Diplomarbeit, 2008
95 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND FORSCHUNGSINTERESSE
1.2 FRAGESTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 DIE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE
2.1 DEFINITION
2.2 OPTIMIERTE ZULIEFERFORMEN
2.2.1 Just-In-Time
2.2.2 Just-In-Sequence
2.3 GRÜNDE FÜR ZULIEFERBEZIEHUNGEN
2.4 INDUSTRIE- UND BRANCHENABGRENZUNG
2.4.1 Industriestrukturabgrenzung
2.4.1.1 Original Equipment Manufacturer
2.4.1.2 Tier 1
2.4.1.3 Tier 2
2.4.1.4 Tier 3
2.4.2 Branchen- und Marktabgrenzung nach NAICS
2.4.3 Systeme und Komponenten zur Neuwagenproduktion
2.5 HISTORISCHE ENTWICKLUNGEN
2.5.1 Erste Revolution und Fordismus
2.5.2 Zweite Revolution
2.6 GLOBALE TRENDS DER DRITTEN REVOLUTION
2.6.1 Emerging Markets
2.6.2 Veränderung der Beziehung zwischen Zulieferunternehmen und OEM
2.6.2.1 Globalisierung
2.6.2.2 Verringerung der Fertigungstiefe für OEM
3 AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE IN EUROPA
3.1 DEUTSCHLAND – DIE ZULIEFERNATION IN EUROPA
3.2 DIE AUTOMOBIL(-ZULIEFER)INDUSTRIE IN DEN NEUEN EU-LÄNDERN
3.2.1 EU-Osterweiterung
3.2.2 Fahrzeugindustrie in den CEE Ländern
3.2.2.1 Slowakei
3.2.2.2 Ungarn
3.2.2.3 Tschechische Republik
3.2.2.4 Polen
3.2.3 Fahrzeugindustrie in Russland
4 ANALYSE DER ÖSTERREICHISCHEN AUTOMOBIL- UND AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE
4.1 ENTWICKLUNG DER ÖSTERREICHISCHEN FAHRZEUGINDUSTRIE
4.2 DIE ÖSTERREICHISCHE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE
4.2.1 Industrieanalyse nach Porter
4.2.1.1 Eintrittsbarrieren
4.2.1.2 Verhandlungsstärke der Abnehmer (OEM)
4.2.1.3 Verhandlungsstärke der Lieferanten
4.2.1.4 Rivalität unter bestehenden Unternehmen
4.2.1.5 Gefahr durch Ersatzprodukte
4.2.1.6 Abgeleitete Strategieformulierung
4.2.1.7 Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
4.2.1.7.1 Differenzierung
4.2.1.7.2 Kostenführerschaft
4.3 MERKMALE DES WIRTSCHAFTSTANDORTES ÖSTERREICHS
4.3.1 Stabilität und Sicherheit
4.3.2 Zentrale Lage und Infrastruktur
4.3.3 Verfügbarkeit hoch qualifizierter Arbeitskräfte, Motivation und Produktivität
4.4 AUTOMOBIL-CLUSTER
4.4.1 Definition
4.4.2 Gründe zur Bildung von Clustern
4.4.3 Merkmale von Clustern
4.4.3.1 Größe des Clusters
4.4.3.2 Geographische Konzentration
4.4.3.3 Hoher Spezialisierungsgrad der Unternehmen
4.4.4 Cluster in Österreich
4.4.4.1 AC Styria
4.4.4.2 AC Oberösterreich
4.4.4.3 AC Vienna Region
5 EMPIRISCHER TEIL
5.1 METHODIK DER DATENERHEBUNG
5.1.1 Primärdatenerhebung
5.1.1.1 Fragebogen
5.1.1.2 Experteninterview
5.1.2 Die 5 Wettbewerbskräfte nach Porter
5.1.2.1 Eintrittsbarrieren
5.1.2.2 Verhandlungsstärke der OEM
5.1.2.3 Verhandlungsstärke der Lieferanten
5.1.2.4 Rivalität unter bestehenden Unternehmen
5.1.2.5 Gefahr der Substitution
5.2 FRAGESTELLUNGEN
5.3 AUSWERTUNG DER DATEN
5.3.1 Fragebogen
5.3.2 Experteninterview
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
6.1 ZUSAMMENFASSUNG
6.2 FAZIT
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der österreichischen Automobilzulieferindustrie im Kontext der EU-Osterweiterung und der globalen Trends der Branche. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit Österreichs geographische Lage und seine Rolle als Zuliefernation im neuen Europa zukunftsfähig sind und durch welche Maßnahmen diese Bedeutung gesteigert werden kann.
