Bachelorarbeit, 2008
51 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Problematik
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Überblick Automobilindustrie
2.1 Grundlagen und Entwicklung
2.2 Der deutsche Automobilmarkt
2.3 Der amerikanische Automobilmarkt
2.4 Zukunftsaussichten
3 Kultur im Allgemeinen
3.1 Was ist Kultur?
3.2 Kulturmodelle
3.2.1 Hofstedes Modell
3.2.2 Halls Modell
3.3 Unternehmenskultur
3.4 Kulturstandards
3.5 Zusammenfassung
4 Vergleich kultureller Variablen
4.1 Variablen im Bezug auf den Einzelnen
4.1.1 Vorurteile und Stereotypen
4.1.2 Auffassung von Zeit und Raum
4.1.3 Moral und Wertvorstellung
4.1.4 Kommunikationsstil
4.1.4.1 Informationsaustausch
4.1.4.2 Verbale und Nonverbale Kommunikation
4.1.5 Religion
4.1.6 Soziales Verhalten und Aufbau von Vertrauen
4.2 Variablen im Bezug auf die Gesellschaft
4.2.1 Personalbeschaffung
4.2.2 Lohnstruktur
4.2.3 Rechtssystem
4.2.3.1 Fallbeispiel: BMW verklagt wegen Neuanstrich
4.2.3.2 Unterschiede
4.2.4 Ausbildungssystem
4.3 Zusammenfassung
5 Kulturelle Unterschiede in der Geschäftswelt
5.1 Manager und Führungsstile
5.2 Aufgabenorientiert vs. Ergebnisorientiert
5.3 Motivation und Teamwork
5.4 Verhältnis zur Wirtschaft
5.5 Gleichheit der Geschlechter
5.6 Verhalten bei Verhandlungen
5.7 Zusammenfassung
6 Interkulturelle Kompetenz und Möglichkeiten zur Erlangung
6.1 Interkulturelle Kompetenz
6.2 Trainingsmöglichkeiten
6.2.1 Informationsorientiertes Training
6.2.2 Kulturorientiertes Training
6.2.3 Interaktionsorientiertes Training
6.2.4 Culture Assimilator Training
6.3 Beispiele für die praktische Umsetzungen
6.3.1 BMW
6.3.2 VW
6.4 Zusammenfassung
7 Fallbeispiel: DaimlerChrysler AG
7.1 Vor der Fusion
7.2 Während der Fusion
7.3 Nach der Fusion
8 Zusammenfassung
Diese Bachelor-Thesis analysiert die kulturellen Herausforderungen bei Kooperationen zwischen deutschen und amerikanischen Unternehmen mit speziellem Fokus auf die Automobilindustrie. Ziel ist es, durch die Untersuchung kultureller Unterschiede und die Vorstellung interkultureller Trainingsmethoden das Verständnis zwischen beiden Seiten zu fördern und Empfehlungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu geben.
4.1.2 Auffassung von Zeit und Raum
Wie in Kapitel 3.2.2 erläutert, gibt es laut Hall die zeitplanende und die zeitflexible Auffassung. Sowohl die Amerikaner als auch die Deutschen sind Vertreter der zeitplanenden Kultur, trotzdem sind ihre Auffassungen von Zeit in einigen Fällen sehr unterschiedlich.
Ein Unterschied besteht beispielsweise in der Entscheidungsfindung. Deutsche benötigen hier oft viel länger. Der Deutsche neigt dazu, von getroffenen Entscheidungen ungern wieder abzurücken. Aus diesem Grund werden Entscheidungen immer und immer wieder überdacht bevor sie getroffen werden. Dieses Verhalten trifft bei Amerikanern oft auf fehlendes Verständnis, sie wollen schnelle Resultate sehen. Spricht man in deutschen Firmen von Langzeitzielen, so meint man in der Regel die nächsten 10 bis 20 Jahre, in Amerika jedoch nur die nächsten 2 bis 3 Jahre. Trotz gleicher Grundausrichtung scheinen die Uhren in Amerika um einiges schneller zu ticken.
Die Auffassung von Raum kann aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden. Wie orientiert man sich im Raum? Wie gestaltet man Raum? Welche Bedeutung hat der Raum? Wie groß ist die persönliche räumliche Trennung bei Verhandlungen?
