Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 (Neo)-klassische Kapitalmarktheorie
2.1.1 Charakteristika von Investoren und Kapitalmärkten
2.1.2 Markteffizienz
2.1.3 Capital Asset Pricing Model
2.2 Verhaltensorientierte Kapitalmarkttheorie
2.2.1 Behavioral Finance
2.2.2 Limits to Arbitrage
2.2.3 Ausgewählte Heuristiken
2.3 Der Volatilitätsindex als Indikator für Handelsstrategien
2.3.1 Volatilität
2.3.2 Market Timing
2.3.3 Grundlagen des Volatilitätsindexes
2.3.4 Erklärungsansätze für den Einsatz des Volatilitätsindexes als Market Timer
2.3.4.1 Theoretische Erörterung
2.4.3.2 Empirische Untersuchungen
3. Methodik
3.1 Vorstellung der Untersuchungsmethode und Selektion der Stichprobe
3.2 Systematische Vorgehensweise
3.2.1 Korrelations- und Regressionsanalyse zwischen S&P 500 und VIX
3.2.2 Ausarbeitung von Handelsstrategien
3.2.2.1 Market Timing anhand absoluter VIX - Level
3.2.2.2 Market Timing anhand relativer VIX - Veränderungen
4. Ergebnisse und Diskussion
4.1 Statistischer Zusammenhang
4.1.1 Absolute VIX-Werte sowie S&P 500 Renditen
4.1.2 Relative VIX-Änderungsraten sowie S&P 500 Renditen
4.2 Bewertung der Handelsstrategien
4.2.1 Absolute Indikatoren
4.2.2 Relative Indikatoren
4.3 Implikationen für Investoren
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Limitationen und weiterführende Forschungsansätze
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Eignung des Volatilitätsindex (VIX) als Indikator für Handelsstrategien am amerikanischen Aktienmarkt zu evaluieren. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob durch den Einsatz des VIX eine risikoadjustierte Mehrrendite gegenüber einer klassischen Buy-and-Hold-Strategie generiert werden kann.
2.3.4 Erklärungsansätze für den Einsatz des Volatilitätsindexes als Market Timer
Den Einfluss des animalischen Instinkts der Individuen auf die Märkte, der die Preise unabhängig derer Fundamentaldaten stark schwanken lässt, stellte Keynes 1936 dar.
Diese Erkenntnis fundamentalisiert sich in der Behavioral Finance zur Erweiterung der (neo)-klassischen Kapitalmarktheorie und ihrer Modelle um irrationale Komponenten. Die Anlegerstimmung wird durch Heuristiken sowie den Erkenntnissen zu Noise Tradern, die für höhere Volatilität und Grenzen zur Arbitrage verantwortlich sind, formalisiert.
Emotionale Marktteilnehmer bewirken Marktstimmungen, die sich zu Preistrends verdichten. Die Instrumentalisierung solcher Trends ist für Einzelne profitabel, destabilisiert jedoch nicht nur Aktienkurse, sondern auch Rohstoffmärkte und Wechselkurse. Baker und Wurgler 2007 subsumierten diese Entwicklung, indem sie die Messung und Quantifizierung der Auswirkungen von Anlegerstimmungen in den Vordergrund rückten und nicht mehr die Frage, ob das Investor Sentiment überhaupt eine Beeinflussung von Aktienkursen bewirkt.
Für eine treffsichere Antizipation des Marktes werden eben solche Messwerte benötigt, um den richtigen Zeitpunkt für Handlungsentscheidungen zu finden. Der VIX gilt als Angstmesser der Anleger und eignet sich darüber hinaus aus den folgenden Gründen als treffsicherer Stimmungsmesser für erfolgreiches Market Timing am amerikanischen Aktienmarkt:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Marktturbulenzen ein und definiert die Zielsetzung, den VIX als Indikator für risikoadjustierte Handelsstrategien zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel stellt die neoklassische Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance gegenüber und erläutert die Grundlagen des Volatilitätsindexes sowie Konzepte des Market Timings.
3. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Korrelations- und Regressionsanalysen sowie die Konzeption der verschiedenen Handelsstrategien auf Basis des VIX.
4. Ergebnisse und Diskussion: In diesem Kapitel werden die statistischen Zusammenhänge zwischen VIX und S&P 500 präsentiert und die Performance der entwickelten Handelsstrategien bewertet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt Ausblicke auf weiterführende Forschungsansätze.
Volatilitätsindex, VIX, Market Timing, Behavioral Finance, S&P 500, Risikoadjustierte Rendite, Anlegerstimmung, Sentimentindikator, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Noise-Trader, Finanzmarktkrise, Handelsstrategien, Jensen's Alpha, Kapitalmarkttheorie.
Die Arbeit untersucht, ob der Volatilitätsindex (VIX) als "Angstbarometer" genutzt werden kann, um bessere Investitionsentscheidungen am amerikanischen Aktienmarkt zu treffen.
Die zentralen Themen sind die Behavioral Finance, die Analyse von Marktstimmungen, die Funktionsweise von Volatilitätsindizes und die Entwicklung von Market-Timing-Handelsstrategien.
Das Ziel ist die Evaluierung, ob durch den Einsatz des VIX eine risikoadjustierte Mehrrendite im Vergleich zu einer Buy-and-Hold-Strategie am S&P 500 erzielt werden kann.
Es werden Korrelations- und Regressionsanalysen zwischen VIX-Werten bzw. VIX-Änderungsraten und den Renditen des S&P 500 durchgeführt, gefolgt von einer Performancebewertung der Strategien.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen der Kapitalmarkttheorien, die Erklärungsansätze für den VIX als Market-Timing-Instrument sowie die empirische Auswertung verschiedener Handelsstrategien.
Wichtige Begriffe sind Volatilitätsindex, Market Timing, Behavioral Finance, Sentimentindikator, risikoadjustierte Rendite und S&P 500.
Die Arbeit zeigt, dass relative VIX-Änderungsraten eine höhere Prognosequalität aufweisen, da sie die dynamische Veränderung der Marktstimmung besser erfassen als starre absolute Schwellenwerte.
Sie dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, warum Investoren emotional auf Informationen reagieren und wie diese irrationalen Verhaltensweisen zu Markttrends führen, die durch den VIX quantifizierbar sind.
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