Examensarbeit, 2007
68 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
a) Forschungsüberblick
b) Fragestellung und Ziel der Untersuchung
c) Zur Begründung der Auswahl der Quellen
d) Zum Vorgehen und zur Gliederung der Untersuchung
I. Prämissen
1. Zur Überlieferung und Entstehung der neutestamentlichen Evangelien
1.1 Mündliche Traditionen
1.2 Zur Entstehung der Evangelien: Datierung, Verortung und Quellen
a) Die Logienquelle
b) Das Markusevangelium
c) Das Matthäusevangelium
d) Das Lukasevangelium
e) Das Johannesevangelium
2. Der Sitz im Leben
3. Der geographische und soziale Rahmen
a) Die Stadt Magdala
b) Der Name Maria
II. Maria Magdalena im Neuen Testament
1. Maria Magdalena im Markusevangelium
1.1 Maria Magdalena und die Frauen als Zeuginnen der Kreuzigung (Mk 15,40f.)
a) Jüngerinnen
b) Frauenlisten
c) Dienerin
1.2 Maria Magdalena als Zeugin der Grablegung (Mk 15,47)
1.3 Maria Magdalena und die Frauen am leeren Grab (Mk 16,1-8)
a) Aufbau und Inhalt der Osterperikope
b) Zeuginnen der Angelophanie
c) Das Schweigen der Frauen
1.4 Maria Magdalena im längeren Markusschluss (Mk 16,9-11)
1.5 Zusammenfassung: Die Stellung der Maria Magdalena im Markusevangelium-Erste unter den Frauen und wahre Jüngerin
2. Maria Magdalena im Matthäusevangelium
2.1 Maria von Magdala- Die wichtigste Zeugin am Kreuz (Mt 27,55f)
a) Synoptischer Vergleich
b) Nachfolge und Dienst
c) Zeugin am Kreuz
2.2 Maria von Magdala und die Frauen als Wächterinnen am Grab (Mt 28,61)
2.3 Maria Magdalena am leeren Grab - Zeugin und Botin der Auferstehung (Mt 28,1-16)
2.4 Zusammenfassung: Die Stellung der Maria von Magdala im Matthäusevangelium - Zeugin und Botin
3. Maria Magdalena im Lukasevangelium
3.1 Maria von Magdala - Geheilte von den sieben Dämonen (Lk 8,1-3)
a) Die Heilung der Maria genannt Magdalena
b) …. die ihm dienten mit ihrer Habe (Lk 8,3)
3.2 Maria von Magdala - Zeugin am Kreuz (Lk 23,49)
3.3 Maria von Magdala - Zeugin der Grablegung (Lk 23,55-56)
3.4 Maria von Magdala am leeren Grab (Lk 24,1-11)
a) Die Frauenliste
b) Zeuginnen der Angelophanie und Empfängerinnen der Osterbotschaft
c) Autonome Botinnen der Auferstehungsbotschaft
d) Zeuginnen der Auferstehung und der Himmelfahrt
e) Frauen ohne apostolischen Auftrag
3.5 Zusammenfassung: Die Stellung der Maria von Magdala im Lukasevangelium
4. Maria Magdalena im Johannesevangelium
4.1 Maria von Magdala- Zeugin der Passion und der Kreuzigung (Joh 19,25)
a) Geliebte Jüngerin(nen)?
b) Zeugin der Kreuzigung
4.2 Maria von Magdala- Botin vom leeren Grab (Joh 20,11-18)
a) Botin des verschwundenen Leichnams und der Wettlauf zum Grab
b) Maria Magdalena als erste Zeugin und Botin der Auferstehung
4.3 Zusammenfassung: Maria von Magdala im Johannesevangelium
5. Ergebnis: Die Stellung der Maria Magdalena im Neuen Testament
III. Maria Magdalena in den apokryphen Evangelien
1. Zu dem Begriff der apokryphen Evangelien
2. Das Evangelium nach Maria
2.1 Zur Entstehung und Überlieferung des Evangeliums nach Maria
2.2 Der Inhalt des Evangeliums nach Maria
2.3 Maria Magdalena als Jüngerin
2.4 Maria Magdalena als Stellvertreterin Jesu und Lehrerin
2.5 Der Streit mit Petrus
2.6 Maria, die Geliebte des Erlösers?
2.7 Ergebnis: Maria Magdalena im Evangelium der Maria
3. Maria Magdalena im Thomasevangelium
3.1 Zur Entstehung und Überlieferung des Thomasevangeliums
3.2 Maria Magdalena im Logion 21 des Thomasevangeliums- Vermittlerin von Tradition
3.3 Logion 114 – Die Vermännlichung der Maria Magdalena
3.4 Ergebnis: Maria Magdalena im Thomasevangelium
4. Die Stellung der Maria Magdalena in den apokryphen Evangelien
IV. Ergebnis: Die Stellung der Maria Magdalena im frühen Christentum
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und theologische Stellung der Maria Magdalena innerhalb der Jesusbewegung und im frühen Christentum. Das primäre Ziel ist es, den Status dieser bedeutenden Frau anhand der neutestamentlichen sowie ausgewählter apokryphen Evangelien zu analysieren und zu klären, ob ihre hervorgehobene Rolle in der Überlieferung auf einen historischen Kern zurückzuführen ist.
