Masterarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 1
Vorwort
Teil 1 RELATIVE SOLMISATION - Charakteristik und Besonderheiten der von Malte Heygster und seinem Bielefelder Team entwickelten Methodik und Didaktik zur relativen Solmisation
1.1 Emotion
1.1.1 Nukleusverfahren
1.1.2 Diversitätsverfahren
1.1.3 Häufige Begegnung (- mit einfachen Liedchen oder Motiven)
1.1.4 Tonbeziehung - Tonaler Affekt:
1.1.5 Das Gerüst der Diatonik
1.2 Klang
1.2.1 Primat des Klanges
1.2.2 Stellvertreter des Klanges
1.2.3 Silben, Vokabeln, Namen als Nomenklatur
1.2.4 Die Stimme als Quelle des Klanges
1.2.5 Inbesitznahme
1.3 Zeit
1.3.1 Sog
1.3.2 Reizschwelle
1.3.3 Tonkreise
1.3.4 Lerntempo
1.3.5 Gültigkeitspunkt
1.4 Empfindsamkeit
1.5 Die Lernenden - individuelle Persönlichkeiten
1.5.1 Musikalischer Besitz
1.5.2 Tonbewusstsein
1.5.3 Kinästhetik - Singen mit Hand und Stimme
1.6 Die Lehrenden - ihr Selbstverständnis, ihre Motivation
1.6.1 Theorie
1.6.2 Erfahrung
1.6.3 Beziehung
1.6.4 Konzentration
1.6.5 Identifikation
1.6.6 Rituale
1.7. Wahrnehmung
1.7.1 Wahrnehmungsschulung
1.7.2 Wahrnehmungsziele - Globale Wahrnehmung - Detailwahrnehmung
1.7.3 Deduktives und Induktives Verfahren
1.7.4 Musikalische Parameter
1.7.5 Huckepackverfahren
1.7.6 Einkleiden
Teil 2 MUSIK LERNEN - Wilfried Gruhn
2.1. Musik
2.1.1 Musik als Schallereignis
2.1.2 Musik als Werk
2.1.3 Musik als Tun
2.2. Lernen
2.2.1. Was ist Lernen?
2.2.2. Was erfordert Lernen?
2.2.3. Was sind die Ziele des Lernens?
2.3 Musik-Lernen
2.3.1 Genuines Musiklernen
2.3.2 Musikalische Repräsentation
2.3.3 Audiation
2.3.4 Das Hören
2.3.5 Das Handeln - der Körper
2.3.6 Musik und Sprache
2.3.7. Kunst und Pädagogik
2.3.8 Die emotionalen Komponenten des Musiklernens bei Wilfried Gruhn
Teil 3 SCHNITTMENGEN - Musiklernen im Sinne Gruhns mittels Heygsters Methodik und Didaktik der relativen Solmisation
3.1 Relative Solmisation Teil genuinen Musiklernens - Fachvokabular der Musik
3.1.1 Relative Solmisation benennt Tonbeziehungen
3.1.2 Relative Solmisation macht Tonbeziehungen hörbar
3.1.3 Relative Solmisation ermöglicht wirksame Methodik und Didaktik
3.2 Voraussetzungen
3.3 Intentionen
3.3.1 Wahrnehmungsschulung
3.3.2 Vorstellungsbewusstsein - Tonbewusstsein
3.3.3 Die Schleife von Handeln und Denken
3.3.4 Transformation in Sprache
3.3.5 Transformation in Schrift
3.4 Wege
3.4.1 Lernen mit dem ganzen Körper
3.4.2 Wiederholungen
3.4.3 Vielfalt der musikalischen Erscheinungen
3.4.4 Konzentrierte Arbeitsatmosphäre
3.4.5 Theorieunterricht
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung der relativen Solmisation nach Malte Heygster im Musikunterricht, wobei sie diese methodisch-didaktische Praxis durch die lerntheoretischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnisse des Musikpädagogen Wilfried Gruhn wissenschaftlich fundiert und belegt.
1.1.1 Nukleusverfahren
„Der Nukleus solmisationsgestützten Unterrichtes ist eine kurze Melodie in einem geringtönigen Tonkreis.(siehe 1.3.3) Die Erfahrungen der Lernenden mit den musikalischen Parametern wachsen dann durch behutsame Ausweitung des Ton- und Rhythmusmaterials. Ebenso legt die solmisationsgestützte Methodik die Entwicklung der emotionalen und intellektuellen Wahrnehmung planmäßig an.“ (Heygster 2012 S.17)
Mit dem Auf- und Ausbau der kleinen vermittelten Motive oder „musikalischen Zellen“ findet von Anfang an und immanent eine intensive Begegnung mit emotionalen Aspekten und Möglichkeiten der Musik statt. Die sehr kurzen Musikstücke werden für die Kinder zu Trägern ihrer Emotionen. Scheinbar anspruchslose kleine Lieder wie „Das Lied von der grauen Maus“ (Heygster 2012 S.24f) werden durch Rollenspiel und wechselnde emotionelle Färbungen im Vortrag zum „Hit“. Sie sorgen durch mehrere Unterrichtseinheiten hindurch für konzentrierte Aufmerksamkeit und werden immer wieder von den Schülerinnen und Schülern selbst eingefordert.
