Examensarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Einordnung
2.1 Krafttraining im Kindes- und Jugendalter
2.1.1 Die aktuelle Studienlage
2.1.2 Fitness- und Krafttraining im Schulsport
2.1.3 Limitationen von Kraft- und Fitnesstraining in der Schule
2.2 Trainingsmethoden im Vergleich- HIIT versus HIFT
2.2.1 HIIT (High-Intensity Intervall Training)
2.2.2 HIIT in der Schule
2.2.3 HIFT (High-Intensity Functional Training)
2.2.4 CrossFit®
2.2.5 CrossFit® in der Schule
3 Problemstellung
4 Methode
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Instrumente und Messgeräte
4.3 Stichprobenkonstruktion
4.4 HIF-Trainingsintervention
4.5 Untersuchungsdurchführung
4.6 Datenanalyse
4.7 Methodenkritik
5 Ergebnisse
5.1 30-Meter Sprint
5.2 Medizinballdruckwurf
5.3 Standweitsprung
5.4 Liegestütz rücklings
5.5 800-Meter Lauf
6 Diskussion
6.1 Auswertung der Ergebnisse und theoretische Begründungen
6.2 Methodenkritik
7 Fazit und praktische Konsequenzen für den Schulsport
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von hochintensivem funktionalem Training (HIFT) als zeitsparende und effektive Methode zur Verbesserung motorischer Fähigkeiten von Schüler*innen im Rahmen des Sportunterrichts, um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken und die Handlungsfähigkeit im Sport zu fördern.
2.2.3 HIFT (High-Intensity Functional Training)
Im Kapitel 2.2.2 wurde das HIIT beschrieben und die Methode erläutert. Ersichtlich wurde auch, dass HIIT vor allem im Schulsport eine effektivere Alternative zum allgemeinen GAT darstellt, aber aktuelle Studien nur HIIT mit Lauftraining untersucht haben und das noch mit vergleichsweise hohem Zeitaufwand. Studien zum Thema HIIT in der Schule sind auf das Ausdauertraining in Verbindung mit allgemeinen Lauftraining (unimodal) ausgerichtet, welches durch eine Inanspruchnahme von mehr als 15% der Gesamtmuskulatur gekennzeichnet ist (vgl. Hollmann & Studier, 2009, S. 267). Aus diesem Grund wird noch eine weitere Trainingsmethode vorgestellt, die vor allem im amerikanischen Raum untersucht wurde und neben dem HIIT eine Alternative im Schulsport darstellen könnte.
Das HIFT, zu deutsch hochintensives funktionales Training, findet vor allem im Bereich des Militärs, der Polizei und Feuerwehr Anwendung, sprich in Berufsfeldern, die eine besondere physische und mentale Bereitschaft erfordern. Programme, die auf HIFT Prinzipen beruhen, sind beispielsweise CrossFit®, welches im Kapitel 2.2.4 näher beleuchtet wird, SEALFIT und das US Marine Corps hochintensive taktische Training (HITT) (Haddock, 2016, S. 1). Die erste Nennung einer HIFT-Intervention außerhalb des Militärbereichs wurde erst 2014 von Heinrich und Kollegen unter der Betrachtung der Freude und Motivation zwischen Personen, die ein HIFT Programm absolvieren und zwischen Personen, die traditionelles moderates Ausdauerdauer und Krafttraining ausübten.
HIFT beruht auf funktionalem, mehrgelenkigem Training, welches auf aerobe oder widerstandsbasierte Arbeitsweise, die allgemeine Fitness verbessern soll (Feito et al. 2018; Heinrich, 2015).
Die Frage, die sich nun stellt ist, ob HIFT und HIIT überhaupt voneinander unterschieden werden können und wenn ja, wo der Unterschied zwischen den beiden Trainingsmethoden liegt?
Feito (2018, S.1) beschreibt die Unterscheidung von HIFT zu HIIT wie folgt:
„HIIT exercise is characterized by relatively short bursts of repeated vigorous activity, interspersed by periods of rest or low-intensity exercise for recovery, while HIFT utilizes constantly varied functional exercises and various activity durations that may or may not incorporate rest.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Bewegungsmangel in der modernen Gesellschaft und stellt die Relevanz von HIFT als zeiteffiziente Methode für den Sportunterricht heraus.
2 Theoretische Einordnung: Dieses Kapitel erläutert den Stand der Forschung zu Krafttraining im Kindes- und Jugendalter sowie die Unterschiede und Einsatzmöglichkeiten von HIIT und HIFT.
3 Problemstellung: Hier werden die Herausforderungen des aktuellen Sportunterrichts hinsichtlich Zeitaufwand und Motivation im Vergleich zu HIFT-Ansätzen diskutiert.
4 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das quasi-experimentelle Studiendesign, die Teststationen sowie die Durchführung der HIFT-Intervention mit einer 10. Klasse.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Leistungsentwicklung der Versuchs- und Kontrollgruppe über die drei Testzeitpunkte in den motorischen Bereichen Sprint, Wurf, Sprung, Kraftausdauer und Lauf.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit bestehender Literatur verglichen und methodische Limitationen der Studie kritisch reflektiert.
7 Fazit und praktische Konsequenzen für den Schulsport: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die Integration von HIFT in den schulischen Sportalltag abgeleitet.
HIFT, HIIT, CrossFit, Krafttraining, Schulsport, motorische Fähigkeiten, Kraftausdauer, Schnellkraft, Ausdauer, Sportunterricht, Jugendliche, Trainingsintervention, Leistungsentwicklung, Bewegungsförderung, Fitness
Die Arbeit untersucht, ob hochintensives funktionales Training (HIFT) eine effektive Methode ist, um motorische Fähigkeiten von Schüler*innen in einem zeiteffizienten Rahmen im Sportunterricht zu steigern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Trainingswissenschaft im Schulsport, der Anwendung von HIFT-Methoden und deren Vergleich zu konventionellen Unterrichtsmodellen.
Ziel ist es zu klären, ob zweimal wöchentliche HIFT-Workouts von unter fünf Minuten ausreichen, um signifikante Verbesserungen in Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit zu erzielen, ohne den regulären Unterrichtsablauf zu beeinträchtigen.
Es handelt sich um eine explorative, quasi-experimentelle Längsschnittstudie mit einem Prä-Inter-Posttest-Design, bei der eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe über acht Wochen hinweg verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Trainingsmethoden, die detaillierte Darstellung der durchgeführten Interventionsmethode sowie eine objektive Auswertung der erhobenen motorischen Testergebnisse.
Die Arbeit lässt sich vor allem über die Begriffe HIFT, CrossFit, Kraftausdauer, Schulsport und motorische Leistungsfähigkeit definieren.
Die Wahl fiel auf 15- bis 16-jährige Schüler*innen, da dies laut dem Modell der sensiblen Phasen eine ideale Zeitspanne für die Entwicklung von Ausdauer- und Kraftfähigkeiten darstellt.
HIFT ermöglicht durch den Verzicht auf festgeschriebene Pausenzeiten und die Nutzung multimodaler, abwechslungsreicher Übungen eine stärkere Individualisierung und eine höhere Motivation bei gleichzeitiger Zeitersparnis.
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