Bachelorarbeit, 2014
35 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Monte-Carlo-Simulation von Aktienkursen
3.1. Allgemeines
3.2. Was ist eine Monte-Carlo-Simulation
3.3. Aktienkurse als stochastischer Prozess
3.4. Aktienkurssimulation aus historischen Renditen
3.4.1. Generieren von Zufällig-Realverteilten-Rendite
3.4.2. Simulation der Aktienrenditen
4. Die Bewertung von Optionsscheinen
4.1. Begriffsabgrenzung
4.2. Struktur und Eigenschaften von Optionsscheinen
4.3. Erste Bewertungsgrenzen
4.4. Bewertung mittels Monte-Carlo simulierter Aktienkurse
4.4.1. Vergleich mit dem Black-Scholes-Merton Model
4.4.2. Vergleich mit dem Wiener-Prozess
4.4.3. Vergleich mit am Markt gehandelten Optionsscheinen
5. Kritische Beurteilung
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines alternativen Bewertungsverfahrens für europäische Optionsscheine mittels Monte-Carlo-Simulation, welches ohne die einschränkende Annahme normalverteilter Aktienrenditen auskommt.
3.4.1. Generieren von Zufällig-Realverteilten-Rendite
Um jetzt zufällige Renditen zu generieren, welche der Verteilung der historischen Renditen entsprechen, bedarf es einer anderen Darstellung der realverteilten Renditen. Wird die Dichtefunktion als kumulierte Dichtefunktion zwischen Null (0%), also dem Mindestwert der historischen Renditen, und 1 (100%), dem Maximalwert der der historischen Renditen, dargestellt, ergibt sich eine Verteilung wie in Abbildung 4.
Nun lässt sich mit Hilfe von Excel-generierten Zufallszahlen eine realverteilte Rendite aus dieser Verteilung abrufen. Mit der Funktion ZUFALLSZAHL() lässt sich eine zufällige Zahl zwischen Null und Eins generieren. Wie im Excel-Arbeitsblatt „kumulierte Dichtefunktion“ durchgeführt, wird mit der Zufallszahl auf die entsprechende Rendite auf der X-Achse verwiesen.
Vergleicht man es mit dem oben gezeigten Wiener-Prozess, bei dem sich die Tageskurse mit σϵ , also einer zufällig-normalverteilten Zahl entwickeln, wurde hier ein Zwischenschritt eingefügt und die Normalverteilung durch die Realverteilung ersetzt. Damit wird erreicht, dass der Zufallsaspekt bleibt, die Normalverteilung aber ausgenommen wird.
Beliebig oft lassen sich so Tagesrenditen aus der historischen Datenbasis generieren, was im Folgenden die Grundlage der hier durchgeführten Monte-Carlo-Simulation wird.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung von Optionsscheinen und die Herausforderungen bei deren Bewertung, sowie die Limitationen klassischer Modelle.
2. Problemstellung: Diskussion über die Notwendigkeit, realitätsnahe Modelle zu finden, die ohne starre Annahmen wie die Normalverteilung auskommen.
3. Monte-Carlo-Simulation von Aktienkursen: Erläuterung der Monte-Carlo-Methode und Modellierung von Aktienrenditen anhand historischer Daten als stochastischer Prozess.
4. Die Bewertung von Optionsscheinen: Anwendung der simulierten Aktienkurse auf die Preisbestimmung von europäischen Optionsscheinen und Vergleich mit Referenzmodellen.
5. Kritische Beurteilung: Reflexion über die methodischen Grenzen, die Datenwahl und die Manipulationsanfälligkeit des Simulationsmodells.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Monte-Carlo-Simulation als Alternative zu Standardmodellen trotz bestehender konzeptioneller Herausforderungen.
Monte-Carlo-Simulation, Optionsscheine, Aktienrenditen, Stochastischer Prozess, Realverteilung, Normalverteilung, Finanzmathematik, Black-Scholes-Merton, Derivate, Historische Daten, Risikobewertung, Zeitwert, Innerer Wert, Börsenhandel, Modellierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer alternativen Bewertungsmethode für europäische Optionsscheine mittels einer Monte-Carlo-Simulation, um die Abhängigkeit von der klassischen Normalverteilungsannahme zu verringern.
Die zentralen Themen sind die stochastische Modellierung von Aktienrenditen, der Vergleich zwischen verschiedenen Preisbildungsmodellen und die Analyse historischer Marktdaten.
Das Ziel ist es, den „wahrscheinlichsten“ Wert eines Optionsscheins zu ermitteln, indem historische Renditedaten verwendet werden, anstatt sich auf die mathematisch elegante, aber oft realitätsferne Normalverteilung zu stützen.
Es wird eine Monte-Carlo-Simulation eingesetzt, bei der durch die Generierung zahlreicher Zufallspfade auf Basis historischer Tagesrenditen eine künstliche Stichprobe für die zukünftige Kursentwicklung erstellt wird.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Simulation, die datengestützte Generierung von Renditen sowie die praktische Bewertung von Optionsscheinen im Vergleich zum Black-Scholes-Merton-Modell und dem Wiener-Prozess.
Wichtige Begriffe sind Monte-Carlo-Simulation, Optionsscheine, Aktienrenditen, Realverteilung und Finanzmarktinstrumente.
Die Normalverteilung wird kritisiert, da sie in der realen Welt der Finanzmärkte häufig nicht gegeben ist, was zu einer unzureichenden Modellierung von Extremereignissen oder Renditeverteilungen führen kann.
Historische Daten dienen als empirische Basis, um die Wahrscheinlichkeitsverteilung zukünftiger Renditen abzubilden, wobei der Autor bewusst die Verwendung von 253 Tagesrenditen (ein Handelsjahr) wählt, um eine Balance zwischen Relevanz und Datenmenge zu finden.
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