Examensarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 1,30
1 EINLEITUNG
2 DAS GESCHLECHT DER PORCIER
2.1 CATO CENSORIUS
2.2 ABSTAMMUNG
2.3 CATOS FRAUEN
3 JUGEND UND ERSTE POLITISCHE SCHRITTE
3.1 DIE KINDHEIT
3.2 CATO UND DIE STOA
3.3 DER AUFSTIEG
3.4 DER PROZESS GEGEN MURENA
4 DIE CATILINARISCHE VERSCHWÖRUNG
4.1 VORGESCHICHTE
4.2 DIE JURISTISCHE FRAGE
4.3 DAS DUELL CAESAR - CATO
4.3.1 Caesar
4.3.2 Das Zwischenspiel
4.3.3 Cato
4.4 DIE ENTSCHEIDUNG
4.5 DAS NACHSPIEL
5 DER KAMPF GEGEN DEN PRAETOR UND CONSUL CAESAR
5.1 DIE EREIGNISSE VOR DEM DIOSKUREN-TEMPEL
5.2 DIE BILDUNG DES TRIUMVIRATS
5.3 DER CONSUL CAESAR
6 DIE CYPERN-MISSION
7 DIE VERBLEIBENDEN 50ER JAHRE
7.1 KAMPF GEGEN POMPEIUS UND CRASSUS
7.2 CATOS ANTRAG ZUR AUSLIEFERUNG CAESARS
7.3 CATOS PRAETUR
7.4 ERFOLG FÜR POMPEIUS UND RÜCKSCHLAG FÜR CATO
7.5 DIE ABSAGE FÜR CICEROS GELTUNGSBEDÜRFNIS
7.6 DIE LETZTEN SCHRITTE ZUM BÜRGERKRIEG
8 CATO IM BÜRGERKRIEG
8.1 DIE POSITIONEN
8.2 BIS PHARSALOS
8.3 DER KRIEG IN AFRIKA
8.4 BIS THAPSUS
8.5 CATO - POLITIKER UND KRIEGER?
9 TOD IN UTICA
10 CATO IMMORTALIS (NACHRUF UND VEREHRUNG)
10.1 CICEROS ‚CATO’
10.2 CAESARS ‚ANTICATO’
10.3 SONSTIGES
11 SCHLUSS
Die Arbeit untersucht das politische Verhältnis von Marcus Porcius Cato (dem Jüngeren) zu Julius Caesar und analysiert, wie deren Gegensätzlichkeit den Untergang der römischen Republik prägte. Dabei wird die Frage verfolgt, inwieweit Cato als Traditionalist gezielt gegen den Aufstieg Caesars opponierte und wie sich seine stoische Weltanschauung auf sein Handeln und sein späteres Bild als Symbolfigur auswirkte.
3.2 Cato und die Stoa
Im Leben Catos folgte die oben erwähnte Episode mit Lepida, deren ehemaliger Verlobter Scipio sie doch noch aufnahm. Bis zu seiner anschließenden Heirat mit Atilia soll Cato noch mit keiner Frau näheren Kontakt gepflegt haben. Diese Vermeidung von sexuellen Eskapaden, die Cato auch nachkommend nicht vorgeworfen werden konnten, lassen sich mit der Jahr später folgenden Vergabe seiner zweiten Frau an Hortensius auf einen Nenner bringen.
Cato war glühender Anhänger der Stoa, die nicht nur seinen Umgang mit Frauen, sondern auch allgemein sein ganzes Leben prägte. Er vermischte ihre philosophisch strenge Sicht auf das eigene Schicksal mit der Hochhaltung tradierter römischer Tugenden. Die alten Werte der Väter wie Sittlichkeit, Aufopferung und Pflichtbewusstsein verband er mit dem ihm vom Schicksal dargebotenen Platz in der Gesellschaft. Zeit seines Lebens betrachtete er es als Pflicht, seine Stellung in der Republik auch zu deren Nutzen zu gestalten. Mit römischem Trotz hielt er gegen den Ehrgeiz Anderer an den eigenen Prinzipien fest und mit stoischer Gelassenheit nutzte er am Ende seines Lebens die Opferbereitschaft, um seinem Tugendideal ein selbstgebautes Denkmal zu setzen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt den Konflikt zwischen den letzten Verteidigern der römischen Republik und dem aufstrebenden Caesar, wobei Cato als moralisches Gewissen und traditionalistischer Gegenspieler eingeführt wird.
2 DAS GESCHLECHT DER PORCIER: Dieses Kapitel widmet sich der Herkunft Catos, insbesondere der prägenden Gestalt des Cato Censorius, und beleuchtet die familiären Verflechtungen sowie die Rolle der Frauen im politischen Gefüge der Nobilität.
