Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Burn-Out und Selbsthilfegruppen
2.1 Das Burn-Out-Syndrom
2.2 Selbsthilfe als psychosoziale Beratungsform
3 Einführung in die Online-Beratung
3.1 Chat-Beratung
3.2 Video-Beratung
4 Methodik der Empirie
4.1 Fragestellung und Hintergrund
4.2 Die Interviewmethode
4.3 Die Auswertung
5 Ergebnisdarstellung
5.1 Burn-Out-Beratung
5.2 Rahmenbedingungen der Umgebung
5.3 Ablauf
5.4 Technik
5.5 Hilfreiche Faktoren
5.6 Vertrauen und Datenschutz
5.7 Emotionale Nähe
5.8 Zukunftsperspektive
6 Ergebnisdiskussion
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der pandemiebedingten Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratungssettings bei Burn-Out-Selbsthilfegruppen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern sich diese Umstellung positiv oder negativ auf das Beratungssetting auswirkt und welche Herausforderungen sowie Chancen sich für die Teilnehmenden und Leitenden ergeben.
Die Interviewmethode
Um der Forschung nachzugehen, wurden insgesamt fünf halboffene Interviews geführt. Dazu wurden zwei Beraterpersonen und drei Teilnehmende aus zwei verschiedenen Selbsthilfegruppen zu dem Sachverhalt befragt. Die Stichprobe bestand aus zwei Frauen und drei Männern, die sich im Alter von 40 bis 65 befinden. Eine der Selbsthilfegruppen bietet eine themenzentrierte Beratung an, die andere eine klientenzentrierte Beratung. In der themenzentrierten Selbsthilfegruppe ist die Leiterin nicht selbst betroffen, sondern eine professionell ausgebildete Psychologin. In der klientenzentrierten Selbsthilfegruppe ist der Leiter hingegen selbst von dem Syndrom betroffen und nicht professionell psychologisch ausgebildet. Hierbei ist zu erwähnen, dass aufgrund der Pandemie die Interviews telefonisch geführt und die Einverständniserklärungen zum Datenschutz mündlich eingeholt wurden.
Als Interviewmethode wurde die halbstrukturierte Form des problemzentrierten Interviews nach Andreas Witzel (2000) angewendet. Dieses dient dazu, die Erfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen der Befragten zu dem vorgestellten Problemkomplex durch eine halboffene Gesprächsführung zu erforschen. Das problemzentrierte Interview ist an das theoriegenerierende Verfahren der „Grounded Theory“ (Glaser & Strauss, 1998; zit. n. Witzel, 2000) angelehnt, die vorab entwickelten Hypothesen werden hierbei in einem Iterationsverfahren deduktiv-induktiv überprüft. Zur Durchführung sind vier Instrumente notwendig. Zunächst kommt ein Kurzfragebogen zum Einsatz, der das nachfolgende, halboffene Interview vor klassischen Frage-Antwort-Schemata bewahrt.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Umstellung auf Online-Beratung für Burn-Out-Selbsthilfegruppen während der Corona-Pandemie ein.
2 Burn-Out und Selbsthilfegruppen: Dieses Kapitel definiert das Burn-Out-Syndrom und erläutert die Systematik sowie das Konzept der Selbsthilfe als psychosoziale Beratungsform.
3 Einführung in die Online-Beratung: Hier werden die Grundlagen und Wirkungsweisen der Online-Beratung sowie spezifische Formate wie Chat- und Video-Beratung behandelt.
4 Methodik der Empirie: Das Kapitel erläutert den Hintergrund der Forschung, die Fragestellung, das gewählte problemzentrierte Interviewverfahren und die Auswertungsmethode.
5 Ergebnisdarstellung: Die empirisch erhobenen Interviewergebnisse werden detailliert in den Kategorien Burn-Out-Beratung, Rahmenbedingungen, Ablauf, Technik, hilfreiche Faktoren, Datenschutz, Nähe und Zukunftsperspektive dargestellt.
6 Ergebnisdiskussion: Die Ergebnisse werden in Bezug auf die vorab aufgestellten Hypothesen kritisch reflektiert und diskutiert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Umstellung auf Online-Beratung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen sowie Forschungsbedarfe.
Burn-Out-Syndrom, Selbsthilfegruppe, Online-Beratung, Video-Beratung, Chat-Beratung, Corona-Pandemie, Psychosoziale Beratung, Digitale Medien, Interviewmethode, Qualitative Inhaltsanalyse, Datensicherheit, Gruppenberatung, Technologische Herausforderungen, Nähegefühl, Medienkompetenz.
Die Arbeit untersucht, wie sich die kurzfristige Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratungsangebote auf Burn-Out-Selbsthilfegruppen auswirkt und welche Erfahrungen die Teilnehmenden dabei machen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Burn-Out, die Konzepte von Selbsthilfegruppen, die Möglichkeiten und Grenzen von Online-Beratung sowie die empirische Analyse technischer und emotionaler Aspekte in diesem Beratungssetting.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Inwiefern ist das Beratungssetting von Burn-Out-Selbsthilfegruppen durch die Umstellung auf Online-Beratung positiv oder negativ verändert?“
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen empirischen Studie, in der insgesamt fünf halboffene, problemzentrierte Interviews nach Witzel (2000) durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die methodische Vorgehensweise erläutert, gefolgt von der Darstellung der Interviewergebnisse in spezifischen Kategorien und deren abschließender Diskussion.
Burn-Out-Syndrom, Selbsthilfegruppen, Online-Beratung, digitale Transformation, psychische Belastung, Gruppenberatung und Videokonferenzen sind die prägenden Begriffe.
Die Befragten berichten von Vorteilen wie Flexibilität und geringerem Zeitaufwand, jedoch auch von Nachteilen wie erschwerter Steuerung der Gruppendynamik, eingeschränkter nonverbaler Kommunikation und Herausforderungen beim Datenschutz.
Eine hochwertige technische Ausstattung sowie eine ungestörte Umgebung sind essenziell, da technische Störungen oder schlechte Bildqualität das Nähegefühl und die Vertrauensbasis in der Gruppe negativ beeinträchtigen können.
Die meisten Befragten sehen die reine Online-Beratung nicht als langfristige Lösung, sondern bevorzugen Präsenz-Formate oder ziehen ein hybrides Modell als Kompromiss in Betracht.
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