Bachelorarbeit, 2018
68 Seiten, Note: 1.5
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen und Quellen zur Entstehung von Selbstwirksamkeit
2.1 Eigene Erfolgserlebnisse (Mastery Experiences)
2.2 Stellvertretende Erfahrungen (Vicarious Experiences)
2.3 Verbale Ermutigung (Verbal Persuasion)
2.4 Wechselbeziehung von emotionaler Erregung (Emotional Arousal) und Selbstwirksamkeit
2.4.1 Einfluss von emotionaler Erregung auf Selbstwirksamkeit
2.4.2 Einfluss von Selbstwirksamkeit auf emotionale Erregung
2.5 Handlungsoptimismus als Moderatorvariable zwischen Erfolgserlebnissen und Selbstwirksamkeitsentstehung
3 Einfluss von Selbstwirksamkeit auf Leistungsfähigkeit und Leistungsmotivation Selbstwirksamkeit
3.1 Auswirkungen von Selbstwirksamkeit auf die Leistungsfähigkeit
3.1.1 Leistungsfähigkeit
3.1.2 Kognitive Prozesse der Selbstwirksamkeit
3.1.3 Persönlichkeitseigenschaften der Core Self-Evaluations
3.2 Protektive Funktion der Selbstkontrollfähigkeit
3.2.1 Zusammenhang von Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit
3.3 Auswirkungen von Selbstwirksamkeit auf die Leistungsmotivation
3.3.1 Handlungskontrollstile zur Bestimmung der Motivationstendenz
3.4 Einfluss selbstwirksamkeitsabhängiger Attributionsstile auf Leistungsbeurteilung und darauffolgende Leistungsentstehung
4 Selbstwirksamkeitsabhängige situative Bedingungen zur Leistungssteigerung
4.1 Kontrollspielräume (Job Control)
4.2 Bedeutsamkeit von Arbeitsaufgaben (Task Significance)
4.3 Tiefenhandeln (Deep Acting)
4.4 Coping
4.5 Kreativität im Teamkontext
4.6 Servant Leadership
5 Diskussion
5.1 Entstehungsquellen von Selbstwirksamkeit
5.1.1 Limitationen und Implikationen
5.2 Einfluss von Selbstwirksamkeit auf Leistungsfähigkeit
5.3 Protektive Funktion der Selbstkontrollfähigkeit
5.4 Einfluss von Selbstwirksamkeit auf Leistungsmotivation
5.5 Einfluss selbstwirksamkeitsabhängiger Attributionsstile auf Leistungsbeurteilung und darauffolgende Leistungsentstehung
6 Implikationen der selbstwirksamkeitsabhängigen situativen Bedingungen zur Leistungssteigerung
6.1 Kontrollspielräume (Job Control)
6.2 Bedeutsamkeit von Arbeitsaufgaben (Task Significance)
6.3 Tiefenhandeln (Deep Acting)
6.4 Prävention selbstwirksamkeitsbedingter Stressoren durch Coping
6.5 Kreativitätspotenziale im Teamkontext
6.6 Servant Leadership
7 Fazit
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht mittels einer systematischen Literaturanalyse, inwiefern die Selbstwirksamkeitserwartung interindividuelle und intraindividuelle Arbeitsleistungen beeinflusst. Das primäre Ziel besteht darin, ein integratives Gesamtmodell zu entwickeln, das die Wechselwirkungen zwischen Selbstwirksamkeit, kognitiven Prozessen, Motivation und situativen Bedingungen sowie deren Auswirkung auf berufliche Leistungsergebnisse veranschaulicht.
1 Einleitung
„If self-efficacy is lacking, people tend to behave ineffectually, even though they know what to do.” (Bandura, 1982, S. 127)
Unter mangelnder Selbstwirksamkeitserwartung sind Personen einem Verhalten ausgesetzt, das unwirksam und nicht effizient ist obwohl sie genau wissen, was sie tun müssen (vgl. obiges Zitat nach Bandura). Das Gefühl fehlender Selbstwirksamkeit lässt sich wie folgt beschreiben: „Ohne das Gefühl der Selbstwirksamkeit beginnen wir, die Welt als immer unüberschaubarer, die Fülle an Aufgaben als immer weniger bewältigbar zu empfinden. Alles scheint uns plötzlich zu komplex. Wenn man einmal tatsächlich Opfer ungünstiger Rahmenbedingungen ist, bringt auch das ständige Jammern keine persönlichen Vorteile, auch wenn es kurzfristig Linderung verschaffen mag, sich auf ein gemeinsames Feindbild einzuschwören. Wir lernen dabei, hilflos zu sein, und müssen mit den Konsequenzen leben.“ (Hufnagl, 2017) Um die Anforderungen des Lebens bewältigen zu können, ist folglich ein stabiler und tiefer Glaube an die Effektivität eigener Fähigkeiten entscheidend.
