Diplomarbeit, 2008
107 Seiten, Note: 1,7
1. Konzeptionelle Grundlagen
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Mobility Pricing
2.2 Definition von Road Pricing
2.2.1 Ziele, Zweck und Sinn von Road Pricing
2.2.2 Die verschiedenen Arten des Road Pricing
2.2.2.1 Objektbezogene Straßenbenutzungsgebühren
2.2.2.2 Fahrleistungsbezogene Straßenbenutzungsgebühren
2.2.2.3 Flächenbezogene Straßenbenutzungsgebühren
2.2.3 Mauterhebungssysteme und verwendete Technologie
2.2.4 Akzeptanz in der Bevölkerung
2.2.5 Rechtliche Probleme
2.2.6 Internationale Beispiele
2.2.6.1 Congestion Charge in London
2.2.6.2 ASFiNAG in Österreich
2.2.6.3 Mautringe in Norwegen
2.2.6.4 Value Pricing und die Möglichkeit der Anwendung in Deutschland
3. Aggregiertes Modell für ein Road Pricing in Deutschland
3.1 Modellbeschreibung
3.2 Autobahnmaut
3.2.1 Fahrleistungsbezogen
3.2.2 Vignettenlösung
3.3 Gesamt-Flächenmaut
3.3.1 Fahrleistungsbezogen (einheitlich)
3.3.2 Fahrleistungsbezogen (differenziert nach Straßenklassen)
3.4 Kritische Würdigung
4. Relationsfeines Modell für ein Road Pricing in Deutschland
4.1 Modellbeschreibung
4.2 Die Szenarien
4.2.1 Ausgangssituation
4.2.2 Autobahnmaut
4.2.2.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)
4.2.2.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund
4.2.3 Einheitliche Gesamtflächenmaut
4.2.3.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)
4.2.3.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund
4.2.4 Gesamtflächenmaut differenziert nach Straßenklassen
4.2.4.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)
4.2.4.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund
4.3 Beispielrelationen
4.3.1 Stuttgart - München
4.3.2 Stuttgart – Ludwigshafen am Rhein
4.3.3 Stuttgart - Heilbronn
4.3.4 Karlsruhe - Heilbronn
4.4 Vergleich der Szenarien und kritische Würdigung
5. Wirkungsabschätzungen
5.1 Bedeutung für unterschiedliche Personengruppen
5.2 Preiselastizität der Nachfrage und Zeitwertkosten
5.3 Reaktionsmöglichkeiten der Nachfrager
5.4 Mögliche Verwendung der Einnahmen
6. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung möglicher Varianten eines Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland, um sowohl die Verkehrsnachfrage zu steuern als auch die Infrastruktur verursachungsgerecht zu finanzieren. Es wird analysiert, welche Lenkungswirkungen verschiedene Szenarien entfalten und wie sich diese auf die Verkehrsteilnehmer sowie auf den Staatshaushalt auswirken.
2.2.1 Ziele, Zweck und Sinn von Road Pricing
Die zwei wesentlichen Ziele des Road Pricing sind zum einen die Einnahmengenerierung, um damit bestehende und zukünftige Infrastruktur sowie weiter externe Kosten finanzieren zu können und zum anderen soll mit einer Einführung von Straßenbenutzungsgebühren das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer beeinflusst werden.
Anzustreben ist dabei eine generelle Abnahme an Fahrten im MIV bzw. eine Verlagerung von Fahrten auf Modi des öffentlichen Verkehrs, um eine möglichst gleichmäßige Kapazitätsauslastung zu erhalten. Mit dieser Lenkungswirkung der Straßenbenutzungsgebühren können sowohl verkehrliche Ziele, wie zum Beispiel die Reduzierung von Stausituationen auf Autobahnen, umweltpolitische Ziele (Reduzierung des CO2-Ausstoß aufgrund eines Rückgangs der Fahrtenanzahl) als auch stadtplanerische Ziele (z.B. weniger Verkehr in den Innenstädten führt zu höherer Aufenthaltsqualität) erreicht werden. Den meisten Studien zur Lenkungswirkung von Straßenbenutzungsgebühren liegt ein einheitliches Modell zugrunde, welches im Anschluss erläutert wird.
1. Konzeptionelle Grundlagen: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um die Pkw-Maut in Deutschland und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die definitorischen Grundlagen für Mobility und Road Pricing, erläutert die verschiedenen Mautarten und beleuchtet Akzeptanzfaktoren sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
3. Aggregiertes Modell für ein Road Pricing in Deutschland: Hier wird ein vereinfachtes Excel-Modell genutzt, um die Auswirkungen von Autobahn- und Flächenmaut-Szenarien auf Fahrleistung und Staatseinnahmen aggregiert zu berechnen.
4. Relationsfeines Modell für ein Road Pricing in Deutschland: Unter Verwendung der Planungssoftware VISUM werden komplexe Szenarien und spezifische Relationen modelliert, um Routenwahlveränderungen und verkehrliche Auswirkungen detaillierter darzustellen.
5. Wirkungsabschätzungen: Dieses Kapitel analysiert die sozioökonomischen Effekte auf unterschiedliche Personengruppen, die Problematik der Nachfrageelastizität und die Verwendungsmöglichkeiten der Maut-Einnahmen.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische sowie gesellschaftliche Sinnhaftigkeit der verschiedenen Mautvarianten im deutschen Kontext.
Road Pricing, Pkw-Maut, Verkehrsnachfrage, Mobilitätsverhalten, Straßenbenutzungsgebühr, Infrastrukturfinanzierung, Verkehrsmanagement, Nachfrageelastizität, Vignettenlösung, Gesamtflächenmaut, Autobahnmaut, Lenkungswirkung, Akzeptanz, Verkehrsinvestitionen, Externalitäten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Einführung von Straßenbenutzungsgebühren für Pkw in Deutschland, untersucht verschiedene Maut-Szenarien und bewertet deren Auswirkungen auf den Verkehr.
Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung des Road Pricing, die Modellierung von Mautszenarien und die Analyse der verkehrlichen sowie sozioökonomischen Folgen.
Das Ziel ist es, Varianten für ein Road Pricing aufzuzeigen und zu analysieren, um Nachfrage zu steuern und die Verkehrsinfrastruktur verursachungsgerecht zu finanzieren.
Der Autor nutzt sowohl ein aggregiertes Excel-Modell zur ersten Kalkulation als auch ein komplexes, relationsfeines Modell mittels der Verkehrsplanungssoftware VISUM.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Modellierung aggregierter und relationsfeiner Szenarien sowie die detaillierte Wirkungsabschätzung für verschiedene Personengruppen.
Wichtige Begriffe sind Road Pricing, Pkw-Maut, Verkehrssteuerung, Nachfrageelastizität, Infrastrukturfinanzierung und Akzeptanz.
Die aggregierten Modelle dienen einer groben Kosteneinschätzung, während die relationsfeinen Modelle mittels VISUM eine genauere Untersuchung von Routenwahlveränderungen im gesamten Netz ermöglichen.
Die Akzeptanz ist entscheidend für die politische Umsetzbarkeit; sie wird maßgeblich durch die Transparenz bei der Verwendung der Einnahmen und mögliche Kompensationsmaßnahmen beeinflusst.
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