Diplomarbeit, 2003
134 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Wichtige Personen
2.1. Die Person Paul S. Sarbanes
2.2. Die Person Michael G. Oxley
3. Auslöser des Sarbanes-Oxley-Gesetzes
3.1. Der Fall Enron
3.1.1. Enron: Der Beginn einer beispiellosen Unternehmensentwicklung
3.1.2. Enron: Die Geschäfte und ihre Praktiken
3.1.3. Enron: Erste Probleme und ihre zweifelhaften Lösungen
3.1.4. Enron: Die Habsucht der Manager
3.1.5. Enron: Das Ende eines umjubelten Stars
3.1.6. Enron: Fazit
3.2. Der Fall WorldCom
3.2.1. WorldCom: Die Geburt eines Telekommunikationsriesen
3.2.2. Worldcom: Die Geschäftspraktiken eines ungleichen Duos
3.2.3. Worldcom: Erste Restriktionen durch Aufsichtsbehörden
3.2.4. Worldcom: Der Anfang vom Ende
3.2.5. Worldcom: Fazit
3.3. Die Rolle von Arthur Andersen LLP
3.3.1. Andersen: Verstrickungen im Fall Enron
3.3.2. Andersen: Die rechtlichen Konsequenzen und ein unrühmliches Ende
3.3.3. Andersen: Fazit
3.4. Weitere Bilanzskandale
4. Das Sarbanes-Oxley-Gesetz
4.1. Die Entstehungsgeschichte
4.2. Die Zentralen Aussagepunkte des Gesetzes
4.2.1. Allgemeines
4.2.2. Public Company Accounting Oversight Board
4.2.3. Auditor Independence
4.2.4. Corporate Responsibility
4.2.5. Enhanced Finanzial Disclosures
4.2.6. Analyst Conflicts of Interest
4.2.7. Commission Resources and Authority
4.2.8. Studies and Reports
4.2.9. Corporate and Criminal Fraud Accountability
4.2.10. White-Collar Crime Penalty Enhancements
4.2.11. Corporate Tax Returns
4.2.12. Corporate Fraud Accountability
4.3. Rechtliche Auswirkungen auf deutsche Unternehmen
5. Reaktionen der Unternehmen auf das Gesetz
6. Schlussbetrachtung
7. Anhang
Die Diplomarbeit analysiert die Ursachen und Umstände, die zur Verabschiedung des Sarbanes-Oxley-Gesetzes in den USA geführt haben. Dabei wird untersucht, wie Bilanzskandale wie Enron und WorldCom das Vertrauen der Anleger erschütterten und welche gesetzgeberischen Maßnahmen ergriffen wurden, um die Corporate Governance und Rechnungslegung zu reformieren.
3.1.3. Enron: Erste Probleme und ihre zweifelhaften Lösungen
Enron ist nun kaum noch wiederzuerkennen. Lay hatte innerhalb von 10 Jahren aus einem eher kleinen Unternehmen der „Old Economy“ einen globalen Multiplayer der „New Economy“ gemacht. Nachdem jedoch Mitte der Neunzigerjahre die Geldquellen für die rasante Expansion Enrons kurzzeitig versiegen - Banken verweigern wegen Überschuldung weitere Kredite - tritt ein junger aber engagierter Finanzjongleur in das große Enronspiel ein. Der spätere Chief Financial Officer (im Folgenden als CFO geschrieben) - welcher dem deutschen Finanzvorstand entspricht8 - Andrew Fastow stellt den Topmanagern Enrons im November 1997 ein Konzept vor, das den ratlosen Managern bewundernde Blicke entlockt. Er gründet reihenweise Firmen, so genannte „Special Purpose Entities“ (im Folgenden als SPE geschrieben), die Enronintern auch oft als Partnerschaften bezeichnet werden, welche er zumeist nach Figuren aus den Starwarsfilmen oder nach den Initialen seiner Frau und seiner Kinder benennt (Chewco, Jedi, LJM1/2, usw.). Enron-Manager, befreundete Banker und Geschäftspartner kaufen privat - Traumrenditen werden dabei von Enron garantiert - jeweils 3 Prozent dieser SPE. Durch diesen buchhalterischen Trick verschwinden diese Partnerfirmen ganz legal aus den Büchern des Mutterkonzerns oder werden zu Fußnoten degradiert. Das Vermögen der Firmen besteht dabei zumeist aus Enron-Aktien. Enron lagert nun Verluste aus Investitionen oder Finanzdeals bei diesen Partnerschaften aus, vereinnahmt jedoch jegliche Gewinne, die dort erzielt werden. Die meisten der später 3500 SPE sind dabei auf den verschwiegenen und steuergünstigen karibischen Cayman Islands beheimatet.
