Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation
2.1 Die globale Klimakrise
2.2 Das Ende des Wachstums?
2.3 Die imperiale Lebensweise
2.3.1 Zur Entstehung der imperialen Lebensweise
2.3.2 Imperiale Lebensweise als Verursacherin sozial-ökologischer Krisen
3 Klimagerechtigkeit als Bindeglied zwischen Sozialer Arbeit und sozial-ökologischer Transformation
3.1 Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und Verfechterin sozialer Gerechtigkeit
3.2 Klimagerechtigkeit
3.2.1 Dekoloniale Perspektiven auf Klimagerechtigkeit
3.2.2 Geschlechtergerechtigkeit in der Klimadebatte
3.2.3 Menschen mit Beeinträchtigungen in Klimagerechtigkeitsdebatten
3.2.4 Klimagerechtigkeit und Soziale Arbeit
4 Ansätze zum Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation
4.1 Postwachstumsansätze
4.1.1 Konkrete Transformationsansätze in Postwachstumsdiskursen
4.1.2 Kritik an Postwachstumsdebatten
4.2 Buen Vivir als dekoloniales Konzept für Transformationsprozesse
4.3 Aufgaben für die Soziale Arbeit
5 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation für die Gesellschaft zu verdeutlichen und die zentrale Bedeutung der Sozialen Arbeit für deren Umsetzung zu explizieren. Dabei wird untersucht, wie theoretische Konzepte in die professionelle Praxis integriert werden können, um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen.
Die imperiale Lebensweise
Die imperiale Lebensweise wird von Brand und Wissen als „Kern der ökologischen Krise“ (Brand/ Wissen 2017: 42) dargestellt. Dass diese Betitelung nicht übertrieben ist, soll in diesem Unterkapitel herausgearbeitet werden. Mit ihrem Begriff der imperialen Lebensweise beschreiben die Autoren ein Zusammenspiel von Alltagspraxen der Menschen im globalen Norden und den ihnen zugrunde liegenden gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen. Weiter erläutern sie, wie sich in einer Zeit der multiplen weltweiten sozial-ökologischen Krisen gleichzeitig Normalität herstellt und weshalb dies der größte Widerspruch und gleichzeitig auch das Ende der imperialen Lebensweise ist bzw. sein kann (vgl. ebd.: 14).
Bevor darauf näher eingegangen wird, soll zuerst ein Erläuterungsversuch des Begriffes der imperialen Lebensweise stattfinden: Das Adjektiv imperial betont „die globale und die ökologische Dimension der Lebensweise“ (ebd.: 45). Es verweist auf die Vergangenheit des Imperialismus, ohne diesen als Begriff aufweichen zu wollen (vgl. ebd.: 67). Weiter werden auch bis heute andauernde globale Prozesse und Beziehungen des Imperialismus betrachtet. Der Begriff der Lebensweise ist angelehnt an den Lebensstil-Begriff, welcher durch Pierre Bourdieu geprägt wurde. Jener nimmt ungleiche gesellschaftliche Verhältnisse wahr, die durch Handlungsmuster in den Körper von Individuen eingeschrieben werden und so soziale Ungleichheit reproduzieren (vgl. ebd.: 47).
Zusammengeführt verbindet der Begriff der imperialen Lebensweise das Alltagshandeln von Individuen mit gesellschaftlichen Strukturen, in denen Herrschaftsverhältnisse angelegt sind. Dabei soll „die soziale Hierarchisierung im globalen Norden als zentrale Dimension“ (ebd.: 17f.) herausgestellt werden. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die imperiale Lebensweise, das damit einhergehende neokoloniale Nord-Süd-Verhältnis und Klassen-, Geschlechter und rassifizierte Verhältnisse nur reproduzieren können, wenn sie als natürlich in Alltagspraxen habituell eingeschrieben sind. Damit werden sie nicht länger als Struktur der Herrschaft wahrgenommen (vgl. ebd.: 45f.).
1 Einleitung: Die Einleitung benennt die multiplen sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit und führt in die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation sowie die Rolle der Sozialen Arbeit ein.
2 Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation: Dieses Kapitel analysiert Krisenursachen wie die Klimakrise, den Wachstumszwang des Kapitalismus und das Konzept der imperialen Lebensweise als Kern der ökologischen Krise.
3 Klimagerechtigkeit als Bindeglied zwischen Sozialer Arbeit und sozial-ökologischer Transformation: Das Kapitel verknüpft menschenrechtliche Grundlagen mit Klimagerechtigkeit und beleuchtet dekoloniale sowie gender- und beeinträchtigungssensible Perspektiven.
4 Ansätze zum Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation: Es werden alternative Wirtschafts- und Lebensmodelle wie Postwachstum und Buen Vivir vorgestellt und daraus konkrete Handlungsfelder für die Soziale Arbeit abgeleitet.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestärkt die Notwendigkeit, dass die Soziale Arbeit aktiv als transformative Profession Verantwortung übernimmt.
Soziale Arbeit, Sozial-ökologische Transformation, Imperiale Lebensweise, Klimagerechtigkeit, Postwachstum, Buen Vivir, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Externalisierung, Kolonialismus, Krisenbewältigung, Gemeinwesenarbeit, Transformation, Klimakrise.
Die Arbeit untersucht, wie eine sozial-ökologische Transformation notwendig ist, um die multiplen globalen Krisen zu bewältigen, und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei als Menschenrechtsprofession einnehmen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der imperialen Lebensweise, dem Postwachstumsdiskurs, der Klimagerechtigkeit und der Notwendigkeit einer systemkritischen Transformation.
Das Ziel ist es, neue Impulse für eine ökologisch informierte Soziale Arbeit zu setzen und aufzuzeigen, wie diese zur Umsetzung einer sozial-ökologisch gerechteren Gesellschaft beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der aktuelle Diskurse aus der Sozialen Arbeit, der Transformationsforschung und der Postwachstumsbewegung zusammengeführt wurden.
Der Hauptteil analysiert erst die theoretischen Grundlagen der Krise, dann die Verbindung von Klimagerechtigkeit und Sozialer Arbeit, und diskutiert schließlich konkrete Ansätze wie Buen Vivir und Aufgaben für die Praxis.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Soziale Arbeit, Klimagerechtigkeit, imperiale Lebensweise, Postwachstum und sozial-ökologische Transformation.
Es erklärt, warum die Soziale Arbeit sich in ihren Strukturen oft noch innerhalb eines ausbeuterischen Systems bewegt, und verdeutlicht die Notwendigkeit, externalisierende Strukturen in der professionellen Praxis aufzubrechen.
Buen Vivir bietet eine dekoloniale Perspektive, die das Miteinander von Mensch und Natur in den Vordergrund stellt und den im globalen Norden vorherrschenden Wachstumszwang fundamental infrage stellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

