Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 2.5
1. Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Literaturrecherche
1.3 Theoretische Annäherung
1.3.1 Alexithymie
1.3.2 Emotionale Intelligenz
1.4 Fragestellung und Hypothesen
1.5 Nutzen der Arbeit
2. Stand der Forschung
2.1 Unterteilung der Alexithymie
2.2 Ätiologie und Pathogenese der Alexithymie
2.3 Epidemiologie und Prävalenz der Alexithymie
2.4 Alexithymie und negative Affektivität
2.5 Alexithymie und emotionale Intelligenz
2.6 Korrelate emotionaler Intelligenz
3. Methoden
3.1 Verwendete Verfahren
3.1.1 Die Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-26)
3.1.2 Das Emotional Intelligence Inventar (EI4)
3.1.3 Positive Affect Negative Affect Scale (PANAS)
3.2 Stichprobe
3.3 Soziodemographische Variablen
3.4 Erhebung
3.5 Statistische Auswertung
4. Ergebnisse
4.1 Auswertung
4.2 Stichprobenbeschreibung
4.3 Hauptergebnisse
4.4 Nebenergebnisse
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Hauptergebnisse
5.2 Interpretation der Nebenergebnisse
5.3 Kritik
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht einen potenziellen Zusammenhang zwischen Alexithymie und emotionaler Intelligenz, wobei der negative Affekt als Mediatorvariable berücksichtigt wird, um die theoretische Überlappung beider Persönlichkeitskonstrukte empirisch zu prüfen.
1.3.1 Alexithymie
Alexithymie ist ein Begriff, der aus dem griechischen in seine Bestandteilen a = Fehlen, lexis = Wort und thymos = Gefühl wörtlich übersetzt „keine Worte für die Gefühle“ bedeutet. Umgangssprachlich wird es auch Gefühlsblindheit genannt. Bekannt wurde Alexithymie zuerst als klinisches Phänomen, sowohl im amerikanischen als auch im europäischen Raum, vor allem, weil es mit psychosomatischen Beschwerden in Verbindung gebracht (Lesser, 1981, S. 531–543) wurde. In Amerika wurde es erstmals von Nemiah, Freyberger und Sifneos (1976) definiert. Unter dem Begriff verstanden sie die Unfähigkeit der Patienten, ihre eigenen Gefühle zu erkennen und in Worten zu beschreiben. Beschrieben wurde von ihnen auch eine begrenzte imaginäre Kapazität und ein extern orientierter Denkstil, der in der europäischen Literatur zeitgleich als „externally orientated thinking“ oder „pensée opératoire“ (Marty & de M`Uzan, 1963) bezeichnet wurde.
Der Betroffene richtet seinen Denkfokus bei einem extern orientierten Denkstil vielmehr auf das äußere Geschehen, als auf das innere Erleben. Außerdem zeigen Menschen mit einem extern orientierten Denkstil wenig Einfühlungsvermögen in das emotionale Befinden anderer. Es zeigte sich darüber hinaus, dass alexithyme Personen Schwierigkeiten dabei haben, zwischen Emotionen und somatischen Empfindungen zu unterscheiden (Nemiah et al., 1976). Das bedeutet im Kern, dass sie zwar starke Empfindungen wie beispielsweise Wutausbrüche erleben, können den Erregungszustand jedoch bezüglich seines Ursprungs und seiner Qualität nur schwer einordnen (Ahrens, 1987). Des Weiteren legen sie nur eine eingeschränkte Vorstellungskraft an den Tag (Sifneos, 1996). Weitere mit Alexithymie assoziierte Merkmale sind nach Taylor, Bagby und Parker (1997) eine steife, hölzern wirkende Körperhaltung; die Tendenz zur sozialen Konformität; seltenes Erinnern von Trauminhalten sowie die Neigung, durch reines Agieren Gefühle auszudrücken oder Konfliktsituationen zu entschärfen. Auch eine Verarmung der Wiederspiegelung von den Emotionen in der Mimik wurde von Taylor et al. (ebd.) als alexithymie assoziiertes Merkmal aufgeführt.
1. Einleitung: Einführung in die Konstrukte Alexithymie und emotionale Intelligenz sowie Darstellung der Forschungsfrage und Hypothesen.
2. Stand der Forschung: Überblick über theoretische Konzepte, Ätiologie, epidemiologische Daten und bisherige Forschungsergebnisse zur Beziehung der untersuchten Merkmale.
3. Methoden: Erläuterung der verwendeten Erhebungsinstrumente (TAS-26, EI4, PANAS), der Stichprobenauswahl und des geplanten statistischen Auswertungsvorgehens.
4. Ergebnisse: Deskriptive Stichprobenbeschreibung sowie Darstellung der Hauptergebnisse hinsichtlich der Korrelationen und der Nebenergebnisse bezüglich soziodemographischer Daten.
5. Diskussion: Interpretation der statistischen Befunde vor dem Hintergrund bestehender Literatur sowie kritische Auseinandersetzung mit methodischen Limitierungen der Studie.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Forschungsarbeit und Implikationen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema.
Alexithymie, Emotionale Intelligenz, Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-26), Emotional Intelligence Inventar (EI4), Negativer Affekt, PANAS, Korrelationsanalyse, Affektregulation, Somatisierung, Psychosomatik, Persönlichkeitspsychologie.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen den beiden Persönlichkeitskonstrukten Alexithymie (Gefühlsblindheit) und emotionaler Intelligenz.
Die Themen umfassen die Identifikation und den Ausdruck von Emotionen, die emotionale Selbstkontrolle sowie die Rolle negativer Affekte als Mediatorvariable bei der Interaktion dieser Konstrukte.
Das primäre Ziel ist die empirische Prüfung der Hypothese, ob hohe Alexithymiewerte mit niedriger emotionaler Intelligenz korrelieren.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit N = 215 Teilnehmern durchgeführt, wobei zur Analyse der Daten Korrelationen nach Pearson und Spearman verwendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung der verwendeten Messinstrumente (TAS-26, EI4, PANAS), eine detaillierte Ergebnisauswertung und eine kritische Diskussion der Befunde.
Die zentralen Schlagworte sind Alexithymie, emotionale Intelligenz, affektive Regulation und negative Affektivität.
Die Arbeit diskutiert, dass methodische Faktoren wie die Zusammensetzung der Stichprobe (vorwiegend Studierende) oder die Rahmenbedingungen der Datenerhebung während der Corona-Pandemie die Ergebnisse beeinflusst haben könnten.
Der negative Affekt erweist sich als bedeutsam, da er als Mediator- bzw. Moderatorvariable fungiert und Zusammenhänge zwischen den Subskalen (z.B. Identifikation von Gefühlen und emotionale Selbstkontrolle) beeinflusst oder verstärkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