3.1 Maria von Magdala - Geheilte von den sieben Dämonen und Dienerin mit ihrer Habe (Lk 8,1-3)
In Lukas 8, 1-3 werden die Jüngerinnen Jesu erwähnt. Sie sind bei ihm und ziehen mit ihm gemeinsam durch die Städte und Dörfer (V.1). Der Evangelist berichtet, dass Jesus die Frauen von Krankheiten und bösen Geistern heilte (V.2). An erster Stelle der dort aufgeführten Frauenliste steht wieder Maria, genannt Magdalena (V.2). Lukas behauptet, Jesus habe sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben (V.2). Ein gemeinsames Charakteristikum, der in V.2 genannte Frauengruppe, ist die Heilung von Krankheiten und bösen Geistern durch Jesus. Bei Maria, genannten Magdalena, ist von einer Heilung in gesteigerter Form die Rede, denn sie wird sogar von sieben Dämonen geheilt. Um welche Krankheit es sich bei Maria von Magdala gehandelt haben könnte, kann auf der Grundlage des Textes nicht genau rekonstruiert werden, da Lukas sich nur auf ihre Heilung bezieht. Die Siebenzahl wird wohl als Ausdruck einer besonders schweren Krankheit oder Besessenheit zu deuten sein. Eine parallele Stelle, die die Schwere dieser Besessenheit näher bestimmt, findet sich ebenfalls bei Lukas:
„Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er´s gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin, und es wird mit diesem Menschen hernach ärger als zuvor“ (Lk 11, 24-26).
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Maria Magdalena als wichtigste Frau der frühchristlichen Literatur ein und legt die methodische Herangehensweise der Arbeit dar.
I. Prämissen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Evangelien sowie die soziale und geographische Herkunft der Maria Magdalena als Grundlage für die weitere Untersuchung.
II. Maria Magdalena im Neuen Testament: Hier wird die Rolle der Maria Magdalena in den vier kanonischen Evangelien analysiert, wobei ihre Funktion als Zeugin der Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung im Fokus steht.
III. Maria Magdalena in den apokryphen Evangelien: Dieses Kapitel untersucht die Darstellung der Maria Magdalena in gnostischen Schriften wie dem Evangelium nach Maria und dem Thomasevangelium.
IV. Ergebnis: Die Stellung der Maria Magdalena im frühen Christentum: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtschau, die bestätigt, dass Maria Magdalena eine zentrale und historisch verankerte Figur der urchristlichen Gemeinde war.
Maria Magdalena, Urchristentum, neutestamentliche Evangelien, Apokryphe Evangelien, Jüngerschaft, Frauenrolle, Auferstehungszeugnis, Magdala, Gnosis, Evangelium nach Maria, Thomasevangelium, urchristliche Gemeinde, historische Jesusbewegung, Apostolische Vollmacht.
Die Arbeit analysiert die historische und theologische Bedeutung der Maria Magdalena innerhalb der frühen Jesusbewegung und der christlichen Gemeinden anhand unterschiedlicher Quellen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Analyse ihrer Rolle als Zeugin, ihre Beziehung zu Jesus, die Frage nach ihrer Jüngerschaft sowie der Vergleich zwischen kanonischen und apokryphen Evangelien.
Das Ziel ist die Bestimmung ihrer Stellung in der Urgemeinde und die Klärung, ob ihre hervorgehobene Rolle einen historisch belegbaren Kern besitzt.
Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Exegese, um die biblischen und apokryphen Texte im Kontext ihrer Entstehungsgeschichte und Rezeption zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der vier Evangelien des Neuen Testaments sowie eine Untersuchung der gnostischen Schriften, insbesondere des Maria- und des Thomasevangeliums.
Zentrale Begriffe sind Maria Magdalena, Jüngerschaft, Auferstehungszeugin, Urgemeinde, Gnosis und die frühchristliche Überlieferung.
In den apokryphen Texten tritt Maria Magdalena stärker als Hauptakteurin, Offenbarungsträgerin und teilweise als Lehrerin mit apostolischer Vollmacht auf, was sie von der synoptischen Rolle abhebt.
Dieses Motiv dient als Reflexion innergemeinschaftlicher Diskussionen über die Geschlechterrollen und die Legitimität von Frauen als Autoritäten in der frühen Kirche.
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