Bachelorarbeit, 2021
127 Seiten, Note: 1,7
1 Aktuelle Bedeutung der Kommerzialisierung für die Bundesliga
1.1 Die Bundesliga als Wirtschaftsfaktor
1.2 Einflussfaktoren der emotionalen Fanverbundenheit anhand empirischer Analyse
1.3 Methodik und Vorgehen der qualitativen Forschung
2 Die Struktur des Lizenzfußballs
2.1 Verantwortliche Verbände für den deutschen Fußball
2.2 Anforderungen für das Lizenzierungsverfahren
2.3 Bedeutung der rechtlichen Kriterien
2.3.1 Fußballvereine als Kapitalgesellschaften
2.3.2 Sonderregelung für langjährige Kapitalgeber
3 Auswirkungen der Kommerzialisierung
3.1 Vermarktung der Medienrechte
3.1.1 Aktueller Verteilerschlüssel
3.1.2 Neuer Verteilerschlüssel
3.1.3 Neuer internationaler Verteilerschlüssel
3.2 Steigende Transfersummen
3.3 Steigenden Spielergehälter
4 Typologie der deutschen Fankultur
4.1 Dimensionen der Fan-Arten
4.1.1 Verbraucherorientierte Fans
4.1.2 Erfahrungsorientierte Fans
4.1.3 Fußballabhängige Fans
4.2 Die Rolle der Fans in der Bundesliga
5 Emotionale Verbundenheit der Fans
5.1 Grundannahmen zur emotionalen Fanverbundenheit und Kommerzialisierung
5.2 Konzeption der empirischen Analyse zur Erfassung der emotionalen Fanverbundenheit
5.2.1 Datenerfassung
5.2.2 Wahl des Erhebungsinstrumentes
5.2.3 Gestaltung des Forschungsdesigns
5.2.4 Interviewleitfaden
5.2.5 Transkriptionsregeln
5.2.6 Umgang mit Gütekriterien
5.3 Analyse der demografischen Daten
5.4 Mastertabelle
5.4.1 Hintergrund des Fan-Daseins
5.4.2 Wertung der Tradition
5.4.3 Stellenwert der 50+1 Regel
5.4.4 Auswirkungen des Fan-Daseins im Alltag
5.4.5 Einfluss der Kommerzialisierung auf die emotionale Verbundenheit der Fans
5.4.6 Persönliche Folgen durch die Kommerzialisierung
5.4.7 Einfluss der Kommerzialisierung auf die Vereine
5.5 Einflussfaktoren auf die emotionale Verbundenheit der Fans
6 Chancen und Risiken der Bundesliga durch die Kommerzialisierung
6.1 Wertung der Ergebnisse
6.2 Limitationen der empirischen Analyse
6.3 Zukünftige Perspektiven der Kommerzialisierung in der Bundesliga
7 Transkripte
7.1 Interview mit AM
7.2 Interview mit AH
7.3 Interview mit CS
7.4 Interview mit JF
7.5 Interview mit JA
7.6 Interview mit MB
7.7 Interview mit MH
7.8 Interview mit ML
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen zunehmender Kommerzialisierung im Profifußball auf die emotionale Bindung der Fans an ihre Vereine, mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen für Bundesligavereine zur Wahrung der Fankultur zu entwickeln.
Die Bundesliga als Wirtschaftsfaktor
Der Sport Fußball ist in Deutschland über die letzten Jahrzehnte zu einem immer größer werdenden Wirtschaftsfaktor geworden. Nicht nur, dass die Bevölkerung ein immer größer werdendes Interesse am Sport zeigt, auch die Medien und die Politik nehmen immer mehr Einfluss darauf. Die Umsatzzahlen vieler Bundesligavereine sind mittlerweile mit denen von mittelständischen Unternehmen zu vergleichen. Ebenfalls sind die Zahlen, die die größten Fußballligen in Europa zusammen aufweisen, mit dem Bruttosozialprodukt vieler kleiner Länder gleichzusetzen. Die nächste Grafik veranschaulicht deutlich, anhand der Umsatzzahlen, die hohe wirtschaftliche Relevanz der Bundesliga.
