Masterarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Anspruch (Die theoretischen Grundlagen der Untersuchung)
Das Verhältnis von Evaluation und Qualitätsmanagement
Evaluation im Allgemeinen
Qualitätsmanagement
Das Verhältnis von Evaluation und Qualitätsmanagement
Schulqualität
Schulqualität im Allgemeinen
Das Qualitätsverständnis in Niedersachsen
Schulevaluation
Interne Evaluation
Externe Evaluation
Schulevaluation im Allgemeinen
Niedersächsische Schulinspektion
Gesetzliche Grundlagen
Ziele und Aufgaben
Durchführung/Ablauf
Instrumente und Methoden
Inspektionsbericht (Bewertungen)
Folgen der Schulinspektion
Vorraussetzungen für qualitätsoptimierende Schulinspektion
Authentische Evaluation
Gelingensbedingungen
3. Wirklichkeit (Ergebnisse der Fallstudien)
Leitfrageninterviews (Schulleiter)
Forschungsdurchführung und Zielsetzung
Begründung der jeweiligen Fragestellung
Kodierleitfaden
Qualitative Auswertung (inklusive Häufigkeiten – quantitativ)
Externe Schulevaluation im Allgemeinen
Konzept der Niedersächsischen Schulinspektion
Qualitätsoptimierung durch die Schulinspektion
Orientierungsrahmen
Interne Schulevaluation
Konkrete Maßnahmen
Schulqualität
Kompetenz und Verhalten der Lehrkräfte
Zusammenfassung und Interpretation
4. Fazit
Die Masterarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem theoretischen Anspruch der Niedersächsischen Schulinspektion und ihrer tatsächlichen Wahrnehmung in der Schulpraxis. Ziel ist es, auf Basis von Fallstudien zu ermitteln, ob die Inspektion als Instrument der Qualitätsentwicklung effektiv genutzt werden kann und wie Schulleiter das System beurteilen.
Forschungsdurchführung und Zielsetzung
Um zu untersuchen, inwieweit die Ansprüche der Niedersächsischen Schulinspektion mit der Wirklichkeit übereinstimmen, wurde mit sechs Schulleitern von sechs verschiedenen Hauptschulen gesprochen. Die jeweiligen untersuchten Hauptschulen wurden in den letzten zwei bis drei Jahren von der NSchI inspiziert. Sie liegen alle jeweils in einem örtlichen Radius von ca. 20 – 30 km. Dadurch soll ein Eindruck entstehen, wie die Inspektion in dieser Region Niedersachsens durchgeführt wurde und welchen Eindruck sie hinterlassen hat. Die sechs Hauptschulen werden aufgrund von Anonymisierung mit den Namen ANTON, BERTA, CHRISTIAN, DORA, EMIL und FRIEDRICH betituliert.
Als Erhebungsverfahren wurde eine Form des problemzentrierten halb-standardisierten Interviews gewählt. Diese Form des Interviews lässt den Befragten möglichst frei zu Wort kommen, um ein offenes Gespräch zu ermöglichen (vgl. Mayring 2002, S. 67). Das Interview ist aber zentriert auf eine bestimmte Problemstellung/Thematik (Schulinspektion), so dass der Interviewer mit Hilfe von halb-standardisierten Leitfragen immer das Grundthema im Fokus hat. Der Interviewleidfaden wird dabei vom Interviewer vorher nach sinnvollen Themenbereichen angeordnet, so dass bestimmte Aspekte garantiert zur Sprache kommen. Die einzelnen Interviews haben somit eine sehr ähnliche Struktur, welches die qualitative Erörterung vereinfacht. Sie sind trotzdem noch als (halb-) offen anzusehen. Wie genau die Leitfragen in diesem Fall aussehen und wie sie thematisch begründet sind, klärt der nächste Abschnitt dieses Kapitels.
Als Aufbereitungsverfahren wurde die wörtliche Transkription gewählt. Dieses Verfahren ermöglicht eine genaue Aufzeichnung und Textanalyse der durchgeführten Interviews.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der aktuellen Bildungspolitik in Niedersachsen.
2. Anspruch (Die theoretischen Grundlagen der Untersuchung): Erläuterung der theoretischen Konzepte von Evaluation, Qualitätsmanagement und Schulqualität sowie Vorstellung der rechtlichen Grundlagen der Niedersächsischen Schulinspektion.
3. Wirklichkeit (Ergebnisse der Fallstudien): Auswertung der Leitfadeninterviews zur praktischen Umsetzung der Inspektion an sechs Hauptschulen unter Verwendung eines Kodierleitfadens.
4. Fazit: Synthese der Ergebnisse, wobei Stärken und Schwächen der Schulinspektion diskutiert und Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des Konzepts gezogen werden.
Schulinspektion, Niedersachsen, Schulevaluation, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Schulqualität, Orientierungsrahmen, Lehrkraft, Hauptschule, Fallstudien, Qualitätsverbesserung, Bildungsforschung, Unterrichtsqualität, Selbstevaluation, Fremdevaluation
Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen dem bildungspolitischen Anspruch einer staatlich verordneten Schulinspektion und der praktischen Umsetzung und Akzeptanz an niedersächsischen Hauptschulen.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Evaluation zu Qualitätsmanagement, die Definition von Schulqualität, die Instrumente der Inspektion sowie die Bedingungen, unter denen externe Evaluation tatsächlich zu Qualitätsverbesserungen führt.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Schulleiter das Inspektionskonzept bewerten und ob dieses System in der Praxis als Unterstützung für die schulische Weiterentwicklung wahrgenommen wird.
Der Autor führt eine qualitative Forschung in Form von sechs problemzentrierten, halb-standardisierten Interviews mit Schulleitern durch, die anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des Inspektionsablaufs und einer empirischen Analyse, die Meinungen und Erfahrungen der Schulleiter kategorisiert und interpretiert.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Schulinspektion, Evaluation, Qualitätsmanagement, Orientierungsrahmen, Schulentwicklung und Hauptschule.
Der Orientierungsrahmen wird mehrheitlich als sinnvolle und strukturierte Arbeitsgrundlage akzeptiert, wobei kritisiert wird, dass spezifische Rahmenbedingungen und individuelle Ausgangslagen der Schulen zu wenig Beachtung finden.
Die meisten Schulen leiten nach der Inspektion konkrete Maßnahmen ab, etwa in Form von Lehrerfortbildungen oder Projekten zur Unterrichtsentwicklung, wobei die Umsetzung stark von den verfügbaren Ressourcen und dem Engagement des Kollegiums abhängt.
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