Diplomarbeit, 2008
83 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Einleitung
I. Zum Begriff der Sozialen Kulturarbeit
3. Inhalt und Bausteine Sozialer Kulturarbeit
3.1 Musische Erziehung, Musische Bildung
3.2 Musisch-kulturelle Bildung
3.3 Ästhetische Erziehung, musisch-kreative Erziehung
3.4 Kreativitätspädagogik
3.5 Kulturelle Jugendbildung
3.6 Sozial-kulturelle Bildung
3.7 Soziokultur, soziokulturelle Bildung
3.8 Sozial-kulturelle Animation
3.9 Kulturpädagogik
3.10 Kulturarbeit, Kinderkulturarbeit, Jugendkulturarbeit
II. Die Bedeutung von Musik als menschliches Grundbedürfnis
III. Jugend und Musik
4. Musikkonsum
5. Der kommerzielle Einfluss von Popularmusik auf die Jugend
6. Gefahren für den Jugendlichen als Konsument
6.1 Faktor Taschengeld
6.2 Faktor Lethargie
7. Die medialen Einflüsse auf die Jugendlichen
8. Sozialisation von Jugendlichen durch Musik
8.1 Zum Begriff der Sozialisation, der Selbstsozialisation und dem kritischen Diskurs
8.2 Musikalische Sozialisation im Elternhaus
8.3 Musikalische Sozialisation durch Schule
8.4 Musikalische Sozialisation durch die Jugendlichen selbst
9. Die Herausforderungen an den Sozialarbeiter im Umgang mit Jugend und Musik im Bandprojekt
9.1 Gefahren und deren Begegnung
9.1.1 Jugend, Musik und Drogen
9.1.2 Hörschäden bei Jugendlichen durch Musik
9.1.3 Jugendsprache oder Gefahr für die Rechtstaatlichkeit und Wertevermittlung?
IV. Einsatz und Wirkung von Musik in der Jugendarbeit im weiteren Sinne
9.2 Der Einfluss von Musik auf die Positivgestaltung von Lebenswegen
9.2.1 Der Einfluss von Musik auf schulische Leistungen
9.2.2 Die Veränderung von Sexualverhalten durch Musik
9.2.3 Emotionale Stärken und Persönlichkeitsveränderungen durch Musik
V. Die Bandarbeit
10. Konkrete instrumentelle und vokale Anleitungsmuster für die Arbeit im Bandprojekt
10.1 Noten versus Tabulatur
10.2 Das „richtige“ Üben und Proben
10.3 Arbeiten mit den Instrumenten und dem Gesang
10.3.1 Die Gitarre
10.3.1.1 Welche Gitarre?
10.3.1.2 Die E-Gitarre (halbakustische Gitarre und die Solidbody Gitarre)
10.3.1.3 Die Akustikgitarre (Konzert- bzw. Folkgitarre und die Westerngitarre)
10.3.1.4 Die Entscheidung für eine Akustikgitarre
10.3.1.5 Der Aufbau der Gitarre
10.3.1.6 Das Erlernen der Saiten
10.3.1.7 Das Stimmen der Gitarre
10.3.1.8 Die Haltung
10.3.1.9 Die ersten Akkorde, die Powerchords und der Anschlag
10.3.1.9.1 Die ersten Akkorde
10.3.1.9.2 Die Powerchords
10.3.1.9.3 Der Anschlag
10.3.2 Der Bass
10.3.3 Das Schlagzeug
10.3.4 Der Gesang
10.4 Die eigenen „Lyrics“
10.4.1 Eigene Stile
10.4.2 Texte erarbeiten
10.4.2.1 Zur Themenfindung
10.4.2.2 Die textliche Umsetzung
10.5 Die Organisation einer Projektstunde und das gemeinsame Spielen
10.5.1 Organisation und Absprache im Vorfeld
10.5.2 Die Durchführung des gemeinsamen Spielens
10.6 Zusammenfassung von Zielen musikpädagogischer Sozialarbeit
10.7 Explizite Aufführung von Regeln
VI. Bestehende Konzepte und Projekte zur Bandarbeit in der Sozialen Arbeit
11. Konzepte und Projekte
11.1 Projekt „Das Rockmobil“
11.2 Das Projekt „Rocksie“
11.3 Das „Unternehmen Löwen-Hertz“
11.4 Konzept „1st Class Rock“
12. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die sozialarbeiterische Komponente im Kontext von Musik und Jugendarbeit, wobei die Bandarbeit als zentrales Instrument dient, um Jugendliche in ihrer Identitätsbildung zu unterstützen und ihnen künstlerisch-kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu bieten.