Dem Schaubild ist zu entnehmen, dass die Umsatzzahlen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, vor allem die Differenz zwischen der 1. und 2. Bundesliga wird immer größer. Dies kann zum einen von der Attraktivität des Fußballs abhängen, wobei dies für jeden Fan und Zuschauer individuell ist. Zum anderen ist auch das Interesse der Medien, im sogenannten Oberhaus des deutschen Fußballs, viel größer als in den Ligen darunter. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es für die Aufsteiger aus der 2. Bundesliga, eine immer größere Herausforderung wird, finanziell mit den Bundesligisten mitzuhalten und dass die Kommerzialisierung in der Bundesliga kontinuierlich zunimmt. Die Mannschaften aus der Bundesliga sind mittlerweile auch keine einfachen Vereine mehr, sondern viel mehr große Privatunternehmen und werden dementsprechend auch wie solche geführt.
1 Aktuelle Bedeutung der Kommerzialisierung für die Bundesliga: Das Kapitel erläutert die ökonomische Entwicklung des Profifußballs und begründet die Forschungsrelevanz des Themas.
2 Die Struktur des Lizenzfußballs: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verbandsstrukturen dargelegt, insbesondere im Hinblick auf die 50+1 Regel.
3 Auswirkungen der Kommerzialisierung: Das Kapitel analysiert die Folgen wie steigende Medienrechte-Einnahmen, Transfersummen und Gehälter.
4 Typologie der deutschen Fankultur: Hier werden verschiedene Fan-Kategorien definiert und deren unterschiedliche Bindungsmotive klassifiziert.
5 Emotionale Verbundenheit der Fans: Dieser Hauptteil beschreibt die methodische Vorgehensweise der empirischen Studie und wertet die geführten Interviews detailliert aus.
6 Chancen und Risiken der Bundesliga durch die Kommerzialisierung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Zukunftsperspektiven sowie Handlungsempfehlungen.
7 Transkripte: Dieses Kapitel enthält das vollständige, anonymisierte Protokoll der durchgeführten Experteninterviews.
Bundesliga, Kommerzialisierung, Fankultur, 50+1 Regel, Fußballökonomie, Fanverbundenheit, Lizenzfußball, Vereinsidentität, Sponsoring, Medienrechte, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Tradition, Kapitalgesellschaft, Sportmanagement
Die Arbeit analysiert kritisch, wie die voranschreitende Kommerzialisierung in der Bundesliga die emotionale Bindung zwischen den Fans und ihren Vereinen beeinflusst.
Neben der ökonomischen Entwicklung der Bundesliga und ihrer Vereine beleuchtet die Arbeit die rechtlichen Strukturen (insbesondere die 50+1 Regel) und differenziert zwischen verschiedenen Fan-Typen und deren Motivlagen.
Das primäre Ziel ist es, Einflussfaktoren zu identifizieren, die für die emotionale Verbundenheit von Fans entscheidend sind, um daraus Empfehlungen für Vereine abzuleiten.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die theoretischen Grundlagen bilden die Basis für eine empirische Analyse, in der Experteninterviews geführt und nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse der wirtschaftlichen Strukturen im deutschen Profifußball, eine Kategorisierung der Fankultur und eine Auswertung der persönlichen Erfahrungen aus den Interviews.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kommerzialisierung, Bundesliga, Fankultur, 50+1 Regel, Vereinsidentität und Fanverbundenheit.
Die 50+1 Regel wird als zentrales Instrument zur Wahrung der Vereinsidentität diskutiert. Die Arbeit beleuchtet sowohl die Vorteile für die Tradition als auch die Herausforderungen in Bezug auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Die qualitativen Interviews zeigen ein differenziertes Bild: Während viele Fans kritisch gegenüber einer vollständigen Kommerzialisierung stehen, erkennen sie die Notwendigkeit wirtschaftlichen Erfolgs an, betonen jedoch die Bedeutung authentischer Vereinswerte.
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