Ein erster Unterschied fällt sofort ins Auge: Amerika ist viel größer als Deutschland und dies spiegelt sich auch im räumlichen Befinden wider. Viele Deutsche, die Amerika besuchen, sind beeindruckt von der riesigen Fläche. Amerikaner wiederum fühlen sich in Deutschland sehr eingeengt. Dies soll einfach nur die verschieden Empfindungen von Raum verdeutlichen, denn auch in den Präferenzen für Fahrzeuggrößen verhält es sich ähnlich. Völlig gegensätzlich verhält es sich mit der persönlichen Distanz zwischen Menschen, beispielsweise bei Geschäftsverhandlungen. Hier ist die Distanz, die gewahrt werden sollte, größer als die in den USA. Deshalb ist es wichtig, die deutsche Distanz und die amerikanische „Nähe“ von beiden Seiten nicht falsch zu verstehen.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch die Globalisierung in der Automobilindustrie und Definition der Ziele der Arbeit.
2 Überblick Automobilindustrie: Analyse der Marktentwicklung, der Besonderheiten der deutschen und US-amerikanischen Automobilbranche sowie zukünftiger Aussichten.
3 Kultur im Allgemeinen: Einführung in den Kulturbegriff sowie Vorstellung der Modelle von Hofstede und Hall, Unternehmenskulturen und Kulturstandards nach Thomas.
4 Vergleich kultureller Variablen: Detaillierter Vergleich zwischen deutschen und amerikanischen Variablen, unterteilt in Einzelaspekte (Stereotypen, Zeit/Raum, Kommunikation, etc.) und gesellschaftliche Aspekte (Recht, Ausbildung, etc.).
5 Kulturelle Unterschiede in der Geschäftswelt: Untersuchung praktischer Geschäftsthemen wie Führungsstile, Motivation, Teamwork und Verhandlungsverhalten.
6 Interkulturelle Kompetenz und Möglichkeiten zur Erlangung: Erläuterung der Komponenten interkultureller Kompetenz und Vorstellung verschiedener Trainingsmethoden wie Culture Assimilator, ergänzt um Best Practices bei BMW und VW.
7 Fallbeispiel: DaimlerChrysler AG: Analyse der deutsch-amerikanischen Fusion von der Entstehung bis zur Trennung im Kontext interkultureller Problemstellungen.
8 Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Bedeutung interkultureller Kompetenz im globalen Wirtschaftsumfeld.
Interkulturelle Kompetenz, Automobilindustrie, Kooperation, DaimlerChrysler, Unternehmenskultur, Hofstede, Kulturstandards, Globalisierung, Management, Kommunikation, Verhandlungsführung, kulturelle Variablen, Personalbeschaffung, Training, Zeitverständnis
Die Arbeit befasst sich mit den kulturellen Herausforderungen, die bei Kooperationen zwischen deutschen und amerikanischen Unternehmen auftreten, insbesondere in der Automobilbranche.
Zu den zentralen Themen gehören Kulturmodelle, der Vergleich spezifischer kultureller Variablen, interkulturelle Trainingsmethoden sowie die Analyse von Unternehmenskulturen.
Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den beiden Kulturen zu analysieren, ein Verständnis für das Handeln der Geschäftspartner zu schaffen und Möglichkeiten zur Verbesserung der interkulturellen Kompetenz aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen, insbesondere der Kooperation zwischen Daimler und Chrysler, um theoretische Konzepte in der Praxis zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kulturmodelle), den direkten Vergleich kultureller Variablen (Einzel- und Gesellschaftsebene), die geschäftliche Interaktion und die Vorstellung konkreter interkultureller Trainingsprogramme.
Interkulturelle Kompetenz, Automobilindustrie, Unternehmenskultur, DaimlerChrysler, Kulturstandards und Globalisierung.
Sie bilden das theoretische Gerüst, um die beobachteten Unterschiede in Werten, Zeitverständnis und Kommunikationsstilen zwischen Deutschen und Amerikanern wissenschaftlich einzuordnen.
Sie dient als prominentes Praxisbeispiel dafür, wie kulturelle Differenzen in den Bereichen Lohnstruktur, Kommunikation und Management-Mentalität den Erfolg einer globalen Kooperation maßgeblich beeinflussen können.
Die Arbeit argumentiert, dass interkulturelle Kompetenz eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche internationale Kooperationen ist, um Reibungsverluste zu minimieren und Synergien tatsächlich nutzen zu können.
Erfolg hängt nicht nur von fachlicher Qualifikation ab, sondern von der Offenheit und dem Willen der Mitarbeiter, die kulturelle Logik des Partners zu verstehen und eigene Verhaltensweisen situativ anzupassen.
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