Masterarbeit, 2021
156 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Motivation zur Wahl und Relevanz des Themas
1.2. Problemstellung und Vorstellung des Themas
1.3. Ziel und Methodik der Arbeit
1.4. Verlauf und Aufbau der Argumentation
1.5. Themenfelder und Kapitel
2. Zwischenmenschliche Kommunikation
2.1. Kommunikationstheoretische Ansätze
2.2. Definitionen und Abgrenzungen
2.3. Kommunikationsmodelle
2.3.1. Das Sender-Empfänger-Modell nach Shannon/Weaver
2.3.2. Die Lasswell-Formel
2.3.3. Paul Watzlawick und die Pragmatik der Kommunikation
2.3.4. Das Organon Modell von Karl Bühler
2.3.5. Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun
2.4. Zusammenfassung
2.5. Diskussion und Kritik
3. Körperliche und nonverbale Kommunikation
3.1. Definitionen und Bedeutung von Körpersprache
3.2. Funktionen nonverbaler Kommunikation
3.2.1. Allgemeine nonverbale Funktionen nach Ekman und Friesen
3.2.2. Allgemeine nonverbale Funktionen nach Scherer
3.3. Dimensionen der Körpersprache
3.3.1. Mimik (Gesichtsausdruck)
3.3.2. Blickverhalten oder Blickkontakt
3.3.3. Gestik (Zeichen und Signale in Form von Körperbewegungen)
3.3.4. Körperhaltung
3.3.5. Proxemik (Raumverhalten bzw. Nähe- und Distanzverhalten)
3.3.6. Aussehen und Kleidung
3.3.7. Nonverbale Vokalisierungen
3.4. Emotionen, Gefühle, Stimmungen und körpersprachlicher Ausdruck
3.4.1. Emotionen als Auslöser und Ausdruck von Körpersprache
3.4.2. Gefühle und Stimmungen als Körperspracheausdruck
3.5. Ursprünge von Körpersprache
3.5.1. Anatomische und physiologische Grundlagen der Körpersprache
3.5.2. Evolution und Entwicklung von Körpersprache
3.5.3. Erziehung und Entwicklung von Körpersprache
3.5.3.1. Die Bedeutung des Gesichtsausdrucks in Erziehung und Entwicklung
3.5.3.2. Die Bedeutung von Blickverhalten in Erziehung und Entwicklung
3.5.4. Kultur und Körpersprache
3.6. Zusammenfassung
3.7. Diskussion und Kritik
4. Digitale, mediatisierte Kommunikation und Social Media
4.1. Einführung
4.2. Historischer Hintergrund
4.3. Definition und Bedeutung von digitaler, mediatisierter Kommunikation
4.4. Computervermittelte, mediatisierte Kommunikation im Vergleich zu „Face-To-Face“-Kommunikation
4.5. Interpersonelle, mediatisierte Kommunikation
4.6. Soziale Medien wie Facebook, Instagram, WhatsApp & Co. für die interpersonelle Kommunikation
4.7. Körperspracheersatz bei digitaler Kommunikation
4.7.1. Emojis & Emoticons
4.7.2. Soundwörter, Aktionswörter & Akronyme
4.7.3. GIFs und Memes
4.8. Zusammenfassung
4.9. Diskussion und Kritik
5. Auswirkungen mediatisierter Kommunikation auf interpersonelle Kommunikation
5.1. Digitale Demenz und digitaler Autismus
5.2. Verlust zur Fähigkeit von Empathie
5.3. Zusammenfassung
5.4. Diskussion und Kritik
6. Fazit und Zusammenfassung
6.1. Resümee
6.2. Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht den Einfluss der zunehmenden Nutzung digitaler Kommunikationsmittel auf die Wahrnehmungsfähigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation, insbesondere im Hinblick auf das Lesen und Interpretieren von Körpersprache. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob durch ein Leben in „Medienwelten“ die Fähigkeit zur nonverbalen Kommunikation verlernt wird und welche Folgen dies für die zwischenmenschliche Verständigung hat.
1.1. Motivation zur Wahl und Relevanz des Themas
Zu Beginn meiner Arbeit habe ich mir die sehr provokante Frage gestellt, ob wir uns zu „kommunikativ Beeinträchtigten“ entwickeln oder dies sogar schon durch die Nutzung von digitalen Kommunikationsmitteln und einem Übermaß an Medienkonsum geworden sind. Diese sehr bewusst gewählte Polemik der Bewahrpädagogik, auch vorneweg im Titel der Arbeit mit der Anspielung darauf, dass wir eine Generation von „Pseudo-Autisten“ heranziehen, nimmt Bezug auf Studien und Medienberichte und zeigt damit einen kulturkritischen Blick auf das Geschehen unserer Zeit.