Mit der Entwicklung der emotionalen und intellektuellen „Wahrnehmungsfähigkeiten“ spricht Heygster in diesem Zitat noch mehr als den rein musikpädagogischen Nutzen solchen Vorgehens im Unterricht an. Seine Methodik und Didaktik ermöglicht und befördert grundlegend die Wahrnehmung und eine Entwicklung von emotionalen „Fähigkeiten“. Das sind Kompetenzen, denen im Unterrichtsalltag eher selten Aufmerksamkeit und Zeit eingeräumt wird.
Da im Nukleusverfahren anfangs ein markanter, exemplarischer Lerninhalt in den Mittelpunkt gestellt wird, kann mit einem sehr kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten so konzentriert gearbeitet werden, dass dieses Stück Musik dem Lernenden wirklich zu eigen wird. (siehe auch „musikalischer Besitz“ 1.5.1) Diesem verinnerlichten Kern fügt das Nukleusverfahren in der Folge schrittweise weiterführende Unterrichtsinhalte zu.
Teil 1 RELATIVE SOLMISATION - Charakteristik und Besonderheiten der von Malte Heygster und seinem Bielefelder Team entwickelten Methodik und Didaktik zur relativen Solmisation: Dieses Kapitel erläutert die Heygster-Methode anhand zentraler Leitbegriffe wie Emotion, Klang, Zeit und Empfindsamkeit und beschreibt das Vorgehen im Unterricht.
Teil 2 MUSIK LERNEN - Wilfried Gruhn: Hier werden die musikpädagogischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnisse von Wilfried Gruhn dargelegt, insbesondere zu Lernprozessen, Repräsentation und Audiation.
Teil 3 SCHNITTMENGEN - Musiklernen im Sinne Gruhns mittels Heygsters Methodik und Didaktik der relativen Solmisation: Dieses Kapitel führt beide Ansätze zusammen und begründet die methodische Praxis Heygsters wissenschaftlich durch die Theorien von Gruhn.
Fazit: Eine abschließende Synthese, die die Wirksamkeit der relativen Solmisation als Lernhilfe und deren Notwendigkeit in der musikpädagogischen Ausbildung betont.
Relative Solmisation, Malte Heygster, Wilfried Gruhn, Musiklernen, Musikpädagogik, Audiation, Handlungsfähigkeit, Handlungskompetenz, Musikdidaktik, Wahrnehmungsschulung, Mentale Repräsentation, Tonbewusstsein, Musikalischer Besitz, Gehirn, Handlungsorientierung.
Die Arbeit untersucht die methodisch-didaktische Praxis der relativen Solmisation nach Malte Heygster und validiert diese wissenschaftlich durch die musikpädagogischen und neurobiologischen Erkenntnisse von Wilfried Gruhn.
Zentrale Themen sind der Aufbau von musikalischer Handlungskompetenz, die Bedeutung von affektiver Wahrnehmung im Lernprozess sowie die Rolle des Körpers und der Stimme beim Musizieren.
Das Ziel ist es, die Heygster-Methodik theoretisch fundiert zu belegen und aufzuzeigen, wie sie nachhaltiges Musiklernen fördern kann, anstatt nur theoretisches Faktenwissen zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse von Fachschriften, wobei sie die Praxismodelle von Heygster mit den Forschungsergebnissen von Gruhn in Bezug setzt.
Der Hauptteil analysiert spezifische methodische Verfahren der Solmisation (z.B. das Nukleusverfahren) und vergleicht diese mit den lerntheoretischen Modellen Gruhns, wie etwa der Repräsentationsbildung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Relative Solmisation, Audiation, Handlungskompetenz, Musikpädagogik und Wahrnehmungsschulung.
"Musikalischer Besitz" beschreibt die individuelle, persönliche Verankerung von Musik im Lernenden durch ein tiefes, sinnliches Erleben, das über das bloße reproduktive Können hinausgeht.
Weil das Gehirn und die kognitiven Fähigkeiten eng mit körperlichen Erfahrungen verknüpft sind; Bewegung und sinnliches Erleben bilden laut Heygster und Gruhn die notwendige Basis für das musikalische Verständnis.
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