Examensarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Peter Petersen – Eine Biographie
2.1 Hamburger Jahre
2.2 Berufung nach Jena
3. Jena-Plan: Entwicklung einer pädagogischen Schule
3.1 Die Reformpädagogik - Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft und am konventionellen Lernbegriff
3.2 Reform der Schule unter dem Primat der Erziehung
3.2.1 Die Universitätsübungsschule in Jena 1924
3.2.2 Die neueuropäische Erziehungsbewegung 1925
3.2.3 Die Verbreitung des Jena-Plans
3.2.4 Die Jena-Plan-Schule im Nationalsozialismus
3.2.5 Die Universitätsübungsschule Jena in der SZB und der DDR zwischen 1945 und 1950
3.2.6 Schulversuche nach dem Jena-Plan in der Bundesrepublik Deutschland
3.2.7 Aktuelle Konzepte
3.3 Jena-Plan-Pädagogik in den Niederlanden
3.4 Zusammenfassung
4. Das Konzept des Jena-Plans
4.1 Die Erziehungsidee
4.2 Wochenplanarbeit statt Stundenplan
4.3 Die Bildungsgrundformen
4.3.1 Das Gespräch
4.3.2 Das Spiel
4.3.3 Die Arbeit
4.3.3.1 Die Arbeitsmittel
4.3.3.2 Leistungskultur statt Leistungskult
4.3.4 Die Feier
4.4 Schulwohnstube statt Klassenzimmer
4.5 Stammgruppenprinzip statt Jahrgangsklassen
4.5.1 Die pädagogisch-didaktischen Vorteile
4.6 Die Schulgemeinde
4.7 Die Lehrerrolle
4.8 Probleme beim Unterricht nach dem Jena-Plan
4.9 Zusammenfassung
5. Der Jena-Plan in der aktuellen Schulpraxis – Die Jena-Plan-Schule Jena
5.1 Die Jena-Plan-Schule Jena und der Kleine Jena-Plan
5.2 Eigene Wege der Jena-Plan-Schule Jena
5.3 Neuerungen am ´neuen` Jena-Plan
5.3.1 grundlegende schulorganisatorische Entwicklungen
5.3.2 Modifikation der Fächerstruktur
5.3.3 Methodisch-didaktische Neuentwicklungen
5.4 Lernen an der Jena-Plan-Schule
5.4.1. Das Schulcurriculum
5.4.2 Verständnisintensives Lernen
5.5 Beratung und Beurteilung
5.6 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
5.6.1 Wissenschaftliche Begleitung
5.6.2 Arbeit am Schulkonzept
5.6.3 Schulbesuche
5.7 Zusammenfassung
6. Resümee
7. Literatur
7.1 Primärliteratur
7.2 Sekundärliteratur
7.3 Internet
7.4 Adressen
Diese Arbeit zeichnet die historische Entwicklung der Jena-Plan-Pädagogik von ihren Ursprüngen in der Weimarer Republik bis zur heutigen Anwendung an der Jena-Plan-Schule in Jena nach und analysiert deren Konzeption im Vergleich zur konventionellen Schulpraxis.
3.1 Die Reformpädagogik – Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft und am konventionellen Lernbegriff
Der Begriff „Reformpädagogik“ wird zusammenfassend als Kennzeichnung pädagogischer Ideen und schulpädagogischer Praxisansätze in der ungefähren Zeit von 1890 bis 1933 verwendet. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind „Pädagogische Bewegung“, „Pädagogische Reformbewegung“, „Schulreformbewegung“, „Reformpädagogische Bewegung“ oder auch „Reformbewegung“.
Gemeinsam haben diese Bezeichnungen die Intention, diverse pädagogisch-ideologische und pädagogisch-praktische Gedankengänge, Forderungen, Praktiken und Erfahrungen unter einem Begriff zu subsumieren. Unter diesen Begriffen erfasste Strömungen, suchten in der genannten Zeitspanne nach einem Ausweg aus der Krise der „Moderne“, in der sich das Schulwesen der imperialistischen Länder zu dieser Zeit befand. Lange Zeit galt die Reformpädagogik als epochemachende Bewegung, mit vorbildhafter Funktion für heutige Schulreformbestrebungen.
