Bachelorarbeit, 2021
166 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
3. Stand der Forschung (JE)
4. Theoretischer Hintergrund (JE)
5. Erläuterungen zum Hintergrund der Evaluation (JE)
6. Projekt Sankt Augustin (JE)
6.1 Katholischer Seelsorgebereich Sankt Augustin
6.2 Projekt Nachbarschaftshilfe
6.3 Begründung der Forschungsfrage
6.4 Methodik
6.4.1 Fragebogen Sankt Augustin
6.4.2 Rücklauf der Fragebögen
6.4.3 Gruppeninterviews im Club, Sankt Augustin
6.5 Ergebnisse
6.5.1 Fragebogen
6.5.2 Teilweise leitfadengeführtes Interview
6.5.2.1 Gründe für die (Nicht-)Nutzung
6.5.2.2 Angst vor dem Corona-Virus
6.5.2.3 Bedeutung des Einkaufens
6.5.2.4 Angst vor fremden Personen
6.5.2.5 Kommunikationswege des Projektes
6.5.3 Zwischenfazit
6.5.4 Telefoninterview mit Teilnehmerinnen des „Clubs“, 12.01.21
6.5.4.1Wissen um Probleme für Gebrechliche beim Einkaufen
6.5.4.2 Bekanntheit des Projektes
6.5.4.3 Gründe für die Nicht-Nutzung
6.5.4.4 Hilfe der Familie
6.5.4.5 Einstellung gegenüber dem Projekt
6.5.4.6 Faktoren, die die Inanspruchnahme eines Dienstes beeinflussen
6.5.5 Fazit
7. Projekt Hangelar (NP)
7.1 Entstehung von Hilfsprojekten in Hangelar
7.2 WhatsApp-Gruppe für die Corona-Nachbarschaftshilfe
7.3 Begründung der Forschungsfrage
7.4 Methodik
7.4.1 Online-Fragebogen Hangelar
7.4.1.1 Rücklauf der Fragebögen
7.4.2 Telefonisches Experteninterview Hangelar
7.5 Ergebnisse
7.5.1 Online-Fragebogen
7.5.2 Teilweise leitfadengeführtes Interview
7.5.2.1 Gründe für die (Nicht-)Nutzung des Projekts
7.5.2.2 Angst, Helfer auszunutzen
7.5.2.3 Bedeutung des Einkaufens
7.5.2.4. Gründe für den Erfolg des Projektes
7.5.2.5 Berücksichtigung der Bedürfnisse der Hilfesuchenden
7.6 Fazit: Rückschlüsse für Projekt Hangelar
8. Corona-Hilfsprojekte im Umkreis Köln/Bonn (NP)
8.1 Begründung der Forschungsfrage
8.2 Methodik
8.2.1 Online-Fragebogen
8.2.2 Rücklauf der Fragebögen
8.3. Ergebnisse
8.3.1 Online-Fragebogen
8.4 Fazit: Rückschlüsse für Projekte Köln/Bonn
9. Gemeinsames Fazit
10. Anschließende Handlungsempfehlungen (NP)
11. Ausblick (NP)
Die vorliegende Arbeit untersucht, warum Hilfsprojekte für Senioren während der Corona-Pandemie in verschiedenen Ortschaften unterschiedlich erfolgreich waren, mit dem Ziel, Kriterien für zukünftige soziale Unterstützungsprogramme abzuleiten.
6.5.2.1 Gründe für die (Nicht-)Nutzung
Als Nächstes wurde gefragt, ob die Teilnehmerinnen das Angebot nutzten. Bei einigen war dies auch der Fall. Sie haben das Angebot der Kirche oder anderer Anbieter kurzzeitig genutzt. Die Mehrheit der befragten Personen hat ein solches Angebot jedoch nicht in Anspruch genommen. Nach der Vorstellung des Projektes durch die Interviewerin, wurden im Plenum bereits einige Gründe für die Nicht-Nutzung des Angebotes diskutiert.
D: Das in Niederpleis, die ham dann sogar angeboten und haben im Haus aushängen, ne? und äh, da is noch ne anderes Netzwerk, also es gibt noch was, wo man hinkann
A: Es kann vielleicht auch sein, dass viele Leute, ältere Leute sagen, Fremder kommt mir nicht ins Haus
I: JA
E: Also ich hatte ja auch mal nen Zettel dazu, es gab ja dann auch so Betrüüger, hab ich euch ja auch dazu gegeben, bei der Post, dass die die Polizei ja auch sagte, seid vorsichtig (Z.59-67, Interview 14.09.20, Club, S. 91)
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage der Untersuchung von Nachbarschaftshilfen für Senioren während der Corona-Pandemie und stellt die methodische Herangehensweise vor.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Matching, der Katholische Seelsorgebereich, das Virus Corona und der Lockdown definiert.
