Diplomarbeit, 2008
69 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Wirtschaftswissenschaftliche Erfolgszurechnung
2.1. Erfolgszurechnung durch die Produktionsfunktion
2.2. Erfolgszurechnung durch Verrechnungspreise
3. Analyse des Verteilungsschlüssels der GKKB
3.1. Wahl des Aufteilungsmechanismus
3.2. Grundprinzipien der Formelzerlegung
3.2.1. Faktor Umsatz
3.2.2. Faktor Arbeit
3.2.3. Faktor Kapital
3.3. Ökonomische Wirkungsanalyse der Formelzerlegung
3.3.1. Darstellung in Beispielen
3.3.2. Mathematische Ausführungen
3.4. Bewertung der Formelzerlegung
4. Ökonometrisches Verfahren
4.1. Allgemeine Darstellung der Regressionsanalyse
4.1.1. Modellspezifikation
4.1.2. Schätzung der Parameter
4.1.2.1. Die Methode der kleinsten Quadrate
4.1.2.2. Der Hausman – Test
4.1.2.3. Die Instrumentalvariablen - Schätzung
4.1.3. Bewertung und Interpretation des Ergebnisses
4.1.3.1. Beurteilung der Regressionsfunktion
4.1.3.2. Beurteilung der Regressionskoeffizienten
4.2. Durchführung der Regressionsanalyse
4.2.1. Modell und Schätzung
4.2.2. Bewertung und Interpretation
4.2.2.1. Bewertung der Schätzfunktion
4.2.2.2. Regressionskoeffizient für den Faktor Arbeit
4.2.2.3. Regressionskoeffizient für den Faktor Kapital
5. Handlungsempfehlung
5.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2. Vorschlag zur Ausgestaltung der Formel
6. Schlussbemerkungen
Die Diplomarbeit untersucht die Zurechnung von Erfolgsgrößen auf Organisationseinheiten innerhalb von Konzernen mithilfe ökonometrischer Verfahren. Das Hauptziel ist die Entwicklung einer geeigneten Gewichtung für die Faktoren eines Verteilungsschlüssels im Rahmen der gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB), um Manipulationsmöglichkeiten bei der internationalen Steuergestaltung zu minimieren.
3.2.1. Faktor Umsatz
Die Gewinne eines Unternehmens entstehen erst, wenn dessen Waren und Dienstleistungen verkauft werden, sodass dem Faktor Umsatz einen wesentlichen Anteil an der Einkommensgenerierung der Unternehmung zuteil wird.56 Der Umsatz soll die Nachfrageseite in der Formel repräsentieren. Es ist verständlich, dass der konzerninterne Umsatz nicht in diesen Faktor einfließt, da lediglich der Umsatz zu unabhängigen Dritten zum Konzerngewinn beiträgt.57 Zu klären ist die Frage, ob der Umsatz nach dem Ursprungsort oder der Umsatz nach dem Bestimmungsort berücksichtigt werden soll.
Der Umsatz nach dem Ursprungsort ist einfach zu berechnen, bietet aber im Gegenzug sehr viel Manipulationsmöglichkeiten für die Steuerpflichtigen.58 Sie könnten bestimmen, welche Konzerngesellschaft den Verkauf tätigt und somit die Gewinnbesteuerung in ein Niedrigsteuerland verlegen. Des Weiteren wäre der Umsatz nach dem Ursprungsort erneut ein Repräsentant der Angebotsseite, weil der Anknüpfungspunkt erneut der Standort des Unternehmens wäre. Er würde die gleiche Verteilungswirkung wie die Faktoren Arbeit und Kapital erzielen.59 Der Umsatz nach dem Bestimmungsort ist weniger manipulationsanfällig durch den Steuerpflichtigen, weil der Sitz des Endabnehmers nicht durch die Unternehmen beeinflusst werden kann, somit wird die Nachfrageseite vertreten.60 Wenn weiter manipuliert werden soll, bleibt nur die inoffizielle Möglichkeit mit befreundeten Geschäftspartnern steuervergünstigende Absprachen zu treffen. Ein Problem stellt der Umsatz in den Staaten dar, in denen das Unternehmen keine weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten unterhält. Das können Mitgliedstaaten der EU sein, in denen das Unternehmen keinen steuerpflichtigen Anknüpfungspunkt aufweist und Drittstaaten außerhalb des Geltungsbereichs der GKKB, sodass diesen Staaten ein Anteil an der Gewinnbesteuerung zugeteilt werden würde. Um diese Problematik zu vermeiden, müssten sogenannte Rückbezugsregeln implementiert werden, wodurch ein Wechsel zurück zum Faktor Umsatz nach dem Ursprungsort entstehen könnte.61
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen bei der internationalen Unternehmensbesteuerung innerhalb der EU und führt die geplante gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB) als Lösungsansatz ein.
