Bachelorarbeit, 2012
34 Seiten, Note: 5
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1 Einleitung
2 Quellenanalyse
2.1 Sekundärliteratur
2.2 Tageszeitungen
3 Der Gaskrieg
3.1 Die Haager Landkriegsordnung
3.2 Der Einsatz von Reizgas
3.3 Der Gasangriff auf Ypern
3.4 Die Antwort der Alliierten
3.5 Die Gasschlacht an der Somme
3.6 Die Gasschlacht in Flandern
3.7 Der Höhepunkt des Gaskrieges im letzten Kriegsjahr
4 Berichterstattung von Schweizer Tageszeitungen über den Gaskrieg
4.1 Allgemein
4.2 22. April 1915
4.3 25. September 1915
4.4 19. Januar 1916
4.5 12. Juli 1917
4.6 21. März 1918
4.7 24. Mai 1918
5 Schlussteil
Die Arbeit untersucht den Gaskrieg während des Ersten Weltkrieges, beleuchtet dessen Entwicklung von den ersten Einsätzen bis zum Masseneinsatz und analysiert, wie Schweizer Tageszeitungen über diese neuartigen, verheerenden Waffen berichteten.
3.3 Der Gasangriff auf Ypern
Mit dem Fortschreiten des unermüdlichen Stellungskrieges und der Steigerung des Einsatzes von Gas im Jahre 1915 begann Fritz Haber die Verwendung des viel effektiveren Giftgases Chlor in Erwägung zu ziehen. Somit fing Deutschland die Erprobung von Chlorgas als Waffe an. Die Wahl fiel auf diesen chemischen Stoff, da er in Deutschland als Abfallprodukt der chemischen Industrie in grosser Anzahl zur Verfügung stand. Zur Verbreitung des Gases erdachten die Deutschen die Methode des Gasblasens. Beim Blasverfahren agiert der Wind als Treibmittel, der das Gas nach dem Ablassen von der eigenen Linie zum Feind führen soll. Das aufwendige Unternehmen ist deshalb auf bestimmte meteorologische Bedingungen angewiesen, was deren militärische Verwendung einschränkt. Eine weitere positive Eigenschaft des Chlors war dessen Unbeständigkeit oder dessen schnelle Flüchtigkeit. Somit blieb die beschossene Zone nur über einen kurzen Zeitraum toxisch und konnte bald darauf problemlos betreten werden, was für ein Nachstossen der eigenen Infanterie natürlich essentiell war. Mit der Anwendung des Chlors wandelte sich der Gaskrieg zu einer tödlichen Angelegenheit. Dieses Gas und seine toxische Wirkung stiessen bei einigen deutschen Militärs auf Ablehnung, da dessen Gebrauch mit der Haager Landkriegsordnung nicht kompatibel war und unethische Züge zeigte. Daher deklarierten Haber und sein Team das lungenschädigende Giftgas kurzerhand als Reizgas und zerschlugen damit jeglichen Zweifel.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema des Gaskrieges im Ersten Weltkrieg vor, ordnet die historische Entwicklung chemischer Waffen ein und definiert das Ziel, diese Thematik sowohl militärhistorisch als auch pressetechnisch zu untersuchen.
2 Quellenanalyse: Dieses Kapitel erläutert die verwendete Sekundärliteratur zu chemischen Waffen und beschreibt die Auswahl der drei untersuchten Schweizer Tageszeitungen NZZ, National-Zeitung und Basler Nachrichten für die Pressanalyse.
3 Der Gaskrieg: Hier wird der chronologische Verlauf des Gaseinsatzes von den ersten Versuchen bis zu den Massenschlachten unter Berücksichtigung technischer Entwicklungen und völkerrechtlicher Rahmenbedingungen analysiert.
4 Berichterstattung von Schweizer Tageszeitungen über den Gaskrieg: Dieser Teil untersucht, wie die gewählten Schweizer Zeitungen über den Gaskrieg berichteten, und kommt zum Schluss, dass kaum unabhängige Analysen stattfanden, da zumeist amtliche Mitteilungen der Kriegsparteien übernommen wurden.
5 Schlussteil: Das Schlusskapitel resümiert, dass der Gaskrieg zwar ein zentraler, kontroverser Aspekt des Ersten Weltkrieges war, in der neutralen Schweiz aber aufgrund der Quellenlage und neutralitätspolitischer Zurückhaltung der Medien nur als Randnotiz erschien.
Erster Weltkrieg, Gaskrieg, Chemische Waffen, Schweizer Presse, Neue Zürcher Zeitung, Haager Landkriegsordnung, Chlor, Senfgas, Fritz Haber, Neutralität, Stellungskrieg, Gasblasen, Gasschiessen, Giftgas, Kriegsberichterstattung
Die Arbeit analysiert den Einsatz chemischer Waffen im Ersten Weltkrieg und untersucht, wie dieses Thema in Schweizer Tageszeitungen zur Zeit des Krieges wahrgenommen und publiziert wurde.
Die Schwerpunkte liegen auf der militärtechnischen Entwicklung von Gaswaffen, den völkerrechtlichen Konsequenzen (Haager Landkriegsordnung) und der Analyse der Schweizer Presselandschaft im Kontext der Neutralität.
Das Ziel ist es, den Gaskrieg aus der Sicht der Fachliteratur und der Schweizer Presse umfassend aufzuarbeiten, um die Missachtung der Kriegsgesetze und die Darstellung dieses "unmenschlichen Mordens" in der damaligen Gesellschaft zu verstehen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Quellenanalyse der Fachliteratur sowie einer qualitativen Analyse von Tageszeitungsartikeln (NZZ, National-Zeitung, Basler Nachrichten) in chronologischer Abfolge.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte militärische Chronologie des Gaskrieges (von Ypern bis zum Kriegsende 1918) und eine ereignisbasierte Untersuchung der Berichterstattung in Schweizer Zeitungen.
Schlüsselbegriffe sind Gaskrieg, chemische Kampfstoffe, Schweizer Neutralität, Erste Weltkrieg, Gasblasen und Gasschiessen.
Der Autor vermutet, dass die Zeitungen kaum eigene Korrespondenten vor Ort hatten und stattdessen auf offizielle, oft geschönte amtliche Mitteilungen der Kriegsparteien angewiesen waren, um die Neutralität zu wahren.
Sie diente als moralischer und rechtlicher Maßstab, der den Einsatz von Giftgas verbot; die Kriegsparteien jedoch nutzten juristische Definitionstricks, um ihre Einsätze dennoch als legitim darzustellen.
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