1. Einleitung: Beschreibt das US-amerikanische Wirtschaftsmodell und die Problematik von Bilanzskandalen als Anlass für regulatorische Reformen.
2. Wichtige Personen: Stellt die Biografien und Hintergründe der Initiatoren des Gesetzes, Paul S. Sarbanes und Michael G. Oxley, vor.
3. Auslöser des Sarbanes-Oxley-Gesetzes: Detaillierte Analyse der Skandale bei Enron, WorldCom und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen.
4. Das Sarbanes-Oxley-Gesetz: Erläutert die Entstehung, die wesentlichen Inhalte der elf Kapitel und die rechtlichen Implikationen des Gesetzes.
5. Reaktionen der Unternehmen auf das Gesetz: Diskutiert die Kritik und die praktischen Herausforderungen für Unternehmen, insbesondere durch den extraterritorialen Geltungsanspruch.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Wirksamkeit des Reformwerks zusammen und bewertet die konsequente Umsetzung der neuen Standards.
7. Anhang: Enthält ergänzende biografische Informationen und Gesetzestexte.
Sarbanes-Oxley-Gesetz, Enron, WorldCom, Bilanzskandal, Corporate Governance, SEC, PCAOB, Rechnungslegung, Anlegerschutz, Wirtschaftsprüfung, Arthur Andersen, Finanzberichterstattung, Insiderhandel, Insider-Regelungen.
Die Arbeit behandelt die Hintergründe und die Auslöser des Sarbanes-Oxley-Gesetzes in den USA, das infolge massiver Bilanzskandale zur Reform der Wirtschaftsprüfung und der Unternehmensberichterstattung eingeführt wurde.
Zentral sind die Bilanzmanipulationen bei Enron und WorldCom, das Versagen der Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer, die Inhalte des neuen Gesetzes sowie die extraterritorialen Auswirkungen auf deutsche Unternehmen.
Ziel ist es, die Umstände des Entstehens des Sarbanes-Oxley-Gesetzes aufzuzeigen, die neuen Bestimmungen zu erläutern und diese kritisch mit Regelungen in anderen Wirtschaftssystemen zu vergleichen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Analyse von Quellen, darunter Presseberichte, offizielle Dokumente, Gesetze und Fachliteratur zum Thema Bilanzbetrug und Unternehmensführung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufarbeitung der Einzelfälle Enron und WorldCom, die Rolle von Arthur Andersen sowie eine tiefgreifende Darstellung der einzelnen Kapitel des Sarbanes-Oxley-Gesetzes.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzskandale, Shareholder Value, Corporate Governance, Wirtschaftsprüfung und regulatorische Reformen charakterisiert.
Der Autor hinterfragt kritisch, ob das Handeln Andersens auf Unfähigkeit oder gezieltes Komplizentum bei den Bilanzmanipulationen zurückzuführen ist, insbesondere aufgrund der bewussten Aktenvernichtung.
Viele deutsche Unternehmen sehen die Anforderungen als nicht vereinbar mit europäischem Recht und der bestehenden Rechtsprechung an, was zu Protesten und Forderungen nach Ausnahmeregelungen führte.
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