Bachelorarbeit, 2008
66 Seiten, Note: 1,0
1. Marketing von westlichen Unternehmen im indonesischen Markt
1.1. Einleitung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Marketings
2.1. Die Mehrdeutigkeit des Begriffs des interkulturellen Marketing
2.2. Vielfalt der Definition des Begriffs der Kultur
2.3. Die kulturvergleichende Studie von Hofstede als ein Modell für interkulturelles Marketing, erläutert am Beispiel Deutschlands
2.3.1. Pyramide der mentalen Programmierung
2.3.2. Modell der vier Kulturdimensionen
2.3.2.1. Machtdistanz
2.3.2.2. Individualismus
2.3.2.3. Maskulinität
2.3.2.4. Vermeidung von Unsicherheit
2.3.3. Kritik am Hofstede Modell
2.3.4. Die fünfte Kulturdimension
3. Interkulturelle Grundlagen Indonesiens
3.1. Anthropologische Prägung durch andere Nationen
3.2. Prägung durch die Religionsvielfalt in Indonesien
3.2.1. Islam bei der Mehrheit der Bevölkerung Indonesiens
3.2.2. Christentum als am zweitstärksten vertretene Religion
3.2.3. Hinduismus als Hauptreligion auf Bali
4. Empirische Untersuchung in Indonesien nach Hofstede
4.1. Festlegung der Untersuchungsziele
4.2. Methode der Erhebung
4.3. Auswahl der befragten Personen
4.4. Kritische Analyse der erhobenen Daten
4.4.1. Machtdistanz
4.4.2. Individualismus
4.4.3. Maskulinität
4.4.4. Vermeidung von Unsicherheit
4.4.5. langfristige versus kurzfristige Orientierung
5. Resümee
Diese Arbeit zielt darauf ab, Grundlagen für ein erfolgreiches interkulturelles Marketing in Indonesien zu schaffen, indem die lokale Bevölkerung auf Basis des Kulturmodells von Geert Hofstede charakterisiert wird. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern westliche Marketingstrategien an die kulturellen Besonderheiten Indonesiens angepasst werden müssen, um effektiv zu sein.
2.3.2.1. Machtdistanz
Die Machtdistanz ist eine der vier Dimensionen und somit ein Faktor, der die Kultur eines Landes prägt.
Bei einer Mehrzahl von Fragen, welche die Befragten beantworten, werden final drei Fragen zur Bestimmung des MDI verwendet. Die ersten zwei Fragen spiegeln dabei wider, wie die Befragten ihr Arbeitsumfeld derzeit sehen. Die Frage Nummer drei gibt an, wie sich die Befragten ihr Arbeitsumfeld wünschen.
Der Machtdistanzindex gibt Auskunft über die Beziehungen in einer Kultur. So besteht bei Ländern mit einer geringen Machtdistanz eine geringere hierarchische Struktur und sogar eine Interdependenz zwischen den Angestellten und Vorgesetzten. Bei Ländern mit einer hohen Machtdistanz hingegen besteht eine große Abhängigkeit der Angestellten von den Vorgesetzten. Die Angestellten widersprechen den Vorgesetzten typischerweise nicht und sprechen selten persönlich mit ihnen. Der Wert Null entspricht einer geringen Machtdistanz und somit Gleichheit zwischen den Personen in einem Land. Der Wert Hundert steht für eine hohe Machtdistanz und dem Vorhandensein von großen Unterschieden.
„Machtdistanz kann also definiert werden als das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist.“
1. Marketing von westlichen Unternehmen im indonesischen Markt: Einleitung in die zunehmende Globalisierung der Märkte und die Notwendigkeit des interkulturellen Marketings bei der Markterschließung in Indonesien.
2. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Marketings: Erläuterung der verschiedenen Definitionen von Kultur und detaillierte Vorstellung des Modells von Geert Hofstede sowie dessen Kritikpunkte.
3. Interkulturelle Grundlagen Indonesiens: Analyse der historischen und religiösen Prägung der indonesischen Bevölkerung, die als Basis für das Verständnis kultureller Werte dient.
4. Empirische Untersuchung in Indonesien nach Hofstede: Durchführung und kritische Analyse einer empirischen Erhebung bei der gebildeten indonesischen Mittelschicht anhand der Hofstede-Dimensionen.
5. Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über den Wertewandel in Indonesien und die daraus resultierenden Implikationen für die Werbepraxis.
Interkulturelles Marketing, Indonesien, Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität, Unsicherheitsvermeidung, Langfristorientierung, Konsumentenverhalten, Religion, Tradition, Wertewandel, Markenführung, Globalisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den notwendigen Grundlagen für ein erfolgreiches Marketing westlicher Unternehmen im indonesischen Markt unter Berücksichtigung lokaler kultureller Besonderheiten.
Die zentralen Themen umfassen kulturelle Theorien, die Anthropologie Indonesiens, den Einfluss von Religionen sowie eine empirische Untersuchung der kulturellen Ausprägung vor Ort.
Das Ziel ist die Erstellung von Praxisgrundlagen für interkulturelles Marketing durch eine fundierte Charakterisierung der indonesischen Bevölkerung basierend auf Hofstedes Kulturmodell.
Es wird eine empirische Untersuchung mit Hilfe des „Value Survey Module 1994“ von Geert Hofstede an einer Stichprobe von 35 Personen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den kulturanthropologischen Hintergrund Indonesiens und die empirische Analyse mit Diskussion der fünf Kulturdimensionen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Interkulturelles Marketing, die Kulturdimensionen nach Hofstede (Machtdistanz, Individualismus etc.), indonesische Religionsvielfalt und Wertewandel.
Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Wertewandel bei der gebildeten indonesischen Bevölkerung, insbesondere hin zu einer geringeren Machtdistanz und einem stärkeren Individualismus im Vergleich zu den Daten von vor dreißig Jahren.
Trotz eines Wandels hin zu individuelleren Zielen bleibt die Familie aufgrund der kulturellen Basis des Respekts und der gegenseitigen Unterstützung in Notsituationen ein fundamentaler Bestandteil der indonesischen Identität.
Dies impliziert, dass Marken Vertrauen schaffen müssen, wobei traditionelle und religiöse Werte eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen und nicht durch aggressive, direkte Vergleiche mit Wettbewerbern gestört werden sollten.
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