9. Die Herausforderungen an den Sozialarbeiter im Umgang mit Jugend und Musik im Bandprojekt
Die Begleitung und Führung eines Bandprojektes mit Jugendlichen ist ein spannendes, aber auch ein anspruchsvolles Aufgabenfeld. Der Sozialarbeiter muss sich nicht nur als Sozialarbeiter „verkaufen“ können, sondern auch als Musiker, als Bandleader, als derjenige, der ein Leitbild vermittelt und als derjenige, der das Hausrecht ausübt. In diesem Spannungsfeld von Nähe und Distanz bewegt er sich. Er soll leiten, aber nicht zu dominant sein. Anders als in der Musikschule liegt die Chance in der stabilisierenden Wirkung der Musik selber, in der Interaktion mit den anderen Teilnehmern und in der Wahrnehmung und Aufwertungsmöglichkeit der eigenen Persönlichkeit. Nicht die Musik in Perfektion, sondern Musik als Mittel zum Zweck, steht im Vordergrund. Es ist nicht wichtig, ob jeder Ton getroffen wurde, ob jeder Rhythmus sitzt oder ob das Umgreifen von Akkorden schnell genug funktioniert. Die Erweiterung sozialer Kompetenz ist entscheidend. An den Sozialarbeiter stellen sich vor der Aufnahme eines Bandprojektes mit Jugendlichen bezüglich eines Werte- und Leitbildes folgende Grundfragen:
1. Vorwort: Der Autor schildert seinen persönlichen Weg vom Musikkonsumenten zum aktiven Musiker und die Motivation, diese Erfahrungen in den Kontext der Sozialen Arbeit zu stellen.
2. Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die sozialpädagogische Komponente im Bereich Musik und Jugendarbeit sowie die Notwendigkeit, Jugendliche bei der Bewältigung von Risiken im musikalischen Kontext zu begleiten.
3. Inhalt und Bausteine Sozialer Kulturarbeit: Das Kapitel definiert verschiedene pädagogische Ansätze, die zur kulturellen und soziokulturellen Bildung von Jugendlichen beitragen.
II. Die Bedeutung von Musik als menschliches Grundbedürfnis: Musik wird hier als essenzielles soziales und therapeutisches Medium dargestellt, das Menschen über kulturelle Grenzen hinweg verbindet.
III. Jugend und Musik: Hier wird der Einfluss von Kommerzialisierung, Medien und Gruppendynamik auf das Musikverhalten und die Identitätsfindung von Jugendlichen analysiert.
9. Die Herausforderungen an den Sozialarbeiter im Umgang mit Jugend und Musik im Bandprojekt: Dieses Kapitel erörtert die Rolle des Sozialarbeiters als Anleiter, der Balance zwischen Nähe und Distanz sowie den Umgang mit potenziellen Gefahren wie Drogen und Lärm.
IV. Einsatz und Wirkung von Musik in der Jugendarbeit im weiteren Sinne: Es werden positive Transfereffekte von musikalischem Tun auf schulische Leistungen, Sexualverhalten und die Persönlichkeitsentwicklung diskutiert.
V. Die Bandarbeit: Der Abschnitt vermittelt praxisnahe Anleitungen für die instrumentelle Arbeit, von Notenlehre bis hin zur Organisation von Bandproben.
VI. Bestehende Konzepte und Projekte zur Bandarbeit in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel bietet eine kritische Betrachtung etablierter Projekte wie das Rockmobil oder Rocksie im Hinblick auf deren praktische Umsetzbarkeit.
12. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die theoretischen Erkenntnisse und betont, dass Musik in der Sozialen Arbeit ein unverzichtbares, fundiertes Instrument zur Persönlichkeitsförderung bleibt.
Soziale Kulturarbeit, Bandarbeit, Jugendarbeit, Sozialisation, Musikalische Bildung, Kreativitätspädagogik, Musiktherapie, Drogenprävention, Hörschäden, Selbstwirksamkeit, Empowerment, Bandprojekt, Instrumentalausbildung, Soziale Kompetenz, Identitätsfindung
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit und Musik, konkret mit der Gestaltung von Bandprojekten für Jugendliche.
Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Bedeutung von Musik, den Gefahren für jugendliche Konsumenten, den Herausforderungen für den Sozialarbeiter und konkreten Methoden für die Bandarbeit.
Ziel ist es, Musik als wertvolles Instrument der Sozialen Arbeit zu etablieren und Leitlinien für die professionelle Anleitung von Jugend-Bandprojekten zu entwickeln.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus fachliterarischer Analyse und eigenen praktischen Erfahrungen aus einem Musikprojekt für psychisch kranke Menschen sowie Gitarrenanfängerkursen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sozialer Kulturarbeit und Sozialisation sowie einen umfangreichen Praxisteil zur instrumentellen Anleitung und zur Organisation von Bandprojekten.
Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Kulturarbeit, Bandarbeit, Empowerment, Sozialisation und musikalische Prävention.
Die Tabulatur wird als wichtiges, niederschwelliges Hilfsmittel für Anfänger empfohlen, um Notenlehre zu umgehen und schnell Erfolgserlebnisse beim Gitarrenspiel zu erzielen.
Ein transparentes Regelwerk dient dem sozialen Miteinander, der Sicherheit (z.B. Drogenverbot, Gehörschutz) und der Strukturierung des kreativen Prozesses innerhalb der Band.
Er sieht es positiv aufgrund des methodischen Fundus für Lehrer, kritisiert jedoch die für benachteiligte Jugendliche teils ungeeignete Songauswahl und die mangelnde Berücksichtigung von Einzelbetreuung.
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