Examensarbeit, 2008
106 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Familie im Wandel
2.1. „Familie“ – Wort und Begriff
2.2. Familienpolitik – Eine historische Ableitung für die Bundesrepublik Deutschland
2.3. Demografischer Wandel und Familie
2.3.1. Der erste und der zweite demografische Übergang
2.3.2. Ursachenkomplexe der demografischen Veränderungen
2.3.3. Herausforderungen des demografischen Wandels
2.4. Familie und Familienpolitik in den beiden deutschen Staaten
2.4.1. Vorbemerkungen
2.4.2. Das bürgerliche Familienmodell in der alten Bundesrepublik – Von der Komplementarität zur Partnerschaft?
2.4.3. Produktion und Reproduktion – Familie und Familienpolitik in der DDR
2.4.4. Zwischenfazit
3. Politik mit der Familie
3.1. Familienpolitik – Inhalte im Wandel
3.1.1. Interventionsformen staatlicher Familienpolitik
3.1.2. Problemfelder der aktuellen Familienpolitik
3.1.3. Das Leitbild von der nachhaltigen Familienpolitik
3.2. Ökonomie und Familie – Standpunkte und Betrachtungsweisen
3.3. Kontroversen um die Integration von Erwerbs- und Familienleben
3.3.1. Familie als soziale Ordnung? – Traditionelle Familienbilder im Wandel
3.3.2. Parteipolitische Blickwinkel auf Familie und Familienpolitik
4. Karriere oder Familie – AkademikerInnen im Spannungsverhältnis
4.1. Studieren mit Kind?
4.2. Familie und akademische Berufslaufbahn
5. Bilanz
Die Arbeit untersucht den Wandel des Verhältnisses von Familie und Beruf im Kontext aktueller gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen in Deutschland. Das zentrale Ziel ist es, die Vereinbarkeit von privatem Familienleben und beruflicher Laufbahn kritisch zu hinterfragen, wobei der Fokus besonders auf den spezifischen Schwierigkeiten für Akademikerinnen liegt und Lösungsansätze diskutiert werden.
2.1. „Familie“ – Wort und Begriff
Das Wort Familie, welches vom lateinischen Wort familia stammt und mit Hausgenossenschaft übersetzt werden kann, bezeichnet heute einen nicht mehr so einfach zu definierenden Begriff. In diesem Zusammenhang spielen Werte, gesellschaftliche Normen, Geschlechterverhältnisse, Rollenmuster und Emotionen wie Autoritäts- und Partnerschaftsmuster, subjektive Erfahrungen und Ideologien und nicht zuletzt die institutionelle Funktion der Familie in der Gesellschaft eine bestimmende Rolle. Da mit dem Begriff Familie kulturell sehr verschiedene Formen des Zusammenlebens beschrieben werden können, bedient sich die Soziologie zunächst des Terminus der „privaten Lebensform“, um die Struktur von privaten sozialen Beziehungen von Menschen zu bezeichnen.
Die familiale Form ist demnach eine mögliche Form des privaten Zusammenlebens. Der Terminus wird darüber hinaus auch verwendet, um eine deutliche Scheidung vom oft negativ besetzten Begriff der „bürgerlichen Familie“ zu erwirken. Private Lebensformen werden dabei bevorzugt als relativ stabile Beziehungsmuster der Bevölkerung im privaten Bereich verstanden, die allgemein mit Formen des Alleinlebens oder Zusammenlebens mit Kindern beschrieben werden können. Kriterien für die Abgrenzung verschiedener Lebensformen sind dabei das Vorhandensein eines Haushalts, eine gewisse Generationenzusammensetzung dieses Haushalts, die sozialrechtliche Stellung der Personen, die in diesem Haushalt leben, der Familienstand und die Kinderzahl.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas Familie in Wissenschaft und Politik und hinterfragt die zunehmende Ökonomisierung familienpolitischer Debatten.
2. Familie im Wandel: Das Kapitel erläutert den Begriffs- und Strukturwandel der Familie sowie die historischen Unterschiede zwischen den Familienpolitiken in der alten Bundesrepublik und der DDR.
3. Politik mit der Familie: Hier werden die Inhalte und Instrumente staatlicher Familienpolitik sowie die sozioökonomischen Spannungsfelder zwischen Erwerbsleben und Familienpflichten analysiert.
4. Karriere oder Familie – AkademikerInnen im Spannungsverhältnis: Dieses Kapitel widmet sich den spezifischen Barrieren, auf die Akademikerinnen bei der Vereinbarkeit von Studium, wissenschaftlicher Laufbahn und Familiengründung stoßen.
5. Bilanz: Die Bilanz fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein gesellschaftliches Umdenken, um Familie als Lebensentwurf von dem einseitigen ökonomischen Störfaktordenken zu befreien.
Familienpolitik, Demografischer Wandel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsbeteiligung, Genderrollen, Akademikerinnen, Sozialpolitik, Geburtenrückgang, Familienmodelle, Humankapital, Nachhaltige Familienpolitik, Kinderbetreuung, Privates Lebensumfeld.
Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis von Familie und Beruf in Deutschland im Wandel der Zeit und unter besonderer Berücksichtigung familienpolitischer Rahmenbedingungen.
Zu den Schwerpunkten zählen der demografische Wandel, die Entwicklung der Familienpolitik in der BRD und DDR, ökonomische Modelle der Familienökonomie sowie die Herausforderungen der Vereinbarkeit für Akademikerinnen.
Die Arbeit untersucht, warum es für Paare in Deutschland trotz familienpolitischer Maßnahmen schwierig bleibt, Familie und Beruf zu vereinbaren, und welche strukturellen Veränderungen hierfür notwendig wären.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit familiensoziologischen sowie ökonomischen Studien und politischen Programmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Familienpolitik, des demografischen Wandels und deren Auswirkungen, einen historischen Vergleich zwischen den deutschen Staaten sowie eine Untersuchung der speziellen Situation für Akademikerinnen.
Wichtige Begriffe sind Familienpolitik, Vereinbarkeit, demografischer Wandel, Geschlechterrollen und die ökonomische Betrachtung familialer Entscheidungen.
Die Arbeit zeigt, dass in Ostdeutschland eine höhere Erwerbsorientierung von Frauen durch ein besseres Betreuungssystem gefördert wurde, während in Westdeutschland lange Zeit das Modell der Ernährerehe dominierte.
Trotz finanzieller Unsicherheiten sieht der Autor in den flexibleren Arbeitsformen und der größeren Zeitsouveränität während der Studienzeit biografische Vorteile gegenüber dem späteren Arbeitsleben.
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