielräumen
3.2.2. Beurteilung und Empfehlung von Spielmitteln
3.3. Spielpädagogische Planung, Durchführung und Reflexion von Regelspielen in Gruppen
3.3.1. Spieldidaktik und Spielmethodik
3.3.2. Geländespiel „Outback“ – ein Beispiel
3.3.3. Spielpraxisbezogene Prinzipien bei der Leitung von Spielgruppen
Schlussgedanken
Die Diplomarbeit untersucht die zentralen Funktionen des Kinderspiels aus entwicklungspsychologischer und sozialisationstheoretischer Perspektive sowie die Möglichkeiten der spielpädagogischen Förderung und Initiierung, um die Kernfrage zu beantworten, wie das Kinderspiel als Sozialisationsfaktor und Lernfeld gestärkt werden kann.
1.1. Das Kinderspiel aus einer motivationspsychologischen Perspektive
Heckhausen ist ein Vertreter der Motivationsforschung und hat eine Psychologie des Spiels entwickelt, die motivationelle Aspekte des Spielverhaltens erklärt und Faktoren ergründet, die Spannung im Spiel erzeugen. Anhand von fünf Merkmalen charakterisiert er das Kinderspiel (Heckhausen 1976, S. 135 ff.) :
Erstens ist Zweckfreiheit für das (Kinder-)Spiel bezeichnend, weil Menschen ungezwungen und freiwillig spielen, wobei sie ein wohltuendes Gefühl erfahren.
Zweitens wird das (Kinder-)Spiel durch einen sogenannten Aktivierungszirkel ausgelöst. Menschen suchen im Spiel eine lustvolle, psychische Spannung auf, die nach einer bestimmten Zeit plötzlich absinkt, dann wieder aufsteigt und erneut abfällt. Mit der Bezeichnung „Aktivierungszirkel“ möchte Heckhausen deutlich machen, dass sich die Spannungsfolge permanent wiederholt und sich ihr Verlauf „zackenförmig, im Sinne einer Kippschwingung, mit langsamem Anstieg und schnellem Abfall oder auch mit schnellem Anstieg und langsamem Abfall (vorzustellen ist)“ (Heckhausen 1976, S. 136).
1. Theoretische Ansätze zum Kinderspiel: Dieses Kapitel erläutert verschiedene psychologische und interaktionistische Theorien, die erklären, warum Kinder spielen und welche Rolle das Spiel bei der psychischen Anregung spielt.
2. Die Entwicklung des Kinderspiels: Der Autor kategorisiert Kinderspiele in vier Hauptgruppen – psychomotorische Spiele, Phantasie- und Rollenspiele, Bauspiele und Regelspiele – und beschreibt deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung.
3. Spielen pädagogisch fördern und initiieren: Dieses Kapitel widmet sich der Spielpädagogik und bietet praxisnahe Ansätze, wie Pädagogen Spielräume gestalten, Spielmittel auswählen und Gruppen bei Regelspielen didaktisch anleiten können.
Kinderspiel, Sozialisation, Spielpädagogik, Regelspiele, Rollenspiele, Bauspiele, psychomotorische Spiele, Spielmaterial, Entwicklung, Spielraum, Spielleitung, Spielmobilarbeit, Motivationspsychologie, Interaktion, Erziehung.
Die Arbeit untersucht das Kinderspiel als ein komplexes Lernfeld und zentralen Faktor für die Sozialisation von Kindern im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einbettung, der Analyse verschiedener Spieltypen, der Bedeutung der ökologischen Umwelt sowie der konkreten spielpädagogischen Praxis.
Die Forschungsleitfrage lautet: „Welche Funktionen hat das Kinderspiel, und wie kann es spielpädagogisch gefördert und initiiert werden?“
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und Synthese etablierter psychologischer Theorien sowie auf seine eigene langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Ansätze beleuchtet, gefolgt von einer detaillierten entwicklungspsychologischen Einordnung verschiedener Spielformen und schließlich die pädagogische Planung von Spielprozessen diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Kinderspiel, Sozialisation, Spielpädagogik, Regelspiele, Spielmittel und pädagogische Förderung.
Die Spielmobilarbeit dient als konkretes Praxisbeispiel für die spielpädagogische Gestaltung von ökologischen Spielräumen und die aktive Einbindung von Kindern in die Stadtteilgestaltung.
Der Autor stellt das von ihm entworfene Geländespiel „Outback“ vor, das als kooperative Spielkette didaktische Prinzipien der Spielpädagogik veranschaulicht.
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