Fachbuch, 2008
71 Seiten, Note: "-"
1. Auf den Spuren von Madame Tussauds
2. Das Erdgeschoß
3. Die erste Etage
4. Die zweite Etage
5. Die dritte Etage
Die Arbeit dokumentiert den Aufbau und die inhaltliche Gestaltung eines fiktiven Museums namens „Paloptikum“, in dem Ababa, eine vierstellige Zahl, zusammen mit ihren Mitarbeitern komplexe, durch Palindromisierungsprozesse generierte Strukturen aus Zahlen und Pixeln ausstellt.
1. Auf den Spuren von Madame Tussauds
Ababa entstieg der U-Bahn. Langsamen Schrittes ging sie auf die Treppe zu, die nach oben, in die City of Westminster, führt. Unweit von hier musste die Marybelone Road verlaufen, wo sich das berühmte Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds befand. Sie war das erste Mal in London, doch das pulsierende Leben einer Großstadt war ihr nicht fremd. Menschen über Menschen, Busse, Autos, Motorräder, Fahrräder drängten sich in der nicht allzu breiten Straße. Gruppen von Touristen standen gestikulierend und fotografierend herum. Ababa hielt es für aussichtslos, einen der Passanten nach der Marylebone Road zu fragen. Sie folgte einfach dem Touristenstrom, der sich von Baker Street 221b, dem Sherlock Holmes-Museum, durch die Paddington Street untrüglich in Richtung des Kuriositätenkabinetts wälzte. Denn dieses war das Ziel ihrer Reise.
Seitdem ehemalige Freunde sie als gefeierte Tänzerin ins Chaos hatten stürzen lassen, führte sie in Paris ein von der übrigen Welt zurückgezogenes Leben. Doch sollte ihr das nicht lange beschieden sein. Sie fühlte, dass sie den Beifall des Publikums brauchte wie die Luft zum Atmen. Der Sturz ins Chaos hatte ihr die Lust an den Brettern, die ihr einst die Welt bedeutet hatten, zwar ein für allemal genommen; ihr Drang nach Kreatitivität und Erfolg war jedoch ungebrochen. Er war es, der sie hierher, nach London, in das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds geführt hatte.
1. Auf den Spuren von Madame Tussauds: Ababa besucht das berühmte Wachsfigurenkabinett in London, um Inspiration für die Gründung eines eigenen, ähnlichen Unternehmens in ihrem Heimatland Palindromien zu finden.
2. Das Erdgeschoß: Ababa eröffnet das „Paloptikum“, in dem sie keine Wachsfiguren, sondern durch algorithmische Prozesse generierte Zahlfiguren ausstellt, wobei sie von zwei Helfern unterstützt wird.
3. Die erste Etage: Das Team experimentiert mit komplexen Strukturen, sogenannten „Similaritäten“, bei denen sich Dreiecke in mathematischen Mustern reproduzieren und mit dem Lebensalter der Figuren wandeln.
4. Die zweite Etage: Der Fokus verlagert sich auf die Entdeckung und Ausstellung fraktaler Strukturen, insbesondere der nach Wacław Sierpinski benannten Gebilde, die als neue Exponate in den Saal aufgenommen werden.
5. Die dritte Etage: Das Team vervollständigt das Kabinett durch die Gestaltung der dritten Etage mit innovativen Mischformen der bisher entwickelten Figurentypen, bevor das Museum offiziell eröffnet wird.
Palindromisierung, Zahlfigurenkabinett, Paloptikum, Repetitive Sequenzen, Kernensemble, Similaritäten, Sierpinski-Dreiecke, Fraktale, Algorithmen, Strukturaufbau, Pixelgrafik, mathematische Visualisierung, Modellbildung, Palindromien, Elementarzelle
Die Erzählung beschreibt den Aufbau eines fiktiven Museums für mathematische Kunst, in dem algorithmisch erzeugte, zahlenbasierte Strukturen als visuelle Exponate ausgestellt werden.
Zentral sind die Anwendung palindromischer Rechenoperationen zur Erzeugung visueller Muster, die systematische Archivierung dieser Muster und die spielerische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Konzepten wie Fraktalen.
Das Ziel ist die Darstellung eines kreativen Prozesses, in dem abstrakte mathematische Ergebnisse durch die „Knettechnik“ in eine museale, visuelle Form gebracht werden.
Es werden iterative mathematische Verfahren eingesetzt, bei denen Zahlenfolgen durch Addition und Subtraktion umgewandelt und als farbige Pixelfolgen visualisiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die thematische Einrichtung der drei Etagen des Museums, wobei jedes Stockwerk spezifische mathematische Figurentypen wie PERs, SIMs und Sierpinski-Varianten beherbergt.
Wichtige Begriffe sind Palindromisierung, Kernensemble, Similaritäten, fraktale Strukturen, Elementarzelle und Paloptikum.
Es ist ein von der Protagonistin Ababa geprägter Begriff für ein Figurenkabinett, das keine physischen Wachsfiguren enthält, sondern rein zahlentheoretisch generierte "Palfiguren" ausstellt.
Die 32 Schüsseln repräsentieren unterschiedliche Zahlensysteme bzw. Basen, die als Grundlage für das zu "knetende" Zahlenmaterial dienen.
Das Kneten ist eine Metapher für den algorithmischen Prozess, bei dem Ausgangszahlen gestreckt, gedreht oder gemischt werden, um spezifische Strukturen oder "Figuren" zu erzeugen.
Durch Variation der Zykluslänge beim Knetprozess können unterschiedliche Wachstumsstadien einer Struktur erzeugt werden, was Ababa als Analogie zu verschiedenen Lebensaltern verwendet.
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