3 JUGEND UND ERSTE POLITISCHE SCHRITTE: Hier werden Catos Kindheit, seine stoische Prägung und sein Aufstieg durch die ersten Ämterlaufbahnen bis hin zum Prozess gegen Murena dargestellt.
4 DIE CATILINARISCHE VERSCHWÖRUNG: Das Kapitel analysiert den offenen Konflikt zwischen Cato und Caesar während der Krise um Catilina, insbesondere das Rededuell im Senat am 5. Dezember.
5 DER KAMPF GEGEN DEN PRAETOR UND CONSUL CAESAR: Dieser Abschnitt beschreibt die politischen Auseinandersetzungen im Vorfeld des Triumvirats und zeigt, wie Cato versuchte, den wachsenden Einfluss Caesars durch konsequente Opposition zu verhindern.
6 DIE CYPERN-MISSION: Es wird die politisch motivierte Entsendung Catos nach Cypern untersucht, die ihn für längere Zeit aus Rom entfernen sollte, ihn aber auch vor neue moralische und praktische Herausforderungen stellte.
7 DIE VERBLEIBENDEN 50ER JAHRE: Dieses Kapitel behandelt die anhaltenden politischen Kämpfe, das Scheitern von Catos Bemühungen gegen die Allianz von Pompeius, Crassus und Caesar sowie sein Ringen um die Praetur.
8 CATO IM BÜRGERKRIEG: Hier wird Catos Verhalten während des Bürgerkriegs beleuchtet, einschließlich seiner Versuche, den Widerstand der Optimaten zu organisieren und sein Handeln in Afrika.
9 TOD IN UTICA: Dieser Teil beschreibt die letzten Tage Catos, sein Festhalten an stoischen Idealen und schließlich seinen Suizid als bewussten Akt gegen eine Herrschaft unter Caesar.
10 CATO IMMORTALIS (NACHRUF UND VEREHRUNG): Das Kapitel untersucht die literarische Auseinandersetzung mit Cato durch Cicero und Caesar sowie seine spätere Transformation zur Symbolfigur der Freiheit.
11 SCHLUSS: Die Arbeit resümiert, dass Cato politisch als Verlierer zu werten ist, sein moralischer Sieg jedoch durch die konsequente Treue zu seinen Prinzipien und sein Ende als Märtyrer der republikanischen Idee bis heute nachwirkt.
Cato, Caesar, Römische Republik, Stoa, Bürgerkrieg, Politik, Moral, Prinzipientreue, Triumvirat, Senat, Anticato, Utica, Geschichte, Antike, Widerstand.
Die Arbeit analysiert das politische Leben und Wirken von Marcus Porcius Cato (dem Jüngeren) sowie seinen lebenslangen Widerstand gegen die Ambitionen von Julius Caesar, um den Untergang der römischen Republik zu verstehen.
Zentral sind die ideologische Auseinandersetzung zwischen stoischer Traditionalität (Cato) und populistischer Neuerung (Caesar), die Rolle familiärer Netzwerke und die Bedeutung politischer Rhetorik und Gesetzgebung in der späten Republik.
Es soll aufgezeigt werden, wie sich das Verhältnis zwischen Cato und Caesar chronologisch entwickelte, inwiefern ihre Gegensätzlichkeit eine unvermeidbare Konsequenz ihrer Weltanschauungen war und wie Catos Verhalten als "moralisches Gewissen" den Lauf der Geschichte beeinflusste.
Die Arbeit basiert auf einer chronologischen historischen Analyse, die antike Quellen wie Plutarch, Sallust und Cicero sowie moderne fachwissenschaftliche Sekundärliteratur vergleichend auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Stationen Catos: Seine Quaestur, das Rededuell während der Catilinarischen Verschwörung, den vergeblichen Kampf gegen das Triumvirat, seine Rolle bei der Cypern-Mission und schließlich seine letzte Phase im Bürgerkrieg bis hin zum Suizid in Utica.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Cato", "Caesar", "Stoa", "Republik", "Triumvirat", "Prinzipientreue" und "Bürgerkrieg".
Die Mission war ein politisches Manöver seiner Gegner, um ihn aus dem Zentrum Roms zu entfernen. Sie testete Catos Integrität, da er als Vertreter der "reinen Ordnung" nun eine lukrative Plünderung im Auftrag eines ihm verhassten Systems durchführen musste.
Sein Tod in Utica war kein Ausdruck militärischer Kapitulation, sondern ein bewusster Akt des Widerstands. Durch den Freitod verweigerte er Caesar die Möglichkeit zur Begnadigung (Clementia) und festigte so seinen Status als unbesiegbare Symbolfigur für die untergegangene Republik.
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