Forschungsarbeit, 2002
51 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
I. Die Hochkultur der Azteken
1.1. Der Ursprung der Azteken
1.2. Der Aufstieg und die Blütezeit des Aztekenreiches
1.3. Tenochtitlán
1.4. Der Mythos
II. Die Eroberung des Aztekenreiches
2.1. Der Aufstieg des Hernán Cortés
2.2. Die Ankunft in Mexiko
2.3. Die Quetzalcoatl-Legende
2.4. Die Gründung von Villa Rica de la Vera Cruz
2.5. Cortés‘ geschickte Diplomatie
2.6. Der Marsch nach Tenochtitlán
2.7. Der Empfang in Tenochtitlán
2.8. Der Tod des Juan Escalante und die Gefangennahme Moctezumas
2.9. Pánfilo de Narváez
2.10. Aufruhr in Tenochtitlán
2.11. Der Sturm auf den Axayactl Palast
2.12. Der Tod des Moctezuma
2.13. La Noche triste – Die traurige Nacht
2.14. Die erneute Vorbereitung für den Kampf gegen die Azteken
2.15. Der Fall Tenochtitláns
2.16. Das weitere Schicksal des Hernán Cortés?
III. Die Folgen der Eroberung für Mexiko
3.1 Verwaltung Mexikos durch Spanien
3.2 Rechte der Eingeborenen und Verwaltung
3.3. Die Rolle der Kirche in Mexiko
3.4. Die Politik gegenüber den Eingeborenen
3.5. Zusammenfassung der Folgen für Mexiko
IV. Die Folgen der Eroberungen für das spanische Mutterland
4.1. Spanien im 16. Jahrhundert
4.2. Globalisiertes Denken auf der iberischen Halbinsel
4.3. Der Kampf gegen England und Frankreich um die Kolonien
4.4. Wirtschaftliche Konsequenzen
4.5. Zusammenfassung der Folgen für Spanien
Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Begegnung der spanischen und aztekischen Kultur sowie die daraus resultierenden langfristigen Folgen der Eroberung durch Hernán Cortés, um aufzuzeigen, wie aus dem Untergang einer Hochkultur die Wurzeln des modernen mexikanischen Staates entstanden.
2.11. Der Sturm auf den Axayactl Palast
„Die indianischen Krieger rückten in einer dichten Masse vor. Mit gellenden Pfiffen, das die Azteken im Gefecht hören zu lassen pflegten, kamen sie meist in ungeordneten Gruppen heran und warfen eine Unmasse an Wurfgeschossen – Steine, Wurfspeere und Pfeile – auf die Belagerten. Die Spanier warteten bis die Angreifer in die richtige Entfernung gekommen waren, um von ihrem Feuer wirksam erreicht zu werden. Die Salve mähte die Indianer zu Hunderten nieder. Nach dem Entsetzten – die Azteken kannten den Knall der Arkebusen nicht – stürmten die Hausherren weiter zum Angriff vor. Weitere Salven hemmten ihr Vordringen nur bedingt. [...] Die mexikanischen Krieger drangen tapfer bis dicht unter die niedrigen Mauern der Befestigung, die sie ersteigen zu versuchten. In dem Augenblick jedoch, in dem ihre Köpfe über der Brüstung auftauchten, wurden sie von den niemals fehlenden Schützen niedergeschossen oder durch den Hieb eines tlaxcaltekischen Maquahuitl hingestreckt. [...] In ihrer Verzweiflung versuchten die Indianer nun die spanischen Quartiere in Flammen zu setzen, indem sie Brandpfeile entsandten. Durch die Flammen waren die Belagerten gezwungen, einen Teil der Mauer selbst niederzureißen und so eine gewaltige Bresche zu schaffen. Jetzt tobte der Kampf auf beiden Seiten mit voller Wut.“
I. Die Hochkultur der Azteken: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung, den Aufstieg und die kulturelle Blütezeit der Azteken sowie die Bedeutung ihrer Hauptstadt Tenochtitlán und deren mythologisches Selbstverständnis.
II. Die Eroberung des Aztekenreiches: Der Hauptteil beschreibt den chronologischen Verlauf der Expedition von Hernán Cortés, von der Ankunft in Mexiko bis zum Fall von Tenochtitlán und dem Schicksal des Eroberers.
III. Die Folgen der Eroberung für Mexiko: Hier werden die administrativen, sozialen und kirchlichen Umwälzungen in Mexiko unter spanischer Herrschaft sowie das Schicksal der indigenen Bevölkerung thematisiert.
IV. Die Folgen der Eroberungen für das spanische Mutterland: Das abschließende Kapitel analysiert den wirtschaftlichen Niedergang Spaniens trotz der massiven Edelmetallimporte und den daraus resultierenden Machtverlust gegenüber anderen europäischen Nationen.
Aztekenreich, Hernán Cortés, Tenochtitlán, Conquista, Moctezuma, Kolonialverwaltung, Encomienda, spanisches Mutterland, Edelmetallimport, Christianisierung, Indigene Bevölkerung, 16. Jahrhundert, Machtumschichtung, Wirtschaftskrise, Kulturelle Durchmischung
Die Arbeit behandelt den Untergang des Aztekenreiches durch die spanische Conquista unter Hernán Cortés und untersucht die daraus resultierenden Konsequenzen für Mexiko sowie für Spanien im 16. Jahrhundert.
Die Schwerpunkte liegen auf der aztekischen Kultur, den militärischen und diplomatischen Aspekten der Eroberung sowie den sozio-ökonomischen und politischen Auswirkungen der spanischen Kolonialisierung.
Die Arbeit untersucht, wie es einer kleinen spanischen Streitmacht gelang, ein großes Reich wie das der Azteken zu erobern, und inwiefern dieser historische Umbruch das Fundament für den modernen mexikanischen Staat bildete.
Der Autor nutzt eine ausführliche Literaturanalyse historischer Standardwerke, um die Ereignisse und Sichtweisen der damaligen Zeit aufzuarbeiten und historisch einzuordnen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf dem Ablauf der Eroberung, dem diplomatischen Geschick von Cortés, den entscheidenden Gefechten und dem anschließenden Aufbau der spanischen Kolonialverwaltung.
Wichtige Begriffe sind Conquista, Azteken, Tenochtitlán, Encomienda-System, wirtschaftliche Konsequenzen und die Rolle der Kirche bei der Kolonialisierung.
Die Arbeit beschreibt eine prekäre Lage: Einerseits wurden die Eingeborenen als Untertanen der Krone anerkannt, andererseits waren sie durch Zwangsarbeit, wirtschaftliche Ausbeutung und den Verlust ihrer kulturellen Identität massiv unterdrückt.
Die Arbeit macht eine konservative, kirchlich orientierte Politik der Habsburger, einen Mangel an wirtschaftlicher Innovation und die hohen Kriegsschulden verantwortlich, die den Nutzen aus den Kolonien an ausländische Handelshäuser abfließen ließen.
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