Diplomarbeit, 2002
136 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit analysiert die Teilhabe schwerstbehinderter Menschen am Arbeitsleben in Deutschland. Ziel ist es, die Defizite im bestehenden Rehabilitationsrecht aufzuzeigen und ein alternatives, ganzheitliches Konzept für die Arbeitsrehabilitation zu entwickeln.
Die Einleitung führt in das Thema der Teilhabe schwerstbehinderter Menschen am Arbeitsleben ein und zeigt die Defizite im deutschen Rehabilitationsrecht auf. Anschließend beleuchtet Kapitel 1 den Personenkreis der Schwerstbehinderten und diskutiert verschiedene Definitionen. In Kapitel 2 wird die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) kritisch betrachtet und deren historische Entwicklung sowie die heutige Struktur und Rechtsstellung beleuchtet. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Bedeutung der Arbeit für den Menschen im Allgemeinen und für behinderte Menschen im Besonderen.
Kapitel 4 stellt die Forderung nach einem neuen Verständnis der Arbeitsrehabilitation auf und diskutiert den Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Realität und normativer Utopie. Schließlich präsentiert Kapitel 5 die Bedeutung der Tätigkeit für die Persönlichkeitsentwicklung und stellt die Theorie der „Zone der nächsten Entwicklung“ als Instrumentarium einer entwicklungsgemäßen Persönlichkeitsförderung vor.
Schwerste Behinderung, Teilhabe am Arbeitsleben, Rehabilitationsrecht, Werkstatt für behinderte Menschen, Arbeitsrehabilitation, Tätigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Zone der nächsten Entwicklung, ganzheitliches Konzept, Werkstatt für alle.
Kritiker bemängeln, dass Menschen mit schwersten Behinderungen oft als "minderproduktiv" eingestuft werden und ihnen dadurch der Rechtsanspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben verwehrt bleibt.
Es ist ein Alternativmodell zur klassischen WfbM, das Arbeit nicht über Leistung definiert, sondern als Medium für die Persönlichkeitsentwicklung begreift, an dem jeder Mensch teilhaben kann.
Dieses psychologische Konzept dient dazu, das Entwicklungspotenzial eines Menschen zu erkennen und ihn durch angemessene Tätigkeitsangebote individuell in seiner Persönlichkeit zu fördern.
Die Definition orientiert sich weniger an medizinischen Diagnosen, sondern an dem hohen Hilfebedarf und den sozialen Bedingungen, die eine Teilhabe am herkömmlichen Arbeitsmarkt erschweren.
Arbeit bietet Struktur, soziale Kontakte und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. In modernen Gesellschaften ist sie zudem ein zentraler Faktor für den sozialen Status und das Selbstwertgefühl.
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