2. Wirtschaftswissenschaftliche Erfolgszurechnung: Dieses Kapitel vergleicht die volkswirtschaftliche Produktionsfunktion mit der betriebswirtschaftlichen Erfolgsrechnung und zeigt die Problematik manipulierbarer Verrechnungspreise auf.
3. Analyse des Verteilungsschlüssels der GKKB: Es werden die verschiedenen Mechanismen zur Gewinnaufteilung analysiert, insbesondere die Formelzerlegung mit den Faktoren Umsatz, Arbeit und Kapital.
4. Ökonometrisches Verfahren: Hier wird der theoretische Rahmen für die Regressionsanalyse geschaffen und die praktische Durchführung zur Bestimmung der Gewichtungsfaktoren detailliert beschrieben.
5. Handlungsempfehlung: Basierend auf den Ergebnissen wird eine spezifische Gewichtung der Faktoren für den Verteilungsschlüssel der GKKB vorgeschlagen.
6. Schlussbemerkungen: Die Arbeit resümiert, dass die Formelzerlegung trotz Herausforderungen ein geeignetes Instrument darstellt, um die Zielvorgaben der Lissabon-Strategie zu unterstützen.
GKKB, Erfolgszurechnung, Körperschaftsteuer, Formelzerlegung, Regressionsanalyse, Konzernbesteuerung, Verrechnungspreise, Steuerwettbewerb, Gewinnverlagerung, EU-Binnenmarkt, Faktor Arbeit, Faktor Kapital, Steuerharmonisierung, Steuerinzidenz, ökonometrische Schätzung.
Die Arbeit befasst sich mit der Suche nach einer gerechten Aufteilung von Konzerngewinnen auf verschiedene Länder innerhalb der Europäischen Union, um Doppelbesteuerung zu vermeiden und Steuermanipulationen entgegenzuwirken.
Zentral sind die Themen der internationalen Unternehmensbesteuerung, die ökonomische Erfolgszurechnung in Konzernen sowie die Methoden zur Vermeidung von Gewinnverlagerungen.
Ziel ist es, mithilfe eines ökonometrischen Modells eine fundierte Gewichtung für die Faktoren eines Verteilungsschlüssels zu ermitteln, der eine faire Aufteilung der Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage ermöglicht.
Die Arbeit nutzt die ökonometrische Regressionsanalyse als zentrale Methode, um den Einfluss der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital auf den Unternehmensgewinn zu quantifizieren.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Erfolgszurechnung, die Funktionsweise und Problematik von Formelzerlegungsansätzen sowie die detaillierte Durchführung und Interpretation der Regressionsanalysen basierend auf DAX-Unternehmensdaten.
Wichtige Begriffe sind GKKB, Formelzerlegung, Regressionsanalyse, Konzernbesteuerung und die Harmonisierung der Bemessungsgrundlage in der EU.
Die Arbeit zeigt auf, dass bei einer KQ-Schätzung Endogenität zwischen den Personalaufwendungen und den Unternehmensgewinnen bestehen kann, weshalb zur Konsistenzprüfung ein Hausman-Test durchgeführt wird.
Durch die Instrumentalvariablen-Schätzung können trotz der Endogenität der erklärenden Variablen konsistente Regressionskoeffizienten geschätzt werden, was für die Zuverlässigkeit der daraus abgeleiteten Gewichtungsfaktoren entscheidend ist.
Die Arbeit empfiehlt, den Faktor Umsatz (bestimmungsortbasiert) mit der Hälfte der Gewichtung zu versehen, während die Faktoren Arbeit und Kapital die andere Hälfte unter Berücksichtigung der Steuerinzidenz aufteilen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

