Masterarbeit, 2021
67 Seiten
1. Einleitung
2. Definition und Begriffserklärung
3. Gesetzlicher Rahmen
4. Internationaler Vergleich
4.1 Der Gender Pay Gap in den USA
4.1.1 Blinder-Oaxaca Zerlegung
4.1.2 Quantilsregression und bedingte Einkommensverteilung
4.1.3 Datenbeschreibung
4.1.4 Ergebnisse der Dekomposition
4.1.5 Einkommensverteilung
4.2 Elternzeit, Erwerbsbeteiligung und Politikmaßnahmen in Frankreich
4.2.1 Berechtigung für CLCA-Leistung und Datenbeschreibung
4.2.2 Treatmenteffekt der CLCA Reform: Differenzen-in-Differenzen Methode
4.3 Lohnstruktur und Lohnungleichheit auf dem Arbeitsmarkt
4.3.1 Einkommensverhältnis und Familienstand
4.3.2 Juhn-Murphy-Pierce Zerlegung
4.3.3 Ergebnisse der Studie
5. Weiterführende Literatur
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die treibenden Faktoren des geschlechtsspezifischen Lohndifferentials (Gender Pay Gap) in einem internationalen Rahmen. Dabei werden ausgewählte empirische Fachstudien aus den USA und der EU kritisch analysiert, um Methoden und Ergebnisse zur Lohnungleichheit zu erörtern und Politikmaßnahmen sowie deren Auswirkungen zu bewerten.
4.1.1 Blinder-Oaxaca Zerlegung
Bereits vor einiger Zeit haben sich Arbeitsökonomen mit der Einkommensbenachteiligung von weiblichen Beschäftigten gegenüber männlichen Beschäftigten am Arbeitsmarkt befasst. Eine bahnbrechende Methode zur Bestimmung von Gruppenunterschieden leiteten Alan Blinder (1973) und Ronald Oaxaca (1973) ein. Beide Autoren stellten im selben Jahr das Konzept des geschlechtsspezifischen Lohndifferentials auf, welches zum einen durch strukturelle Merkmale und zum anderen durch einen ungeklärten Rest, oft als Diskriminierungskomponente beschrieben, gekennzeichnet werden konnte. Mit Gruppenunterschieden können herkunfts- oder geschlechtsspezifische Unterschiede gemeint sein (vgl. Blinder, 1973, S. 437).
Ziel der Methode ist die Zerlegung von Unterschieden der durchschnittlichen Löhne für zwei unterschiedliche Gruppen (vgl. Fortin et al., 2011, S. 36). Die Blinder-Oaxaca Zerlegungs- oder Dekompositionsmethode schätzt die semilogarithmische Lohnfunktion für Frauen und Männer getrennt und bildet eine Differenz beider Regressionen (vgl. Mischler, 2021). Beide multiplen Lohnregressionen sind mit Humankapitalvariablen ausgestattet, bspw. Bildungsstand und Arbeitserfahrung. So können die Stundenverdienste von Frauen und Männern mit denselben Eigenschaften verglichen werden. Sicherlich können die Faktoren über die Humankapitalvariablen hinweg nach Belieben erweitert werden. Weitere Variablen wie Beruf oder Branche in der Regression berücksichtigt werden (vgl. Blau und Kahn, 2017, S. 797). Die Differenz beider Regressionsgleichungen ergibt nach einigen Umformungen einen erklärten und einen unerklärten Teil des Gender Pay Gaps an.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz des Gender Pay Gaps und steckt den Untersuchungsrahmen der Arbeit auf Studien der EU und USA ab.
2. Definition und Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den bereinigten sowie den unbereinigten Gender Pay Gap und erläutert die Bedeutung persönlicher Charakteristika für die Lohnbildung.
3. Gesetzlicher Rahmen: Hier werden verfassungsrechtliche Grundlagen und Antidiskriminierungsgesetze in der EU und den USA als Schutzmechanismen gegen Lohnungleichheit diskutiert.
4. Internationaler Vergleich: Das Hauptkapitel analysiert empirische Studien zu den Ursachen des Gender Pay Gaps in den USA und Frankreich mittels verschiedener ökonometrischer Verfahren.
5. Weiterführende Literatur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über ergänzende Erklärungsansätze und aktuelle Forschungsergebnisse zum Gender Pay Gap.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen für Politik und Gesellschaft zur Verringerung der Lohnlücke.
Gender Pay Gap, Lohndifferenzial, Arbeitsökonomik, Blinder-Oaxaca Zerlegung, Quantilsregression, Humankapital, Elternzeit, Lohnstruktur, Lohndiskriminierung, Frankreich, USA, Erwerbsbeteiligung, Einkommensverteilung, Lohnungleichheit, Differenzen-in-Differenzen Methode.
Die Arbeit analysiert die Ursachen und Faktoren des geschlechtsspezifischen Lohndifferentials im internationalen Vergleich, insbesondere in den USA und Frankreich.
Zu den zentralen Themen gehören ökonometrische Methoden zur Lohnzerlegung, der Einfluss von Humankapital auf Löhne, Politikmaßnahmen wie Elternzeit und die Bedeutung der nationalen Lohnstruktur.
Ziel ist es, die treibenden Faktoren für Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern anhand ausgewählter empirischer Studien kritisch zu erörtern und deren methodische Validität zu hinterfragen.
Es wird eine kritische Literaturanalyse und die Darstellung ökonometrischer Verfahren (Blinder-Oaxaca, Quantilsregression, Differenzen-in-Differenzen, Juhn-Murphy-Pierce) genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der USA (Methoden der Lohnzerlegung), die Untersuchung von Elternzeit in Frankreich und einen internationalen Vergleich der Lohnstrukturen.
Gender Pay Gap, Lohnstruktur, Humankapital, Diskriminierungseffekt und ökonometrische Dekompositionsmethoden.
Die Arbeit zeigt, dass die CLCA-Reform für Mütter, die eine Teilzeitoption wählen, langfristig negative Lohneffekte haben kann, während die Erwerbsbeteiligung kaum beeinflusst wird.
Sie führen den vergleichsweise hohen Gender Pay Gap in den USA auf eine sehr dezentrale Lohnfestsetzung und eine zerstreute Lohnstruktur zurück, welche geringe Qualifikationen stärker "bestraft".
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