Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 5.25 (6=sehr gut)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Hypothesen
1.3 Vorgehensweise
2 Freiwilligenarbeit und Motivation
2.1 Begriff und Bedeutung
2.1.1 Definition und Kriterien der Freiwilligenarbeit
2.1.2 Definition der Motivation
2.2 Modell, Motivation und Verdrängungseffekt
2.2.1 Einfaches Motivationsmodell
2.2.2 Intrinsisch und extrinsische Motivation
2.2.3 Verdrängungseffekt
2.3 Selbstbestimmungstheorie
2.3.1 Drei Konzepte der Motivation
2.3.2 Subkonzepte
2.4 Stand des Wissens: Motive und Anreize freiwillig/ehrenamtlich Tätiger
2.4.1 Freiwilligen-Monitor und Freiwilligen-Survey
2.4.2 Typische Motive formell freiwillig Tätiger und deren typischen Kontexte
2.4.3 Extrinsische Anreize in Form von Entschädigung
2.4.4 Zwischenfazit
3 Empirische Untersuchung
3.1 Untersuchungsdesign
3.1.1 Stichprobe
3.1.2 Fragebogen
3.2 Daten und Methodik
3.2.1 Daten und Codierung
3.2.2 Deskriptive Statistik
3.2.3 Korrelationsanalyse
3.2.4 Faktoranalyse
3.2.5 Regressionsanalyse
3.2.6 Varianzanalyse
3.3 Ergebnisse der Untersuchung der drei Konzepte für die Motivation
3.3.1 Deskriptive Statistik
3.3.2 Korrelationsanalyse
3.3.3 Faktoranalyse
3.3.4 Regressionsanalyse
3.3.5 Varianzanalyse
3.3.6 Verbesserungspotential
3.3.7 Analyse der Hypothesen
4 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Motivationsfaktoren von in Vereinen und Organisationen freiwillig tätigen Personen auf Basis der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die psychologischen Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit die Motivation von Freiwilligen beeinflussen, und daraus Empfehlungen für eine nachhaltige Förderung des ehrenamtlichen Engagements abzuleiten.
2.2.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
In dieser Bachelorarbeit wird davon ausgegangen, dass intrinsische und extrinsische Motivation nicht mit altruistischer und egoistischer Motivation gleichgesetzt werden dürfen, zumal diese nach dem Empfänger des Nutzens unterschieden werden. Die intrinsischen und extrinsischen Motive lassen sich nach der Herkunft der Motivation unterscheiden (Krönes 2009, S.80).
Gemäss den pädagogischen Psychologen Edward Deci und Richard Ryan (1985) liegt eine intrinsische Motivation dann vor, wenn die Motivation für das Ausführen einer Tätigkeit in dieser Tätigkeit selbst liegt (Klimecki/Gmür 2005, S. 279). Die Tätigkeit stellt somit eine unmittelbare Bedürfnisbefriedigung dar (Frey/Osterloh 2002, S. 24). Beispielsweise wirke eine Gruppenarbeit auf eine Person mit einem stark ausgeprägten Zugehörigkeitsmotiv intrinsisch motivierend, da das entsprechend gegenwärtige Motiv durch die Arbeit abgedeckt wird (Klimecki/Gmür 2005, S. 279). Extrinsische Motive werden hingegen durch die Begleitumstände oder Folgen der Arbeit befriedigt (Klimecki/Gmür 2005, S. 280). Diese können beispielsweise eine Belohnung, Gewinn von Macht und Status oder sonstige attraktive Arbeitsbedingungen sein, die einer mittelbaren oder instrumentellen Bedürfnisbefriedigung dienen (Frey/Osterloh 2002, S. 24). Ebenfalls resultiert extrinsische Motivation auch durch Angst vor Bestrafung (Klimecki/Gmür 2005, S. 280).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Freiwilligenarbeit in der Schweiz und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsfragen und Hypothesen.
2 Freiwilligenarbeit und Motivation: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Selbstbestimmungstheorie, das einfache Motivationsmodell und der Stand des Wissens über Motive von Freiwilligen dargelegt.
3 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die eingesetzte Methodik sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
4 Zusammenfassung und Fazit: Der Schlussteil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt Empfehlungen für Organisationen.
Freiwilligenarbeit, Ehrenamt, Motivation, Selbstbestimmungstheorie, Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit, Nonprofit-Management, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Empirische Studie, Fragebogen, Entschädigung, Verdrängungseffekt, Arbeitszufriedenheit
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Erforschung der Motive, die formell freiwillig und ehrenamtlich tätige Personen in der Schweiz antreiben, wobei ein besonderer Fokus auf dem Zusammenspiel von intrinsischen und extrinsischen Faktoren liegt.
Zentrale Themen sind die theoretische Differenzierung von Motivationsarten, der Einfluss von psychologischen Grundbedürfnissen sowie die Analyse, wie Vereine und Organisationen die Motivation ihrer Mitglieder fördern können.
Die Arbeit untersucht, welche Motive und Anreize existieren, ob sich psychologische Bedürfnisse als Subkonzepte bei Freiwilligen feststellen lassen und wie die Motivation dieser Personen nachhaltig gestärkt werden kann.
Die Autorin führte eine quantitative empirische Untersuchung durch, bei der 50 Personen mittels eines eigens entwickelten Fragebogens befragt wurden, gefolgt von einer statistischen Analyse mittels SPSS (Korrelation, Faktoren- und Regressionsanalyse).
Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Fundierung durch das Motivationsmodell von Staehle und die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan, sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit, Freiwilligen-Monitor und Selbstbestimmungstheorie charakterisiert.
Die Arbeit beleuchtet den sogenannten Verdrängungseffekt, bei dem extrinsische Anreize wie Geld die intrinsische Motivation schmälern können, weshalb oft eher immaterielle Anreize zur Förderung der Motivation empfohlen werden.
Interessanterweise konnte in dieser spezifischen Untersuchung kein direkter signifikanter Einfluss der sozialen Eingebundenheit auf die Motivation der Freiwilligen nachgewiesen werden, obwohl sie theoretisch eine zentrale Rolle in der Selbstbestimmungstheorie einnimmt.
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