Kommunikation ist ein komplexes Konstrukt aus Sprache, Tonfall, Lautstärke, Gestik, Mimik, Körperhaltung und vielen weiteren Facetten von nonverbaler und paraverbaler Kommunikation (vgl. Plate 2014: 23). Aber was, wenn Teile dieses komplexen Konstrukts verkümmern, verlernt oder nie gelernt werden, wenn zwischenmenschliche Kommunikation durch den Einsatz von digitalen Kommunikationsmitteln ersetzt, wenn persönliche Gespräche und das einander Verstehen „auf der Strecke bleiben“, werden unsere Kinder dann zu „Pseudo-Autisten“? Entwickeln sie sich zu so genannten „Smombies“? Wächst eine Generation „kommunikativ Beeinträchtigter“ heran?
Sonja Gobara, Leiterin des Ambulatorium Sonnenschein, nennt im ORF Thema-Beitrag vom 5. Oktober 2020 ein neues Krankheitsbild, den „Pseudo-Autismus“, ausgelöst durch exzessiven Handy- und Tablet-Konsum bei Kindern (vgl. ORF Thema 2020).
Denn Kinder, die in ihrem Therapiezentrum behandelt werden, zeigen vermehrt ähnliche Symptome wie Autisten, meiden Blickkontakt und zeigen wenig soziale Motivation mit dem Gegenüber in Kontakt zu treten. Digitale Medien vereinnahmen, weiß auch Georg Sojka (ORF Thema 2020) am Institut für Erziehungshilfe, „wir beamen uns von der realen, allgemeinen Welt weg auf dieses eine Gerät, fokussieren uns stark und lassen uns nicht ablenken – und verlieren kommunikative Kompetenz,“ ist Sojka (ORF Thema 2020) überzeugt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der mediatisierten Kommunikation und deren kritische Betrachtung hinsichtlich des Verlusts kommunikativer Kompetenzen.
2. Zwischenmenschliche Kommunikation: Analyse theoretischer Grundlagen und Kommunikationsmodelle, die die Basis für das Verständnis des zwischenmenschlichen Austauschs bilden.
3. Körperliche und nonverbale Kommunikation: Untersuchung der Körpersprache als wesentlicher Bestandteil der menschlichen Interaktion, inklusive biologischer und soziokultureller Ursprünge.
4. Digitale, mediatisierte Kommunikation und Social Media: Erörterung der digitalen Mediennutzung und deren Einfluss auf die Kommunikationsformen sowie der Ersatz von Körpersprache durch digitale Substitute.
5. Auswirkungen mediatisierter Kommunikation auf interpersonelle Kommunikation: Kritische Auseinandersetzung mit möglichen negativen Folgen wie digitaler Demenz, Autismus und Empathieverlust bei heranwachsenden Generationen.
6. Fazit und Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Reflexion über die ambivalenten Auswirkungen der Mediatisierung auf die menschliche Kommunikationsfähigkeit.
Körpersprache, Zwischenmenschliche Kommunikation, Digitale Kommunikation, Mediatisierung, Nonverbale Signale, Mimik, Gestik, Medienalltag, Digitaler Autismus, Empathie, Sozialverhalten, Emojis, Kommunikationstheorie, Mediensozialisation, Smartphone-Nutzung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen digitaler Kommunikationsmittel auf die menschliche Fähigkeit, nonverbale Signale und Körpersprache in interpersonellen Interaktionen wahrzunehmen und zu interpretieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der zwischenmenschlichen Kommunikation, den Grundlagen der Körpersprache, dem Medienwandel sowie den Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auf die kindliche Entwicklung und das soziale Miteinander.
Das Ziel ist herauszuarbeiten, ob durch die ubiquitäre Nutzung digitaler Medien das „Lesen“ von Körpersprache verlernt wird und wie sich dies auf die Qualität der Verständigung auswirkt.
Die Arbeit nutzt die Metaanalyse als Methode, um einen Überblick über vorhandene Studien und Fachliteratur zu geben und diese zur Beantwortung der Forschungsfrage zusammenzuführen und kritisch zu diskutieren.
Im Hauptteil werden theoretische Kommunikationsmodelle, die Bedeutung und Kategorisierung nonverbaler Kommunikation sowie die spezifischen Mechanismen und Substitutionsformen der digitalen Kommunikation (wie Emojis oder Memes) detailliert erörtert.
Zentrale Begriffe sind Körpersprache, Mediatisierung, digitale Kommunikation, nonverbale Signale, soziale Kompetenz, Empathie und Mediensozialisation.
Die Arbeit diskutiert, dass Kinder, die exzessiv Medien nutzen, vermehrt Schwierigkeiten zeigen können, nonverbale Signale wie Blickkontakt zu deuten, was langfristig die Entwicklung sozialer Fertigkeiten und Empathie beeinträchtigen kann.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Emojis und Emoticons nur bedingt als Ersatz für Körpersprache dienen können, da sie im Gegensatz zum intuitiven und spontanen körperlichen Ausdruck meist bewusste und punktuelle Setzungen sind, die die Komplexität menschlicher Kommunikation nicht vollständig abbilden.
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