3. Stand der Forschung (JE): Dieses Kapitel beleuchtet bisherige Studien zum Hilfesuchverhalten älterer Menschen, insbesondere unter Einbeziehung von Modellen zur sozialen Inanspruchnahme.
4. Theoretischer Hintergrund (JE): Es wird Andersens Verhaltensmodell erläutert, das als theoretisches Gerüst für die Analyse der Entscheidungsfindung bei der Hilfsannahme dient.
5. Erläuterungen zum Hintergrund der Evaluation (JE): Dieses Kapitel beschreibt den historischen Kontext der Corona-Pandemie und die Entstehung des Hilfenetzwerks „Gemeinsam gegen Corona“.
6. Projekt Sankt Augustin (JE): Detaillierte Analyse der Strukturen, Methodik und Ergebnisse des Hilfsprojekts in Sankt Augustin.
7. Projekt Hangelar (NP): Untersuchung des erfolgreichen Hangelarer Modells, das auf einer WhatsApp-Gruppe basierte, und Vergleich mit den Ergebnissen aus Sankt Augustin.
8. Corona-Hilfsprojekte im Umkreis Köln/Bonn (NP): Ausweitung der Untersuchung auf weitere regionale Hilfsprojekte, um Muster der Inanspruchnahme zu identifizieren.
9. Gemeinsames Fazit: Zusammenführung der Erkenntnisse aus allen untersuchten Projekten und Reflexion der Erfolgskriterien.
10. Anschließende Handlungsempfehlungen (NP): Formulierung konkreter Empfehlungen zur Verbesserung zukünftiger sozialer Hilfsangebote basierend auf den gewonnenen Daten.
11. Ausblick (NP): Ein Ausblick auf den Forschungsbedarf und mögliche zukünftige Studien in diesem hochaktuellen Feld.
Nachbarschaftshilfe, Senioren, Corona-Pandemie, Grounded Theory, Hilfsprojekte, Inanspruchnahme, soziale Dienstleistungen, Vertrauen, Bedürfnisorientierung, Sankt Augustin, Hangelar, Netzwerkarbeit, Evaluation, Altersarmut, Freiwilligenarbeit.
Die Arbeit untersucht und evaluiert die Inanspruchnahme von nachbarschaftlichen Hilfsprojekten für Senioren während der Corona-Pandemie in den Ortschaften Sankt Augustin und Hangelar.
Zentrale Themen sind das Hilfesuchverhalten älterer Menschen, die Bedeutung von Vertrauen und biographischem Wissen bei der Dienstleistungsinanspruchnahme sowie der Vergleich zwischen formal organisierten und informellen Hilfestrukturen.
Das Ziel ist es, die Gründe für die unterschiedliche Nutzungsintensität der Hilfsprojekte zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Gestaltung zukünftiger Angebote zu entwickeln.
Die Autorinnen nutzen die Grounded Theory, um Theorien direkt aus dem erhobenen Datenmaterial (Fragebögen und qualitative Interviews) zu generieren, anstatt Hypothesen zu prüfen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Projekte in Sankt Augustin und Hangelar, vergleicht diese mit weiteren Projekten im Raum Köln/Bonn und evaluiert die Auswirkungen von Faktoren wie Alter, Gesundheit und Vertrauen.
Nachbarschaftshilfe, Senioren, Corona-Pandemie, Grounded Theory, Hilfsprojekte, Inanspruchnahme, soziale Dienstleistungen, Vertrauen, Bedürfnisorientierung, Netzwerkarbeit, Evaluation.
Die Analyse zeigt, dass viele Senioren entweder keine fremde Hilfe benötigten, da sie noch fit waren, oder bei Bedarf lieber auf vertraute Unterstützung durch Familie und Nachbarn zurückgriffen.
Vertrautheit ist der zentrale Erfolgsfaktor. In Hangelar griffen Hilfesuchende eher auf bekannte Vermittler oder Personen aus ihrem direkten Umfeld zurück, was die Hemmschwelle zur Hilfsannahme deutlich senkte.
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