2.2.1 Just-In-Time
Unter der Beschaffungsvariante Just-In-Time werden sämtliche Bestände direkt am Produktions- bzw. Verbrauchsort soweit reduziert, dass nur mehr für Stunden ausreichende Minimalbestände existieren. Durch diese Reduktion der Bestände werden Lagerkosten sowie Kapitalbindungskosten im Unternehmen eingespart und innerbetriebliche Transportkosten fallen weg. Weiterführend kommt es zur Verringerung der Prozesskosten sowie einer deutlichen Minimierung der Durchlaufzeiten. Um Just-In-Time effektiv durchführen zu können, ist die geographische Nähe der Lieferanten zu ihren Kunden von Vorteil. Des Weiteren müssen Kunde und Lieferant informationstechnisch und organisatorisch gut verbunden und koordiniert sein. Zu beachten sind jedoch die etwaigen Risiken der JIT-Produktion, wie z.B. Transportprobleme, da im Falle einer Verzögerung, wegen der nicht vorhandenen Reservebestände, die Produktion sofort zum Stillstand kommt und somit erhebliche Folgekosten verursacht werden. Des Weiteren ist JIT-Produktion nur dann effizient, wenn die Transportkapazitäten der zur Verfügung stehenden Lastkraftwagen voll ausgeschöpft sind, da dies sonst zu erhöhten Transportkosten führt.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Umstrukturierung der automotiven Wertschöpfungskette und Definition der Zielsetzung sowie der Hypothesen dieser Arbeit.
2 DIE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE: Theoretische Grundlagen zur Definition der Zulieferindustrie, den optimierten Zulieferformen sowie den historischen Entwicklungen und globalen Trends.
3 AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE IN EUROPA: Analyse der Zuliefernationen in Europa mit Fokus auf Deutschland und den neuen EU-Beitrittsländern sowie einem Ausblick auf Russland.
4 ANALYSE DER ÖSTERREICHISCHEN AUTOMOBIL- UND AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE: Untersuchung des Wirtschaftsstandortes Österreich, Anwendung der Wettbewerbskräfte nach Porter und Bedeutung der Automobilcluster.
5 EMPIRISCHER TEIL: Praktische Analyse der Bedeutung der österreichischen Zulieferindustrie mittels Primärdatenerhebung durch Fragebögen und Experteninterviews.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Synthese der Forschungsergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und Formulierung eines Fazits für den Standort Österreich.
Automobilzulieferindustrie, Österreich, Wertschöpfungskette, EU-Osterweiterung, Just-In-Time, Just-In-Sequence, Wettbewerbskräfte, Porter, Automobilcluster, Emerging Markets, Innovationspotential, Zulieferpark, Standortsicherung, Fertigungstiefe, Globalisierung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bedeutung der österreichischen Automobilzulieferindustrie im Kontext der zunehmenden Globalisierung und der EU-Osterweiterung.
Zentrale Aspekte sind die strukturelle Umorganisation der Automobil-Wertschöpfungskette, die Bedeutung von Just-In-Time-Prozessen sowie die Analyse des österreichischen Standorts im Wettbewerb mit osteuropäischen Märkten.
Das Hauptziel ist die Analyse der aktuellen Situation und zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Zulieferunternehmen sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Standortsicherung.
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung, die sowohl eine fundierte theoretische Literaturanalyse umfasst als auch Primärdaten durch eine schriftliche Befragung (Fragebögen) und ein Experteninterview auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Branchenanalyse (inklusive Porters 5 Wettbewerbskräfte), einen Vergleich europäischer Zuliefermärkte und eine detaillierte Auswertung der eigenen empirischen Erhebung.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Wertschöpfungsverlagerung, Automobilcluster, Tier-Struktur, Kosteneffizienz, Innovationskraft und Standortvorteile.
Die Arbeit identifiziert diese Länder als "Detroit des Ostens" und zentrale Wachstumsregionen, die einerseits als Konkurrenten auftreten, andererseits aber durch Österreichs geographische Lage auch Chancen für Kooperationen eröffnen.
Die Untersuchung zeigt, dass obwohl viele Unternehmen Mitglied in Clustern sind, die direkte Auswirkung auf den Unternehmenserfolg von den Betrieben aktuell eher neutral bewertet wird.
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