Das Maß an wahrgenommener Selbstwirksamkeit determiniert bereits im Kindesalter die berufliche und akademische Bestrebung sowie den Entwicklungsverlauf (Bandura, Barbaranelli, Caprara & Pastorelli, 2001, S. 187-206). Sie kann als Vorgänger oder Komponente der Entstehung von Angst und Depression eingestuft werden (Tahmassian & Moghadam, 2011, S. 92). Ebenso wird die mangelnde Selbstwirksamkeit als Hauptauslöser für berufliches Ausbrennen eingeschätzt. Folglich können selbstwirksamkeitsdefizite in der Diagnose von Burnout enden (Leiter, 1992, S. 107-115). Der Begründer des Selbstwirksamkeitskonstrukts Albert Bandura betrachtet die Selbstwirksamkeitserwartung als besten Prädiktor, um Vorhersagen über Leistungsqualität herzustellen (Hornig, nach Bandura, 2016).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Selbstwirksamkeit für berufliche Leistungen ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der systematischen Literaturanalyse.
2 Begriffsbestimmungen und Quellen zur Entstehung von Selbstwirksamkeit: Das Kapitel erläutert das theoretische Fundament der Selbstwirksamkeit und analysiert die vier primären Entstehungsquellen sowie die Rolle des Handlungsoptimismus.
3 Einfluss von Selbstwirksamkeit auf Leistungsfähigkeit und Leistungsmotivation Selbstwirksamkeit: Hier wird untersucht, wie Selbstwirksamkeit über kognitive Prozesse, Selbstkontrolle und Motivation die Leistungsfähigkeit von Individuen beeinflusst.
4 Selbstwirksamkeitsabhängige situative Bedingungen zur Leistungssteigerung: Dieses Kapitel betrachtet situative Einflussfaktoren wie Kontrollspielräume, Aufgabenbedeutsamkeit und Coping-Strategien im Kontext der Selbstwirksamkeit.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse kritisch reflektiert, Limitationen aufgezeigt und in ein zusammenfassendes Gesamtmodell überführt.
6 Implikationen der selbstwirksamkeitsabhängigen situativen Bedingungen zur Leistungssteigerung: Hier werden praktische Handlungsempfehlungen für das Management abgeleitet, um Leistungsdefizite durch gezielte situative Gestaltung zu vermeiden.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Bedeutung der Selbstwirksamkeit als entscheidende Variable für berufliche Leistungsergebnisse.
Selbstwirksamkeit, Leistungsfähigkeit, Leistungsmotivation, Selbstkontrolle, Arbeitsleistung, Handlungsoptimismus, Burnout, Coping, Servant Leadership, Attributionsstile, Kreativität, Emotionsarbeit, Person-Situation-Debatte, berufliche Leistung, Literaturanalyse.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Selbstwirksamkeitserwartung auf die berufliche Leistungsentstehung unter Berücksichtigung verschiedener psychologischer Einflussfaktoren.
Zentrale Themen sind die Entstehungsquellen der Selbstwirksamkeit, der Zusammenhang mit kognitiven Prozessen und Motivation sowie die Rolle situativer Arbeitsbedingungen.
Das primäre Ziel ist es, in einer systematischen Literaturanalyse zu klären, inwiefern die Selbstwirksamkeitserwartung interindividuelle Arbeitsleistungen beeinflusst und dies in einem Gesamtmodell abzubilden.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, bei der bestehende theoretische Ansätze und empirische Studien verknüpft werden, um ein integratives Modell zu bilden.
Der Hauptteil behandelt die Entstehungsquellen der Selbstwirksamkeit, deren direkte Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und Motivation sowie die Bedeutung situativer Faktoren und organisationaler Ansätze wie Servant Leadership.
Selbstwirksamkeit, berufliche Leistung, Motivation, Selbstkontrolle, Leistungsfähigkeit, Attributionsstile und situative Bedingungen.
Der Handlungsoptimismus fungiert als Moderatorvariable, die beeinflusst, wie subjektive Erfolgswahrscheinlichkeiten und damit die Selbstwirksamkeit nach Erfolgserlebnissen ausgeprägt werden.
Ego Depletion beschreibt den Zustand verbrauchter Ressourcen nach Ausübung von Selbstkontrolle, was bei Erschöpfung die Selbstwirksamkeit mindern und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann.
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