Die historische Forschung belegt allerdings, dass es eine in sich geschlossene, historisch differenzierbare Epoche der Reformpädagogik nicht gegeben hat und schon ihre maßgeblichen Repräsentanten wie J.A. Comenius, J.-J. Rousseau und J.H. Pestalozzi in der Tradition pädagogischen Denkens standen und in Einzelfällen auch, über die Unterbrechungen durch den Nationalsozialismus hinaus, bis in das erste Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg weiter gewirkt haben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der heutigen Jena-Plan-Schule in Jena als Neugründung nach der Wiedervereinigung und stellt die Forschungsfragen bezüglich ihrer historischen Kontinuität und Zukunftsfähigkeit.
2. Peter Petersen – Eine Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Petersens nach, der maßgeblich von seiner nordfriesischen Herkunft, seinen Studien bei Wundt und Lamprecht sowie seinen Erfahrungen in der Hamburger Schulreformbewegung geprägt war.
3. Jena-Plan: Entwicklung einer pädagogischen Schule: Der Abschnitt bettet den Entstehungsprozess des Jena-Plans in die Epoche der Reformpädagogik ein und analysiert dessen Entwicklung in verschiedenen politischen Systemen, inklusive der NS-Zeit und der DDR.
4. Das Konzept des Jena-Plans: Hier werden die zentralen Säulen des Jena-Plans, wie die vier Bildungsgrundformen, die Gestaltung der Schulwohnstube und das Stammgruppenprinzip als Alternative zum klassischen Stundenplan, detailliert beschrieben.
5. Der Jena-Plan in der aktuellen Schulpraxis – Die Jena-Plan-Schule Jena: Dieses Kapitel vergleicht das moderne Konzept der Jena-Plan-Schule Jena mit den ursprünglichen Ideen Petersens und beleuchtet die aktuellen Neuerungen, wie die gymnasiale Oberstufe und die Integration behinderter Kinder.
6. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Rolle von Peter Petersen kritisch vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und bewertet die Zukunftsfähigkeit des Jena-Plan-Konzepts.
7. Literatur: Das Verzeichnis enthält die verwendete Primärliteratur zu Peter Petersen sowie die Sekundärliteratur, Internetquellen und Adressen für weiterführende Informationen.
Jena-Plan, Peter Petersen, Reformpädagogik, Schulreform, Stammgruppenprinzip, Bildungsgrundformen, Schulentwicklung, Verständnisintensives Lernen, Schulwohnstube, Jena-Plan-Schule Jena, Geschichte, Pädagogik, Unterrichtsstruktur, Integration, Demokratische Bildung
Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und die pädagogischen Prinzipien des Jena-Plans von Peter Petersen sowie dessen Umsetzung und Weiterentwicklung an der heutigen Jena-Plan-Schule in Jena.
Die Schwerpunkte liegen auf der Biographie Petersens, der Einordnung in die Reformpädagogik, der Analyse der vier Bildungsgrundformen (Gespräch, Spiel, Arbeit, Feier) sowie der heutigen Schulpraxis der Jena-Plan-Schule.
Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte des Jena-Plans nachzuzeichnen, Kontinuitätslinien und Brüche zur heutigen Praxis aufzuzeigen und zu prüfen, ob das Konzept als zukunftsweisend für moderne Anforderungen an Schulen angesehen werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit der historischen und pädagogischen Fachliteratur zu Peter Petersen sowie aktuellen Dokumenten der Jena-Plan-Schule Jena.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Genese, die theoretische Fundierung des Konzepts (mit besonderem Augenmerk auf die Schulwohnstube und das Stammgruppenprinzip) und eine ausführliche Analyse der heutigen Schulpraxis.
Wichtige Begriffe sind Jena-Plan, Reformpädagogik, Stammgruppenprinzip, Bildungsgrundformen, Schulentwicklung und Verständnisintensives Lernen.
Die Schule interpretiert Begriffe wie „Gemeinschaft“, „Gesellschaft“ und „Führertum“, die Petersen in einem anderen historischen Kontext nutzte, heute neu und distanziert sich von einem autoritären Führungsverständnis zugunsten basisdemokratischer Entscheidungsprozesse.
Das Konzept lehnt Ziffernnoten als schädlich für den Lernprozess ab. Anstelle dessen treten individuelle Entwicklungsberichte, wobei die heutige staatliche Jena-Plan-Schule jedoch ab der 7. Klasse aufgrund verbindlicher Vorgaben des Kultusministeriums Ziffernnoten erteilen muss.
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